Naturschutz – Landschaft – Heimat : Romantik als eine Grundlage des Naturschutzes in Deutschland
معرفی کتاب «Naturschutz – Landschaft – Heimat : Romantik als eine Grundlage des Naturschutzes in Deutschland» نوشتهٔ Nils Magnus Franke (auth.)، منتشرشده توسط نشر VS Verlag für Sozialwissenschaften در سال 2017. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Der deutsche Naturschutz wird aktuell in der öffentlichen Wahrnehmung eng mit dem Fach Ökologie bzw. den Naturwissenschaften verbunden. Diese Annahme kennzeichnet jedoch eine vergleichsweise neue Entwicklung: Denn bis etwa 1970 dominierte im Naturschutz vor allem eine romantische Weltsicht mit all ihren schönen, aber auch gefährlichen Aspekten. Erst mit dem Entstehen der Umweltbewegung wurde der Paradigmenwechsel in Richtung Naturwissenschaften eingeleitet und verankert. Aber wie wirksam war diese Veränderung? Verfolgen Naturschützer und ihre Verbände wie NABU oder BUND heute wirklich naturwissenschaftlich fundierte Konzepte, wie sie immer wieder vorgeben? Dieses Buch weist nach, dass der deutsche Naturschutz auch heute noch in vielen zentralen Arbeitsfeldern romantische und damit nicht-naturwissenschaftliche Positionen vertritt und entsprechend argumentiert. Gleichzeitig gelingt die Weiterentwicklung eines wissenssoziologischen Konzeptes: Das Konzept der Lebenswelten im Sinne von Alfred Schütz wird um die der Fantasie erweitert. Der Inhalt • Die Erweiterung des Schützschen Lebensweltkonzepts um Traum und Fantasie • Naturschutz und Romantik - historische Befunde • Naturschutz und Romantik - aktuelle Befunde Die Zielgruppen • Historiker • Kulturwissenschaftler • Natur- und Umweltschützer • Heimat- und Landschaftsvereine • Politiker • Soziologen Der Autor PD Dr. Nils Magnus Franke ist freiberuflicher Historiker und lehrt an der Universität Leipzig als Privatdozent Kulturwissenschaften Inhalt 6 Teil A Methode 12 I Einleitung – Die Romantik als geschlossenes Sinngebiet? 13 II Die drei zentralen Hypothesen 16 III Begriffe und ihre semantischen Höfe 19 1 Romantik 19 2 Naturschutz 22 3 Landschaft 27 4 Eigenart 29 IV Merkmale von Traum- und Fantasiewelten bei A. Schütz und T. Luckmann und erste Bezüge zur Romantik 31 V „Die Möglichkeit zu ...“ Erlebnis- und Erkenntnisstil in Traumwelt und Phantasiewelten 35 1 Über die Grenzen des Möglichen ... Erlebnis- und Erkenntnisstil im Traum: Jean Paul und das Beispiel der „Rede des toten Christus vom Weltgebäude herab, dass kein Gott sei“ 36 2 Die Spekulation als Differenzkriterium von Traum und Fantasiewelten 40 3 Weitere Kennzeichen der Traum- und Fantasiewelten 41 4 Traumwelt- und Fantasiewelten als eingebildete Alternativen zu den Grundelementen des Wissensvorrats der „natürlichen Lebenswelt“ 43 VI Lebenswelten außerhalb der „natürlichen Lebenswelt“: Der Erlebnis- und Erkenntnisstil als Erkenntnis- und Erlebnisstil 46 VII Die romantischen Dichter als soziales Netzwerk 49 VIII Der Erkenntnis- und Erlebensstil der Romantiker 51 1 Universalismus als irrationale Pragmatik: Die Grundintention der Romantiker 51 2 Der romantische Erkenntnis- und Erlebnisstil – oder wie man romantisiert 56 3 Die Romantik als Teilgebiet der Fantasiewelt 63 4 Weitere Kriterien des romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstils 65 IX Der Wechsel der Lebenswelten: Zwischen „natürlicher“ und „romantischer“ Lebenswelt 70 1 Der romantische Zugang des Subjekts zum Raum 70 X Die romantischen Gedächtnisbereiche 74 1 Religion als Gedächtnisbereich 76 2 Die Natur als Gedächtnisbereich 77 3 Geschichte als Gedächtnisbereich 78 4 Das Antiphilistertum als Gedächtnisbereich 78 5 Die Gefühlswelt als Gedächtnisbereich 79 6 Landschaft als Gedächtnisbereich 80 7 Volk und Nation als Gedächtnisbereich 82 XI Zusammenfassung: Der romantische Erkenntnis- und Erlebnisstil 84 XII Das Fortwirken eines Erkenntnis- und Erlebnisstils über Generationen 87 Teil B Naturschutz und Romantik – historische Befunde 93 XIII Naturschutz und Romantik – historische Befunde 94 1 Der Institutionalisierungsbegriffbei P. L. Berger und T. Luckmann – eine Kritik und Erweiterung: Programmatische