Neologie in Jena: Johann Christoph Döderleins Wirken in Theologie und Universität. Dissertationsschrift
معرفی کتاب «Neologie in Jena: Johann Christoph Döderleins Wirken in Theologie und Universität. Dissertationsschrift» نوشتهٔ Johanna Hilpert; Mohr Siebeck GmbH & Co. KG، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Co. KG در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Ende des 18. Jahrhunderts erlebte die Universität in Jena eine Blütezeit, die in enger Verbindung zum nahegelegenen Weimar stand, dem Ort der sogenannten Weimarer Klassik. An dieser Aufbruchs- und Modernisierungsbewegung der Universität hatte die Theologische Fakultät Jenas durch die Etablierung der Aufklärungstheologie einen bedeutenden Anteil. Johanna Hilpert zeichnet diesen Wechsel von einer traditionell-lutherischen zu einer aufgeklärten Theologischen Fakultät nach. Exemplarisch untersucht sie diesen Prozess anhand des Theologen Johann Christoph Döderlein (1746-1792), der die Theologische Fakultät in Jena sowie die deutschsprachige Aufklärungstheologie mit seinem Wirken, seinen Schriften und seiner neologischen Theologie nachhaltig prägte, aber von der Forschung bislang zu wenig beachtet wurde. Insgesamt leistet diese Studie damit einen Beitrag zur Universitätsgeschichte Jenas sowie zur Theologie- und Gelehrtengeschichte des 18. Jahrhunderts. Cover Titel Vorwort Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Einleitung 1. Einführung und Fragestellung 2. Quellenlage und Forschungsüberblick 3. Methode und Aufbau der Arbeit A. Döderleins Etablierung als Aufklärungstheologe. Seine erste Schaffensphase in den 1770er Jahren I. Döderlein in Altdorf 1. Der Weg zum Professor der Theologie 2. Die Auseinandersetzungen über das Profil der Theologischen Fakultät Altdorf II. Döderlein als Exeget 1. Der Jesajakommentar 2. Die Neuauflage von Grotius’ „Annotata ad Vetus Testamentum“ 3. Die „Sprüche Salomons“ III. Döderlein und der Fragmentenstreit 1. Die drei Antifragmente Döderleins 1.1. Döderleins Beurteilung der Fragmente 1.2. Aufbau und Auswahl der „Fragmente und Antifragmente“ 1.3. „Vorläufige Betrachtungen“ 1.4. Fragment und Antifragment „Durchgang der Israeliten durchs rothe Meer“ 1.5. Fragment und Antifragment „über die Auferstehungsgeschichte“ 1.6. Fragment und Antifragment „Unmöglichkeit einer Offenbarung, die alle Menschen auf eine gegründete Art glauben könnten“ 2. Die Rezeption von Döderleins „Antifragmente[n]“ zwischen höchstem Lob und kategorischer Ablehnung 2.1. Die „Antifragmente“ im Urteil der Rezensenten 2.2. Goeze versus Döderlein Zwischenergebnis A B. Die Berufung Döderleins nach Jena I. Die Universität Jena in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts II. Von Walch zu Döderlein. Personeller Wandel und inhaltliche Neuausrichtung der Theologischen Fakultät 1. Der Streit zwischen der Theologischen Fakultät und Ernst Jakob Danovius 1.1. Die Berufung von Danovius 1.2. Die erste Streitetappe: Altehrwürdiges versus Reformbemühen 1.3. Die zweite Streitetappe: Hochmut versus Neid 1.4. Die dritte Streitetappe: Doktorwürde trotz Irrlehren? 