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Nicht nur Raubkunst!: Sensible Dinge in Museen und universitären Sammlungen

معرفی کتاب «Nicht nur Raubkunst!: Sensible Dinge in Museen und universitären Sammlungen» نوشتهٔ Brandstetter, Anna-Maria (editor);Hierholzer, Vera (editor)، منتشرشده توسط نشر V & R unipress در سال 2017. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Propagandamaterial ausUnrechtsregimen mit rassistischem Inhaltoder Dinge, die in zweifelhaften Kontexten verwendet wurden, etwa Instrumente und Objekte, die in der kolonialen Rasseforschung Einsatz fanden. Zum anderen werden Objekte als sensibel kategorisiert, beid enen die Umstände des Erwerbs, der Herkunft, der Herstellung und der Aneignung bis hin zur Musealisierung fragwürdig sind. Dazu gehörenKulturgüter,die im Zuge der Expansion Europas seit dem 15. Jahrhundertv on europäischen Reisenden, Forschern, Händlern, Militärs und Kolonialbeamten in Sammlungen und Museen in Europav erbrachtw urden, vielfach als Raub-oder Beutegüter unter Anwendung vonGewalt,wie der eingangs erwähnte Gedenkkopfaus Benin. 10 Zu nennen sind weiter Sammlungsobjekte, die in der Zeit des Dritten Reichs durch Enteignungen, Raub und erzwungene Ve rkäufe die Besitzer wechselten. Museen und Universitäten profitierten vielfach vond en durch die Nationalsozialisten geschaffenenZ ugriffsmöglichkeiten. 11 In diesen und weiteren Unrechts-und Gewaltkontexten wurden neben den bereits genannten Human Remains zudem Messdaten, Körperbeschreibungen, Zeichnungen, Fotografien, Gipsabgüsse, Film-und To ndokumente vonl ebenden Menschen gesammelt, die oft in Zwangssituationenh ergestellt wurden. AlsS ensibleO bjekte werden zudem Kunstwerkeu nd Kulturgüter bezeichnet, die z. B. im Rahmen vonR aubgrabungen illegal außer Landes gebrachtw urden. Die Raubgrabungen und der illegale Handel mit Antikenhaben gerade in der jüngstenZeit mit den Plünderungen durch den sogenannten Islamischen Staat Öffentliche Sammlungen bewahren vielfach Dinge, die heute aus ethischen Gründen als sensibel eingestuft werden. Im Fokus stehen seit einigen Jahren die NS-Raubkunst und zunehmend auch Kulturgüter, die im Rahmen der Kolonialisierung nach Europa verbracht wurden. Doch gibt es noch viele weitere Arten sensibler Dinge wie sterbliche Überreste, religiöse Artefakte, illegal gehandelte Antiken oder unter den Artenschutz fallende Naturalia. Der Band wählt eine dezidiert vergleichende Perspektive und geht der Frage nach einem angemessenen Umgang mit diesen Objekten disziplinen- und institutionenübergreifend nach. Durch den Erfahrungsaustausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Museen und Universitäten nimmt er das Thema erstmals auch systematisch für universitäre Sammlungen in den Blick, die aufgrund ihrer Heterogenität ein besonders breites Spektrum potentiell sensibler Objekte abdecken
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