Nation, Gott und Modernität: Grenzen literarischer Autonomie in Frankreich 1919--1929
معرفی کتاب «Nation, Gott und Modernität: Grenzen literarischer Autonomie in Frankreich 1919--1929» نوشتهٔ Einfalt, Michael، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Der Erste Weltkrieg markiert einen Einschnitt, nach dem die literarischen Kräfteverhältnisse wieder neu ausgehandelt werden. Der Radikalisierung der literarischen Autonomie durch Avantgardebewegungen wie Dadaismus und Surrealismus stehen auf konservativer Seite nationalistische und katholische Gruppierungen gegenüber, deren Bedeutung im Streben nach der dominanten Position im literarischen Feld heute weitgehend vergessen ist. Hinzu kommen noch internationalistisch ausgerichtete Tendenzen sowie die Debatte um die Arbeiterliteratur. Die verschiedenen Positionen gruppieren sich um bestimmte literarische Zeitschriften, die das Spektrum der möglichen Stellungnahmen bündeln. Die Meinungsführerschaft beanspruchen zunächst die konservativen Kräfte, die die Literatur in ein ideologisches Bollwerk aus Nationalismus, Katholizismus und literarischer Tradition einbinden wollen, um sich von den als bedrohlich empfundenen Modernisierungsprozessen abzuschotten. Die Nachkriegsgeneration reagiert auf die gleiche Krisensituation mit einem Flottieren zwischen Katholizismus und literarischer Avantgarde. Erst im Laufe der zwanziger Jahre bilden sich mit der Gruppe um die »Nouvelle Revue française« und den Surrealisten die dominanten Pole heraus, von denen aus das literarische Feld zu seiner Autonomie zurückfindet. Schriftsteller wie André Gide oder Jean Cocteau erscheinen in ihren Implikationen in die verschiedenen Debatten in einem neuen Licht, bislang unterschätzte Autoren wie Jacques Rivière oder Philippe Soupault stehen im Schnittpunkt der Auseinandersetzungen, Jacques Maritains Rolle beim Eindringen des Katholizismus in die literarische Avantgarde schließlich blieb bislang nahezu völlig unbeachtet.
Der Erste Weltkrieg markiert einen Einschnitt, nach dem die literarischen Kräfteverhältnisse wieder neu ausgehandelt werden. Der Radikalisierung der literarischen Autonomie durch Avantgardebewegungen wie Dadaismus und Surrealismus stehen auf konservativer Seite nationalistische und katholische Gruppierungen gegenüber, deren Bedeutung im Streben nach der dominanten Position im literarischen Feld heute weitgehend vergessen ist. Hinzu kommen noch internationalistisch ausgerichtete Tendenzen sowie die Debatte um die Arbeiterliteratur. Die verschiedenen Positionen gruppieren sich um bestimmte literarische Zeitschriften, die das Spektrum der möglichen Stellungnahmen bündeln. Die Meinungsführerschaft beanspruchen zunächst die konservativen Kräfte, die die Literatur in ein ideologisches Bollwerk aus Nationalismus, Katholizismus und literarischer Tradition einbinden wollen, um sich von den als bedrohlich empfundenen Modernisierungsprozessen abzuschotten. Die Nachkriegsgeneration reagiert auf die gleiche Krisensituation mit einem Flottieren zwischen Katholizismus und literarischer Avantgarde. Erst im Laufe der zwanziger Jahre bilden sich mit der Gruppe um die "Nouvelle Revue française" und den Surrealisten die dominanten Pole heraus, von denen aus das literarische Feld zu seiner Autonomie zurückfindet. Schriftsteller wie André Gide oder Jean Cocteau erscheinen in ihren Implikationen in die verschiedenen Debatten in einem neuen Licht, bislang unterschätzte Autoren wie Jacques Rivière oder Philippe Soupault stehen im Schnittpunkt der Auseinandersetzungen, Jacques Maritains Rolle beim Eindringen des Katholizismus in die literarische Avantgarde schließlich blieb bislang nahezu völlig unbeachtet Einleitung ERSTER TEIL. Nation/Revolution – Literatur und Weltanschauung 1. Die Schriftsteller nach dem Krieg 2. Das literarische Umfeld der Action française 3. Literarische Gruppen und Zeitschriften im Spektrum der Linken 4. Die «Nouvelle Revue française» ZWEITER TEIL. Gott – Literarische Autonomie und Katholizismus 5. Einführung: Zum «Renouveau catholique» 6. Jacques Rivière: Literatur oder Gott 7. Du Bos/Gide: Satan und die Literatur 8. Maritain/Cocteau: Katholizismus und Avantgarde DRITTER TEIL. Modernität – Literatur und die Sinnfrage 9. Marcel Arland: Der Weg in die «N.R.F.» 10. «Inquiétude»: Eine Generation unterwegs 11. Philippe Soupault: Der Weg aus dem Surrealismus Zusammenfassung und Ausblick Bibliographie Personenregister Main description: The study draws on Pierre Bourdieu's literary field theory and recent French historiography on intellectualism to submit the literary field in France in the decade after the First World War to as exhaustive an analysis as possible. The major debates of this period on national and/or international commitment, Catholicism, and the generation conflict collide with the notion of literary autonomy gaining greater momentum in the course of the 1920s. At the heart of these controversies are authors such as Jacques Rivière, André Gide, Philippe Soupault, Jean Cocteau, and Jacques Maritain