1.5. Die verschiedenen Konfliktebenen 2. Die Stärkung des aufklärerischen Profils der Theologischen Fakultät durch die Berufung von Johann Jakob Griesbach 3. Das Ringen um die Neubesetzung der dritten Professur 4. Die Personalie Johann Christian Blasche, die Doppelvakanz und Döderleins Wechsel von Altdorf nach Jena 5. Die Berufungen von Danovius, Griesbach und Döderlein im Überblick 6. Berufungen als eine diplomatische Angelegenheit Zwischenergebnis B C. Döderleins Wirken in Jena I. Döderlein im universitären Verbund mit seinen Jenaer Kollegen 1. Döderleins Wahrnehmung von Jena in den Jahren 1782 bis 1787 zwischen dem Gefühl von Anerkennung und Einsamkeit 2. Das Beziehungsgefüge der Jenaer Theologen 2.1. Döderlein und Griesbach 2.2. Döderlein und Eichhorn: Das Problemjahr 1788 2.3. Griesbach verhindert die Rückberufung Eichhorns nach Jena 2.4. Heinrich Eberhard Gottlob Paulus als Nachfolger Eichhorns 2.5. Johann Wilhelm Schmid und die Kantische Philosophie in Jena 3. Döderleins Beitrag in der Universitätspolitik 3.1. Der Streit im Senat über den Umgang mit den studentischen Orden 3.2. Der Auszug der Studenten 1792 4. Döderleins Tod II. Döderlein als Hochschullehrer 1. Vorlesungstätigkeit 1.1. Das Vorlesungsangebot 1.2. Die Vorlesungspraxis 1.3. Ein aufklärungstheologisches Vorlesungsprogramm 1.4. Resonanz auf Döderleins Vorlesungen 2. Das „Predigerinstitut“ Exkurs: Döderlein als Prediger 3. Das Gesangbuch der Theologischen Fakultät 4. Döderleins akademische Schren Zwischenergebnis C D. Döderleins Hauptschriften seiner zweiten Schaffensphase in den 1780er und 1790er Jahren I. Das dogmatische Werk: Die „Institutio“ und der „Christliche[] Religionsunterricht“ 1. Die „Institutio“ 1.1. Gliederung 1.2. Methode 1.3. Anliegen 1.4. Die Beurteilung der „Institutio“ in der Gelehrtenwelt als „vortreflicher Wegweiser“ 2. Der „Christliche[] Religionsunterricht“ als erweitertes Dogmatikprojekt 2.1. Entstehungshintergründe, Ziele und Aufbau 2.2. Die Fortsetzung des „Christliche[n] Religionsunterricht[s]“ durch Christian Gottfried Junge 2.3. Die Bewertung des „Christliche[n] Religionsunterricht[s]“ in den Rezensionsjournalen 3. Zusammenfassung II. „Kurzer Entwurf der christlichen Sittenlehre“ 1. Programmatik und Aufbau 2. Inhaltliche Skizze 3. Die zeitgenössische Bewertung der „Sittenlehre“ und spätere Rezeption III. Schriften zum Thema Gebet 1. „Erläuterung des Vater Unsers für gemeine Christen“ (1780) 2. „Ueber die christliche Fürbitte“ (1781) 2.1. Vom Nutzen und der Wirkung des Fürbittgebets 2.2. Die praktische Verwirklichung des Fürbittgebets 3. „Kurzer Entwurf der christlichen Sittenlehre“ (1789) 4. Zusammenfassung IV. Döderleins Tätigkeit als Rezensent und Zeitschriftenherausgeber 1. Verfasser von Aufsätzen und Rezensionen für Zeitschren 2. Herausgeber von Zeitschren 2.1. Literarisches Museum 2.2. Nürnbergische gelehrte Zeitung 2.3. Auserlesene Theologische Bibliothek (ATB) 2.4. Theologisches Journal 3. Zusammenfassung Zwischenergebnis D E. Die Grundlinien von Döderleins vermittelnder Theologie in der Spätphase der Neologie I. Theologische Grundlagen 1. Über die Religion 1.1. Was ist Religion? 