Institutionalisierung, organisatorische Institutionalisierung und Sanktionsfähigkeit 94 1.1 Das Verhältnis von Mensch und Tier zu ihrer Umwelt bei P. L. Berger und T. Luckmann 99 1.1.1 Allgemeine Kritik 99 1.1.2 Konkrete Kritik 101 2 Kodifizierung und Institutionalisierung des romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstils im Naturschutz 103 2.1 Die Konstituierung des romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstils im Naturschutz – der Romantiker Ernst Rudorff 104 2.1.1 Ernst Rudorff – Kurzbiographie eines Musikers 104 2.1.2 Die romantische Musik 106 2.1.3 Erkenntnis- und Erlebnisstil des Romantikers E. Rudorff an der Wende des 19. zum 20. Jahrhunderts 108 2.1.3.1 Der Erkenntnis- und Erlebnisstil E. Rudorffs 108 2.1.3.2 Die Kodifizierung des Erkenntnis- und Erlebnisstils E. Rudorffs – Programmatische und organisatorische Institutionalisierung 111 2.1.3.3 Kontinuität und Veränderung des romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstil bei Ernst Rudorff 118 2.1.3.3.1 E. Rudorff und die Methoden der Romantiker 118 2.1.3.3.2 Exkurs: Die Entpragmatisierung des Wissens durch die Deutungshoheit über die Situation und die Verbreitung von Erkenntnis- und Erlebnisstilen 121 2.1.3.3.3 E. Rudorff und die Gedächtnissektoren der Romantiker 124 2.2 Die Institutionalisierung des romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstils im Naturschutz durch Hugo Conwentz 125 2.2.1 Denkmalschutz und Naturdenkmal 125 2.2.2 Das Naturdenkmal als Rechtsbegriff (Sanktionsfähigkeit) 127 2.2.3 Hugo Conwentz – Kurzbiographie eines Wissenschaftlers 132 2.2.4 Die Institutionalisierung der Naturdenkmalpflege als staatliches Programm und als Organisation 137 2.2.5 H. Conwentz und der romantische Erkenntnis- und Erlebnisstil von E. Rudorff 141 2.3 Die Institutionalisierung des romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstils im Naturschutz – Lina Hähnle 141 2.3.1 Das „Gesetz, betreffend den Schutz von Vögeln“ vom 22. März 1888 – Pragmatische und ästhetische Motive werden sanktionsfähig 142 2.3.2 Der Bund für Vogelschutz und die organisatorische Institutionalisierung einer romantischen Bewegung 143 2.3.2.1 Lina Hähnle – Kurzbiographie einer Lobbyistin 143 2.3.2.2 Der Bund für Vogelschutz als romantische Bewegung 145 2.4 Die Konstituierung des romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstils im Naturschutz durch Hermann Löns 150 2.4.1 Hermann Löns – Kurzbiographie eines romantischen Schriftstellers 150 2.4.2 Die Programmatik des Vereins Naturschutzpark 154 2.4.3 H. Löns und die romantische Poetisierung der Lüneburger Heide 156 2.4.4 Exkurs: H. Löns und die Neuromantik 163 2.4.5 H. Löns und der traditionelle Naturschutz 164 2.4.6 Raumwirksamkeit des romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstils: Die Lüneburger Heide als Naturschutzpark 165 2.5 Das Reichsnaturschutzgesetz vom 26. Juni 1935 als reichsweite gesetzliche Kodiflzierung des romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstils 166 2.5.1 Exkurs: Institutionalisierung des Erkenntnis- und Erlebnisstils – Formen und Gradmesser 166 2.5.2 E. Rudorffs romantischer Erkenntnis- und Erlebnisstil im Reichsnaturschutzgesetz? 169 2.5.3 Die Institutionalisierung des romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstil im Reichsnaturschutzgesetz von 1935 177 2.5.4 Schutzobjekte des Reichsnaturschutzgesetzes und ihre Herleitung aus dem romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstil 180 2.5.4.1 Exkurs: Die Urlandschaft 183 2.5.5 Zusammenfassung 187 Teil C Naturschutz und Romantik – aktuelle Befunde 188 XIV Aktuelle Befunde 189 1 Der romantische Erkenntnis- und Erlebnisstil als eine Grundlage des modernen Naturschutzes – aktuelle Befunde 189 2 Beispiel 1: Der ökologischer Landbau 191 2.1 Die Naturphilosophie Friedrich Wilhelm Joseph Schellings als eine geistige Grundlage für die aktuelle ökologische Landwirtschaft 191 2.2 Die ökologische Landwirtschaft 195 2.3 Das Organismusmodell als Grundlage der ökologischen Landwirtschaft und der Ökologie 198 2.3.1 Das Organismusmodell und die ökologische