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Muster der Ambivalenz : Subversive Praktiken in der ägyptischen Kunst der Gegenwart

معرفی کتاب «Muster der Ambivalenz : Subversive Praktiken in der ägyptischen Kunst der Gegenwart» نوشتهٔ Judith Bihr، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2016. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Die Strategie der kritischen Unterwanderung vorgefasster Kategorien ist eine wirkmächtige subversive künstlerische Praktik, der innerhalb des postkolonialen Kunstdiskurses eine besonders wichtige Bedeutung zukommt. Wie Judith Bihr anhand zeitgenössischer Kunst aus Ägypten darlegt, begegnen viele Künstler_innen der Problematik der eigenen Verortung, indem sie stereotype Vorstellungen scheinbar bedienen, um diese zugleich künstlerisch zu unterminieren. Am Beispiel der Verwendung ornamentaler Strukturen wird gezeigt, wie sich die Arbeiten einer eindeutigen Zuschreibung entziehen und so gerade ihre eigene Ambivalenz zum Thema machen. Damit liefern sie zugleich einen wesentlichen Beitrag zur Debatte um eine global formulierte Kunstgeschichte.** Kunst,Ägypten,Kulturtheorie,Orient,Ambivalenz,Postkoloniale Kritik,Postkolonialismus,Afrikanische Kunst,Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts,Kunstgeschichte des 21. Jahrhunderts,Kunstwissenschaft,Art,Egypt,Cultural Theory,Postcolonial Critique,Postcolonialism,African Art,Art History of the 20th Century,Art History of the 21st Century,Fine Arts Inhalt Vorwort Bemerkungen zur Transkription Einführung 1. Definitorische Orientierung: Öffnung des Ornamentbegriffs als kritische Form 2. Rekurs und Kontext: Die Bedeutung des Ornaments als Modus der Ambivalenz und Reflexion mit Blick auf die ägyptische Kunstgeschichte (Teil I) 3. Methodische Bemerkungen und Künstlerkorpus (Teil II) 4. Verortung ornamentaler Kunstwerke der Gegenwart im transkulturellen Kontext (Teil III) TEIL I. HISTORISCHER ABRISS: DISKURSKOMPLEXE MODERNER ÄGYPTISCHER KUNST IM POLITISCHEN, SOZIALEN UND KULTURELLEN KONTEXT Kapitel 1. Beginn einer modernen ägyptischen Kunst: Die Institutionalisierung künstlerischen Schaffens zu Beginn des 20. Jahrhunderts 1.1 Die nahda-Bewegung als intellektueller Referenzrahmen für die Entwicklung der modernen Kunst in Ägypten 1.2 Suche nach einem nationalen Kunstmodell: Die ägyptische Akademie und ihre Pioniergeneration 1.3 Die ägyptische Modernebewegung im kunsthistorischen Diskurs Kapitel 2. Zwischen Tradition und Moderne: Das spezifische Spannungsverhältnis der asala-mu-asira-Dichotomie 2.1 Genealogien des Modernen in der ägyptischen Kunst im Vor- und Nachfeld der Revolution von 1952 2.2 Die asala-mu‘asira Debatte im künstlerischen und intellektuellen Diskurs Kapitel 3. Das Revival ornamentaler Kunstformen im Zuge der intellektuellen Diskussion um eine zweite nahda 3.1 Ornamentale Formstrukturen und Formulierungen einer ‚modernen islamischen Kunst‘ 3.2 Kritik und Reflexion nach 1967: Ornamentale Konzepte als Ausdruck eines Krisenbewusstseins 3.3 Ambivalente Aneignung traditioneller Ornamentmuster bei Mohamed Taha Hussein Kapitel 4. Globalisierende Kunstbestrebungen im ausgehenden 20. Jahrhundert 4.1 Staatliche Kulturpolitik und die Souveränität der Kunst 4.2 Die Debatte der Hybridisierung im Zuge einer jungen Kunstbewegung Kapitel 5. Künstlerische (Selbst-)Reflexionen im Zuge der ägyptischen Revolution von 2011 5.1 Diskursive Effekte der kollektiven Aufstände: Die Kairoer Kunstlandschaft im Wandel 5.2 Ornamentale Ambivalenz als künstlerischer Ausdruck der Revolution TEIL II. AMBIVALENZ UND WIDERSTAND: ZEITGENÖSSISCHE KÜNSTLERPOSITIONEN AUS ÄGYPTEN Kapitel 6. Ornament und Abstraktion: Reflexive Transformationen traditioneller Formen 6.1 Susan Hefuna – Muster der Performanz in Konzeption und Rezeption 6.2 Marwa Adel – Ornamentale Figuration der Opazität Kapitel 7. Ornament und Repetition: Kritische Hinterfragung symbolischer Formationen 7.1 Khaled Hafez – Über Identität und kulturelle Visualität 7.2 Huda Lutfi – Das reflexive Potential künstlerischer Reihung und Iteration Kapitel 8. Ornament und Schrift: Kalligrafische Strukturen in zeitgenössischem Gewand 8.1 Sameh Ismail – Kalligrafische Malerei als sublime Liniatur TEIL III. METHODISCHER ANSATZ ZUR ANALYSE TRANSKULTURELLER KUNST AM BEISPIEL ORNAMENTALER FORMEN Kapitel 9. Resümee: Gemeinsamkeiten und Differenzen der analysierten Künstlerstrategien 9.1 Konstruktion und Dekonstruktion als strategische Momente ornamentaler Kunst 9.2 Die ägyptische Kunst der Gegenwart im Theoriefeld zeitgenössischer Transkulturalitäts-, Hybriditäts- und Transdifferenzkonzepte Kapitel 10. Ausblick: Erkenntnispotentiale der Analyse ornamentaler Strategien für eine Kunstgeschichte in globaler Perspektive Literatur

Die Strategie der kritischen Unterwanderung vorgefasster Kategorien ist eine wirkmächtige subversive künstlerische Praktik, der innerhalb des postkolonialen Kunstdiskurses eine besonders wichtige Bedeutung zukommt.Wie Judith Bihr anhand zeitgenössischer Kunst aus Ägypten darlegt, begegnen viele Künstler_innen der Problematik der eigenen Verortung, indem sie stereotype Vorstellungen scheinbar bedienen, um diese zugleich künstlerisch zu unterminieren. Am Beispiel der Verwendung ornamentaler Strukturen wird gezeigt, wie sich die Arbeiten einer eindeutigen Zuschreibung entziehen und so gerade ihre eigene Ambivalenz zum Thema machen. Damit liefern sie zugleich einen wesentlichen Beitrag zur Debatte um eine global formulierte Kunstgeschichte.**

Multiple identities: This study illuminates the infiltration of stereotypical concepts of identity in Egyptian art and develops new perspectives for a global history of art.
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