Muße im kulturellen Wandel: Semantisierungen, Ähnlichkeiten, Umbesetzungen
معرفی کتاب «Muße im kulturellen Wandel: Semantisierungen, Ähnlichkeiten, Umbesetzungen» نوشتهٔ Hasebrink, Burkhard (editor);Riedl, Peter Philipp (editor)، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Muße ist ein freies Verweilen in der Zeit jenseits von Zweckrationalismus. Die Eigenzeitlichkeit wird zum Freiraum simultaner Möglichkeiten unserer Lebensgestaltung. Muße zielt auf ästhetisch und räumlich inszenierte Lebensformen, die in der Zeit nicht der Herrschaft der Zeit unterliegen. Konzepte von Muße sind stets eingebettet in ihre historischen und kulturellen Kontexte. Der Band beleuchtet historische Paradigmen der Muße in ihren literarischen Inszenierungen, diskursiven Verflechtungen und performativen Effekten. Die Beiträge aus der Philosophie, Klassischen Philologie, Alten Kirchengeschichte, germanistischen Mediävistik, neueren deutschen Literatur, Anglistik, Soziologie, Geschichtswissenschaft, Archäologie, Kunstgeschichte, Ethnologie und Sinologie untersuchen Muße als anthropologisches und kulturgeschichtlich distinktes Phänomen, das sich Zeitzwängen widersetzt und Freiräume eröffnet. Analysiert werden unterschiedliche Semantisierungen, Ähnlichkeiten und Umbesetzungen, wie beispielsweise ‚Freizeit‘, die Überschneidungen, aber auch gravierende Abgrenzungen zur Muße aufweisen.
Inhaltsverzeichnis Einleitung I Theoretische Bestimmungen Facetten eines Theoria-Entwurfes in der Spätantike Die Räumlichkeit der Muße Muße – Absichtsvolle Absichtslosigkeit Muße und Arbeit Muße und Wissenschaft. Ein Gespräch mit Burkhard Hasebrink und Peter Philipp Riedl II Literarische Konfigurationen Muße in der römischen Literatur. Zwei Inszenierungen in Ennius’ Iphigenie und Plinius’ Epistel 1.6 Zwischen Skandalisierung und Auratisierung. Über gemach und muoze in höfischer Epik ‚A Room with a view‘. Zur Spannung zwischen Kontemplation und Leben in der Welt in den Dorotheenviten des Johannes Marienwerder „Bless me, papa, what a strange place this is“. Muße und Professionalität im englischen Metadrama des 18. Jahrhunderts Muße, Autonomie und Kreativität in der deutschen Dichtung des 18. Jahrhunderts Entschleunigte Moderne. Muße und Kunsthandwerk in der Literatur um 1900 III Kulturelle Formationen Otium in den Provinzen? Archäologische Nachweismöglichkeiten potentieller Mußeräume in der gallorömischen Villenkultur Otium am Oberrhein? Ein Plädoyer Drinnen und draußen. Wüste und Garten als Orte der Muße im Frankreich des 17. Jahrhunderts Children of the Otium. How the French got Leisured (since 1900) Muße und Melancholie – eine nicht nur chinesische Sicht Mu�e ist ein freies Verweilen in der Zeit jenseits von Zweckrationalismus. Die Eigenzeitlichkeit wird zum Freiraum simultaner M�oglichkeiten unserer Lebensgestaltung. Mu�e zielt auf �asthetisch und r�aumlich inszenierte Lebensformen, die in der Zeit nicht der Herrschaft der Zeit unterliegen. Konzepte von Mu�e sind stets eingebettet in ihre historischen und kulturellen Kontexte. Der Band beleuchtet historische Paradigmen der Mu�e in ihren literarischen Inszenierungen, diskursiven Verflechtungen und performativen Effekten. Die Beitr�age aus der Philosophie, Klassischen Philologie, Alten Kirchengeschichte, germanistischen Medi�avistik, neueren deutschen Literatur, Anglistik, Soziologie, Geschichtswissenschaft, Arch�aologie, Kunstgeschichte, Ethnologie und Sinologie untersuchen Mu�e als anthropologisches und kulturgeschichtlich distinktes Ph�anomen, das sich Zeitzw�angen widersetzt und Freir�aume er�offnet. Analysiert werden unterschiedliche Semantisierungen, �Ahnlichkeiten und Umbesetzungen, wie beispielsweise ,Freizeit', die �Uberschneidungen, aber auch gravierende Abgrenzungen zur Mu�e aufweisen Muße ist ein freies Verweilen in der Zeit jenseits von Zweckrationalismus. Die Eigenzeitlichkeit wird zum Freiraum simultaner Möglichkeiten unserer Lebensgestaltung. Muße zielt auf ästhetisch und räumlich inszenierte Lebensformen, die in der Zeit nicht der Herrschaft der Zeit unterliegen. Konzepte von Muße sind stets eingebettet in ihre historischen und kulturellen Kontexte. Der Band beleuchtet historische Paradigmen der Muße in ihren literarischen Inszenierungen, diskursiven Verflechtungen und performativen Effekten. Die Beiträge aus der Philosophie, Klassischen Philologie, Alten Kirchengeschichte, germanistischen Mediävistik, neueren deutschen Literatur, Anglistik, Soziologie, Geschichtswissenschaft, Archäologie, Kunstgeschichte, Ethnologie und Sinologie untersuchen Muße als anthropologisches und kulturgeschichtlich distinktes Phänomen, das sich Zeitzwängen widersetzt und Freiräume eröffnet. Analysiert werden unterschiedliche Semantisierungen, Ähnlichkeiten und Umbesetzungen, wie beispielsweise ‚Freizeit', die Überschneidungen, aber auch gravierende Abgrenzungen zur Muße aufweisen.