Landwirtschaft: R. Steiner 198 2.3.2 Das Organismusmodell der Ökologie 200 2.4 Zusammenfassung 203 3 Beispiel 2: Der Schutz „ursprünglicher Wildnis“ als Forderung des romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstils und der moderne Naturschutz 204 3.1 Wildnis als Forderung des romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstils 204 3.1.1 Unberührte Wildnis als Mythos im romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstil 205 4 Beispiel 3: Artenschutz als romantische Grundlage aktuellen Naturschutzes 207 4.1 Der Eigenwert der Natur im Naturschutz 208 4.2 Exkurs: Biodiversität als Grenzbegriff 210 4.3 Zusammenfassung 214 5 Beispiel 4: Die aktuelle Neuansiedlung „ursprünglicher Arten“ als ein Ausdruck des romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstils 215 5.1 Geschichte im romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstil 215 5.2 Der Wisent als Projektionsobjekt eines romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstils im modernen Naturschutz 217 5.3 Kontinuitäten von Urwildnisprogrammen im aktuellen Naturschutz 223 5.4 Zusammenfassung 225 6 Beispiel 5: Der romantische Erkenntnis- und Erlebnisstil: Bildliche Darstellungen im Naturschutz 226 6.1 Theoretischer Hintergrund 226 6.2 Analyse ausgesuchter Selbstdarstellungen des Naturschutzes in Bild und Text 228 6.2.1 Posterserie „Wir erhalten Lebensräume “ 229 6.2.2 Die Kampagne „Fast weg“ des NABU 232 6.2.3 Jahreskalender des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und des Bundesamtes für Naturschutz 2011 233 6.2.4 Exkurs: Die Institutionalisierung der Märchen der Gebrüder Grimm 235 7 Beispiel 6: Naturgemäße Waldwirtschaft als aktuelle Forderung des Naturschutzes und Ausdruck des romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstils 239 7.1 Der Wald in der Romantik 239 7.2 Romantik und Wald in der Auffassung des Naturschutzbund Deutschland e. V. 241 7.3 Die Dauerwaldbewegung zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft 246 7.4 Naturschutz und Forstwirtschaft in der Zeit des Nationalsozialismus 250 7.5 Naturschutz und Forstwirtschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts 254 7.6 Zusammenfassung 254 8 Beispiel 7: Die Neobiota-Problematik als Ausdruck des romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstils im aktuellen Naturschutz 255 XV Den romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstil institutionalisieren 260 1 Das Wirken W. Schoenichens im 20. Jahrhundert 260 2 H. Klose: Autobiographie als institutionalisierte Geschichte 271 XVI Zusammenfassung: Der romantische Erkenntnis- und Erlebnisstil als eine Grundlage des aktuellen Naturschutzes 274 Quellen- und Literaturverzeichnis 291 Anhang 307 Front Matter....Pages I-XII Front Matter....Pages 1-1 Einleitung – Die Romantik als geschlossenes Sinngebiet?....Pages 3-5 Die drei zentralen Hypothesen....Pages 7-9 Begriffe und ihre semantischen Höfe....Pages 11-22 Merkmale von Traum- und Fantasiewelten bei A. Schütz und T. Luckmann und erste Bezüge zur Romantik....Pages 23-26 „Die Möglichkeit zu ...“....Pages 27-37 Lebenswelten außerhalb der „natürlichen Lebenswelt“: Der Erlebnis- und Erkenntnisstil als Erkenntnis- und Erlebnisstil....Pages 39-41 Die romantischen Dichter als soziales Netzwerk....Pages 43-44 Der Erkenntnis- und Erlebensstil der Romantiker....Pages 45-63 Der Wechsel der Lebenswelten: Zwischen „natürlicher“ und „romantischer“ Lebenswelt....Pages 65-68 Die romantischen Gedächtnisbereiche....Pages 69-78 Zusammenfassung: Der romantische Erkenntnis- und Erlebnisstil....Pages 79-81 Das Fortwirken eines Erkenntnis- und Erlebnisstils über Generationen....Pages 83-88 Front Matter....Pages 89-89 Naturschutz und Romantik – historische Befunde....Pages 91-184 Front Matter....Pages 185-185 Aktuelle Befunde....Pages 187-257 Den romantischen Erkenntnis- und Erlebnisstil institutionalisieren....Pages 259-272 Zusammenfassung: Der romantische Erkenntnis- und Erlebnisstil als eine Grundlage des aktuellen Naturschutzes....Pages 273-289 Back Matter....Pages 291-307
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