1.2. Der Wahrheitsanspruch innerhalb der Religion 1.3. Die Wechselbeziehung von natürlicher und geoffenbarter Religion 1.4. Die Frage nach der Seligkeit der Heiden 1.5. Zusammenfassung 2. Schrift und Vernunft als Erkenntnismittel der christlichen Religion 2.1. Göttlichkeit und Eingebung der Schr 2.1.1. Im Neuen Testament 2.1.2. Im Alten Testament 2.1.3. Reflexion 2.2. Die Bedeutung der Vernunft in der Religion 3. Die Vorstellung von der Perfektibilität 3.1. Die drei Hauptperioden der Offenbarungsgeschichte Exkurs: Die Akkommodationstheorie als Gegenstück zum Perfektibilitätsdenken 3.2. Vervollkommnungsprozess in der natürlichen Religion 3.3. Die Frage nach dem Ursprung der Religion 3.4. Die Entwicklungsstufen der biblischen Schren 3.5. Theologiegeschichte als Entwicklungsgeschichte trotz vieler „Ausartungen“ 3.6. Das Christentum als Träger des Vervollkommnungsprozesses 3.7. Individueller Entwicklungsprozess 3.8. Zusammenfassung 4. Das Wesentliche des Christentums: Die Frage nach den Glaubensartikeln 4.1. Definition und Merkmale eines Glaubensartikels 4.2. Gewichtung der Glaubensartikel 4.3. Theologische Leitideen: die Lehre von den Fundamentalartikeln, das Konzept eines „Wesens des Christentums“ und das Ideal der Einfachheit 4.4. Zusammenfassung II. Theologie der Mitte 1. Hamartiologie bei Döderlein 1.1. Vom Ursprung der Sünde 1.2. Von den „wirkliche[n] Sünden“ 1.3. Von den Strafen 1.4. Zusammenfassung 2. Döderleins Christologie und Soteriologie zwischen Tradition und Traditionskritik 2.1. Aufbau der Untersuchung 2.2. Zweinaturenlehre 2.3. Versöhnungslehre 2.4. Zusammenfassung 3. Wunder als Beweis für die Wahrheit der christlichen Religion 3.1. Wunder als Bestätigung des göttlichen Gesandten 3.2. Ablehnung natürlicher Erklärungsversuche von Wundern 3.3. Einwände gegen David Humes „Sophisterey“ 3.4. Auseinandersetzung mit den Thesen von Moses Mendelssohn 3.5. Widerspruch zu Gotthold Ephraim Lessing 3.6. Zusammenfassung: Festhalten am Wunderglauben trotz aller Kritik Zwischenergebnis E: Potential und Grenzen von Döderleins Theologie Schlussbetrachtung Anhang: Lebenslauf Johann Christoph Döderlein Quellen- und Literaturverzeichnis 1. Ungedruckte Quellen 2. Gedruckte Quellen 3. Hilfsmittel 4. Sekundärliteratur Register La 4e de couverture indique : "Der Theologe Johann Christoph Döderlein (1746-1792) vollendete die Etablierung der Aufklärungstheologie an der vormals traditionell-lutherischen Theologischen Fakultät in Jena und trug damit zu einer Modernisierung der Universität bei. Johanna Hilpert zeigt, wie er mit seinen Schriften, in denen er eine neologische Theologie entfaltete, die deutschsprachige Aufklärungstheologie nachhaltig prägte." "Der Theologe Johann Christoph Döderlein (1746-1792) vollendete die Etablierung der Aufklärungstheologie an der vormals traditionell-lutherischen Theologischen Fakultät in Jena und trug damit zu einer Modernisierung der Universität bei. Johanna Hilpert zeigt, wie er mit seinen Schriften, in denen er eine neologische Theologie entfaltete, die deutschsprachige Aufklärungstheologie nachhaltig prägte." --provided by publisher Einleitung Döderleins Etablierung als Aufklärungstheologe. Seine erste Schaffenspahase in den 1770er Jahren Die Berufung Döderleins nach Jena Döderleins Wirken in Jena Döderleins Hauptschriften seiner zweiten Schaffensphase in den 1780er und 1790er Jahren Die Grundlinien von Döderleins vermittelnder Theologie in der Spätphase der Neologie Schlussbetrachtung.
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