Narrativität und Performanz der Demut: Metatheoretische Reflexionen zur Funktionalität anhand einer Relecture der Theologie Albrecht Ritschls. Dissertationsschrift
معرفی کتاب «Narrativität und Performanz der Demut: Metatheoretische Reflexionen zur Funktionalität anhand einer Relecture der Theologie Albrecht Ritschls. Dissertationsschrift» نوشتهٔ Katharina Opalka; Mohr Siebeck GmbH & Co. KG، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Company KG در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Wie kann Theologie im inter- und transdisziplinären Diskurs funktional denken, ohne Gottesgedanken und Glaubenserfahrungen auf Funktionen zu reduzieren? Katharina Opalka entfaltet diese Problemstellung mit narrativitäts- und performanztheoretischen Methoden anhand zweier Materialbestände: Erstens der Relecture der Theologie Albrecht Ritschls (1822-1889), welche aufzeigt, inwiefern diese durch ekklesiologisch-praktische Erwägungen zur funktionalen Wirksamkeit des Narrativs des Reiches Gottes für die "Gemeinde" geprägt ist. Zweitens untersucht sie die Demut als die christlich-religiöse Praxis, mit der die Unverfügbarkeit von Performanzerfahrungen in situativen, mit funktionalen Erwartungen verbundenen performances thematisiert werden kann. Das zielt ab auf eine differenzierte Betrachtung funktional a-funktionaler Phänomene in Kirche, Frömmigkeit und Gottesdienst. Cover Titel Vorwort Inhaltsverzeichnis I. Einleitung 1. Funktionalität 2. A-Funktionalität 3. Situativität 4. Vorläufige Verortung im Diskurs und Aufbau der Arbeit II. Forschungslage und Methodenreflexion 1. Der Forschungsstand zur Rezeption Ritschls 1.1. Die Aufnahme der Ritschl’schen Theologie im 19. Jahrhundert 1.1.1. Die kritische Abgrenzung zu Ritschl 1.1.2. Die kritische Überbietung Ritschls in der „Schule“ 1.1.3. Die Rezeption einer dynamisierten Theologie 1.2. Die prägende Rezeption durch K. Barth 1.3. Die Ritschl-Rezeption nach K. Barth 1.3.1. Rezeption Ritschls mit der Kategorie der Offenbarung 1.3.2. Subjekttheoretisch orientierte Rezeption: Dietrich Korsch 1.4. Ethik als Fokuspunkt der Ritschl’schen Theologie 1.5. Ritschls Verortung in der Religionsphilosophie seiner Zeit zwischen „Idealismus“ und „Historismus“ 1.5.1. Rezeption Ritschls im Rahmen neukantianischer Philosophie 1.5.2. Rezeption Ritschls im Diskurs um die Hegel’sche Geschichtsphilosophie 1.6. Verortung der vorliegenden Arbeit in diesem Diskurs 2. Narrativitätstheorien 2.1. Kollektive Bezugnahme auf Narrative 2.2. Individuelle Bezugnahme auf Narrative 2.3. Von Narrativitäts- zu Performanztheorien 3. Performanztheorien 3.1. Performativitätstheoretische Grundlagen 3.2. Präsenz und Ereignis 3.3. Die performance in den Theaterwissenschaften 3.4. Performanztheoretische Begriffsbildung 3.4.1. Performativität 3.4.2. Performanz 3.4.3. Performance 4. Von Performanz- und Narrativitätstheorien zu Ritschl III. Relecture Albrecht Ritschls 1. Der Standpunkt der Gemeinde 1.1. Die lebenspraktische Dogmatik des Pietismus 1.2. Subjekt und Gemeinde in der Klassischen Deutschen Philosophie 1.3. Die Gemeinde als Thema reformatorischer Tradition 1.4. Die Gemeinde in ihrer situativen Verfasstheit als Kirche 1.5. Die Kirche als Gestalt der Gemeinde im 19. Jahrhundert 2. Das Reich Gottes 2.1. Das Reich Gottes in der Vielfalt biblischer Narrationen 2.2. Die biblischen Narrationen und das Narrativ des Reiches Gottes 2.3. Das Reich Gottes in der Vielfalt lebensweltlicher Vollzüge 2.4. Das Reich Gottes in situativer Vielfalt 2.5. Reich Gottes und Metaphysik 3. Die