معرفی کتاب «Nach der Sozialgeschichte : Konzepte für eine Literaturwissenschaft zwischen Historischer Anthropologie, Kulturgeschichte und Medientheorie» نوشتهٔ Huber, Martin (editor);Lauer, Gerhard (editor)، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2010. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
The project of writing a social history of literature is generally held to have exhausted its potential. Yet the general practice of literary studies still encompasses socio-historical issues like the relationship between literary texts and their social environment, studies on the distribution of literature, questions pertaining to the historical and social status of authors and readers. The articles in this volume essay a stock-taking of the (now historical) paradigm 'social history of literature' and by engaging critically with approaches from cultural studies and media theory outline new concepts for literary studies 'after social history'. Vorbemerkung MARTIN HUBER / GERHARD LAUER: Neue Sozialgeschichte? Poetik, Kultur und Gesellschaft – zum Forschungsprogramm der Literaturwissenschaft I. Anthropologie / Semiotik ALEIDA ASSMANN: Geschichte im Gedächtnis GERHARD ROTH: Hirnforschung als Geisteswissenschaft EVA RUHNAU: Zeit und Bewußtsein – Der Rhythmus des Humanen CHRISTA SÜTTERLIN: Ethologische Aspekte der ästhetischen Wahrnehmung und Kunst ULRICH BALTZER: Vom Atem der Zeichen. Gewandelter Zeichengebrauch als Schlüssel zu einer Sozialgeschichte der Literatur II. Sozialsystem / Symbolsystem JÖRG SCHÖNERT: Mentalitäten, Wissensformationen, Diskurse und Medien als dritte Ebene einer Sozialgeschichte der Literatur. Zur Vermittlung zwischen Handlungen und symbolischen Formen JÜRGEN FOHRMANN: Das Versprechen der Sozialgeschichte (der Literatur) CLAUS-MICHAEL ORT: ›Sozialgeschichte‹ als Herausforderung der Literaturwissenschaft. Zur Aktualität eines Projekts MICHAEL BÖHLER: Eindimensionale Literatur. Zur Raumlosigkeit der Sozialgeschichte YORK-GOTHART MIX: Soll die Literaturwissenschaft etwas anderes sein als sie selbst? Plädoyer für ein relationales Selbstverständnis der Disziplin KARL EIBL: Autonomie und Funktion, Autopoiesis und Kopplung. Ein Erklärungsangebot für ein literaturwissenschaftliches Methodenproblem mit einem Blick auf ein fachpolitisches Problem KLAUS-DIETER ERTLER: Sozialgeschichte der Literatur in systemtheoretischem Gewande: eine paradoxe Konfiguration? GEORG STANITZEK: Zwei Kanonbegriffe (zwei Rekurse auf Benjamin) HANS-EDWIN FRIEDRICH: Autonomie der Liebe – Autonomie des Romans. Zur Funktion von Liebe im Roman der 1770er Jahre: Goethes Werther und Millers Siegwart WOLFGANG BRAUNGART: Joli gratuliert. Eduard Mörike und sein Hund RAINER KOLK: Literatur, Wissenschaft, Erziehung. Austauschbeziehungen in Hermann Hesses Unterm Rad und Robert Walsers Jakob von Gunten MICHAEL ANSEL: Die Naturwissenschaften im Werk Gottfried Benns zwischen 1910 und 1933/34. Ein Rekonstruktionsversuch auf der Basis von Bourdieus Feldtheorie WOLFGANG HARMS: Die studentische Gegenwehr gegen Angriffe auf Paul Hankamer an der Universität Königsberg 1935/36. Ein Versuch der Verteidigung einer Geisteswissenschaft III. Wissen / Kultur / Medien NORBERT GROEBEN: Fragen zur (gesellschaftlichen) Funktion der Literaturwissenschaft als Sozialgeschichte des medialen Wandels WILHELM VOSSKAMP: Medien – Kultur – Kommunikation. Zur Geschichte emblematischer Verhältnisse FOTIS JANNIDIS: Literarisches Wissen und Cultural studies MICHAEL GIESECKE: Literatur als Produkt und Medium kultureller Informationsverarbeitung und Kommunikation HELMUT F. SPINNER: Information oder Wissen – eine Alternative für die Geisteswissenschaften? ELMAR TENORTH: Wem gehört der Text, was sagt die Literatur? Literatur als Argument in der historischen Bildungsforschung MARIANNE WILLEMS: Sozialgeschichte als Analyse kultureller Muster. Stephen Greenblatt im Kontext der Kultursoziologie URSULA PETERS: Neidharts Dörperwelt. Mittelalterphilologie zwischen Gesellschaftsgeschichte und Kulturanthropologie JAN-DIRK MÜLLER: Der Widerspenstigen Zähmung. Anmerkungen zu einer mediävistischen Kulturwissenschaft CHRISTIAN KIENING: Alterität und Mimesis. Repräsentation des Fremden in Hans Stadens Historia HEINZ DIETER KITTSTEINER: Jacob Burckhardt als Leser Hegels KONRAD EHLICH: Der »Sitz im Leben« – eine Ortsbesichtigung FRIEDRICH VOLLHARDT: Von der Sozialgeschichte zur Kulturwissenschaft? Die literarisch-essayistischen Schriften des Mathematikers Felix Hausdorff (1868–1942): Vorläufige Bemerkungen in systematischer Absicht BERNHARD JAHN: Deutsche Physiognomik. Sozial- und mediengeschichtliche Überlegungen zur Rolle der Physiognomik in der Weimarer Republik und im Dritten Reich UWE BÖKER: Der britische heritage-Film der achtziger und neunziger Jahre. Die vertrackte Entschlüsselung medialer Zeichenwelten Anhang Anschriften der Beiträger Namenregister
Das Projekt einer Sozialgeschichte der Literatur gilt allgemein als erschöpft. Dennoch zählen sozialgeschichtliche Problemstellungen wie die Beziehung zwischen literarischem Text und seinem gesellschaftlichen Umfeld, Untersuchungen zur Distribution von Literatur, Fragen nach der historischen und gesellschaftlichen Stellung des Autors und Lesers zur allgemeinen Praxis der Literaturwissenschaft. Die Beiträge dieses Bandes versuchen eine Bestandsaufnahme des historisch gewordenen Paradigmas "Sozialgeschichte der Literatur" im gegenwärtigen Betrieb der Literaturwissenschaft und bieten in kritischer Auseinandersetzung mit Ansätzen der Kultur- und Medientheorie neue Konzepte für eine Literaturwissenschaft "nach der Sozialgeschichte".
Das Projekt einer Sozialgeschichte der Literatur gilt allgemein als erschöpft. Dennoch zählen sozialgeschichtliche Problemstellungen wie die Beziehung zwischen literarischem Text und seinem gesellschaftlichen Umfeld, Untersuchungen zur Distribution von Literatur, Fragen nach der historischen und gesellschaftlichen Stellung des Autors und Lesers zur allgemeinen Praxis der Literaturwissenschaft. Die Beiträge dieses Bandes versuchen eine Bestandsaufnahme des historisch gewordenen Paradigmas "Sozialgeschichte der Literatur" im gegenwärtigen Betrieb der Literaturwissenschaft und bieten in kritischer Auseinandersetzung mit Ansätzen der Kultur- und Medientheorie neue Konzepte für eine Literaturwissenschaft "nach der Sozialgeschichte."