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Niederlande und Frankreich / The Netherlands and France : Austausch der Bildkünste im 16. Jahrhundert / The Exchange of Visual Arts in the 16th Century

معرفی کتاب «Niederlande und Frankreich / The Netherlands and France : Austausch der Bildkünste im 16. Jahrhundert / The Exchange of Visual Arts in the 16th Century» نوشتهٔ Weissert, Caecilie (editor)، منتشرشده توسط نشر Böhlau Verlag در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Der Italiener und Wahlantwerpener Lodovico Guicciardini beschreibt 1567 die Niederlande (paesi bassi) als eine der reichsten, fruchtbarsten und kulturell bedeutendsten Regionen Europas.1 Besonders berühmt sei die Herstellung von wundervollen Kleidern, prachtvollen Tapisserien und Stoffen (Leinen und Flanell), mit denen die Niederlande sowohl Europa als auch weit entfernte Gebiete beliefere, wie Afrika oder West-und Ostindien.2 Die bedeutendste Stadt der Niederlande ist für Guicciardini Antwerpen. Die wohlhabende Mittelschicht habe sich dort prachtvolle Villen gebaut und die ausländischen -deutschen, dänischen, österreichischen, italienischen, spanischen, englischen und portugiesischen -Handelsvertretungen (sog. Nationen) große und repräsentative Gebäude.3 Dadurch trete die besondere Situation ein, dass in Antwerpen viele unterschiedliche Menschentypen und kulturelle Eigenheiten zu sehen und viele verschiedene Sprachen zu hören seien und gesprochen werden.4 Ohne zu reisen sei es in Antwerpen möglich, das Naturell, die Lebensweise und die Kleidungen vieler Nationen zu studieren und mit ihnen in Kontakt zu treten.5 Guicciardini zeichnet das Bild einer multikulturell geprägten Gesellschaft, die sowohl lokale als auch globale Elemente aufweist. Teil dieser Gesellschaft waren auch die in Antwerpen lebenden Franzosen. Sie kamen aus einem Land, das, so berichtet 1546 Marino Cavalli, der venezianische Botschafter in Paris, ebenfalls große und bedeutende Städte wie Lyon, Bordeaux, Rouen, Toulouse besitze. Aber Paris, die Hauptstadt, spiegele das ganze Land wider und überstrahle darüber hinaus ganz Europa. Er nennt Paris das Zentrum des Christentums und Warenlager (bottega) Frankreichs.6 Les Pays-Bas et la France, deux pays proches ayant des racines familiales, politiques et culturelles communes en Bourgogne, sont devenus des puissances politiquement concurrentes au début du XVIe siècle. En dépit de périodes politiquement et religieusement difficiles, des échanges dynamiques ont été maintenus tant dans les métropoles comme Anvers et Paris que dans les provinces ; des produits de luxe, des livres, des peintures et des oeuvres graphiques ont été échangés. Cet échange d'idées, de littérature et de biens culturels était caractérisé par la coopération, l'admiration et la rivalité. Les auteurs de ce volume posent des questions sur les échanges culturels, les interconnexions et les différences dans l'art et la culture entre les Pays-Bas et la France au XVIe siècle Die Niederlande und Frankreich, Nachbarn mit gemeinsamen genealogischen, politischen und kulturellen Wurzeln in Burgund, entwickelten sich Anfang des 16. Jahrhunderts zu politisch konkurrierenden Mächten. Trotz politisch und religionspolitisch schwierigen Zeiten wurden sowohl in den Metropolen wie Antwerpen und Paris als auch in den Provinzen rege Kontakte gepflegt; Luxusgüter, Bücher, Gemälde und Graphiken ausgetauscht. Dieser Austausch von Ideen, Literatur und Kulturgütern war dabei geprägt von Zusammenarbeit, Bewunderung, und Rivalität. 0Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes stellen Fragen zum kulturellen Austausch, zu den Vernetzungen und den Differenzen in Kunst und Kultur zwischen den Niederlanden und Frankreich im 16. Jahrhundert
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