Materialdogmatik für die Gemeinde unter dem Narrativ des Reiches Gottes 3.1. Gotteslehre 3.1.1. Gott ist die Liebe 3.1.2. Das Absolute und der Zorn 3.1.3. Der Vatername Gottes 3.1.4. Das Wirken der väterlichen Vorsehung Gottes in der Gemeinde 3.2. Christologie 3.2.1. Der Beruf Jesu Christi 3.2.2. Kreuz und Opfer als Prüfstein einer funktionalen Theologie 3.2.3. Die Gottessohnschaft Christi 3.2.4. Sündenvergebung und Rechtfertigung 3.3. Anthropologie 3.3.1. Das Gewissen und die Christliche Vollkommenheit 3.3.2. Die Abgrenzungen im Sündenverständnis 3.3.3. Versöhnung und Gotteskindschaft 3.3.4. Funktionen des Vorsehungsglaubens 4. Zwischenfazit: Vom Narrativ des Reiches Gottes zur performanten Praxis der Demut 4.1. Funktionalität und Gemeinde 4.2. A-Funktionalität und Gottesgedanke 4.3. Situativität und Dogmatik IV. Demut 1. Die Demut bei Ritschl 1.1. Demut, Geduld und Gebet als religiöse Funktionen 1.2. Die Funktionalität der Demut in der Bezugnahme auf die AFunktionalität des Gottesgedankens 1.3. Der Ort der Demut in Gebet und Weltzugewandheit 2. Ein kurzer Forschungsüberblick zum Demutsdiskurs 2.1. Die Demut bei Herrmann und Harnack am Übergang ins 20. Jahrhundert 2.2. Der aktuelle Demutsdiskurs aus protestantischer Perspektive 2.2.1. Das Problem der quellensprachlichen Verortung der Demut in der Exegese 2.2.2. Der humilitas-Gedanke in der Kirchengeschichte und praktisch-theologischen Diskursen 2.3. Verortung der vorliegenden Arbeit im systematisch-theologischen Demutsdiskurs 3. Dimensionen der Demut zwischen performance, Performanz und Situativität 3.1. Schutzlosigkeit und Ernsthaftigkeit als Dimensionen der Demut 3.1.1. Die Schutzlosigkeit in der monastischen Praxis: Regula Benedicti 3.1.2. Die Ernsthaftigkeit der Haltung der Demut 3.2. Dankbarkeit und Grauen als Dimensionen der Demut 3.2.1. Die Dankbarkeit als Dimension der Demut: Martin Luther 3.2.2. Das Grauen als Dimension der Demut: Søren Kierkegaard 3.3. Demütigung und engagierte Gelassenheit als Dimensionen der Demut 3.3.1. Die Demut als Demütigung: Friedrich Nietzsche 3.3.2. Die Demut als engagierte Gelassenheit: Dietrich Bonhoeffer 4. Zwischenfazit: Dimensionen der Demut 4.1. Funktionalität und performance der Demut 4.2. A-Funktionalität und Performanzerfahrungen 4.3. Situativität und Medio-Passivität V. Narrativität und Performanz der Demut 1. Funktionalität und Ekklesiologie 2. A-Funktionalität und Frömmigkeit 3. Situativität und gottesdienstliche Praxis Literaturverzeichnis Werke Albrecht Ritschls Referenztexte zur Demut Weitere Literatur Sachregister Personenregister "Wie kann Theologie im inter- und transdisziplinären Diskurs funktional denken, ohne Gottesgedanken und Glaubenserfahrungen auf Funktionen zu reduzieren? Katharina Opalka entfaltet diese Problemstellung mit narrativitäts- und performanztheoretischen Methoden anhand zweier Materialbestände: Erstens der Relecture der Theologie Albrecht Ritschls (1822–1889), welche aufzeigt, inwiefern diese durch ekklesiologisch-praktische Erwägungen zur funktionalen Wirksamkeit des Narrativs des Reiches Gottes für die »Gemeinde« geprägt ist. Zweitens untersucht sie die Demut als die christlich-religiöse Praxis, mit der die Unverfügbarkeit von Performanzerfahrungen in situativen, mit funktionalen Erwartungen verbundenen performances thematisiert werden kann. Das zielt ab auf eine differenzierte Betrachtung funktional a-funktionaler Phänomene in Kirche, Frömmigkeit und Gottesdienst." --Provided by publisher
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