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Morphologie und Moderne: Goethes >anschauliches Denken< in den Geistes- und Kulturwissenschaften seit 1800

معرفی کتاب «Morphologie und Moderne: Goethes >anschauliches Denken< in den Geistes- und Kulturwissenschaften seit 1800» نوشتهٔ Maatsch, Jonas (editor)، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Although Goethe’s Morphology drew little notice from natural scientists, his way of conceptualizing the innumerable forms that occur in nature as organic variations of a few basic archetypes was received with immediate interest by scholars in the humanities. This volume compiles studies on Droysen, Dilthey, Simmel, and Wittgenstein, who relied on Goethe’s Morphology trying to master a modern age experienced as increasingly confusing.

So sehr Goethe seine Theorie von der dynamischen Einheit der verschiedenen Naturformen als wesentlichen Beitrag zum naturwissenschaftlichen Diskurs seiner Zeit verstand, so wenig Wertschätzung erfuhr er in einer zunehmend auf physikalische und mathematische Methoden setzenden scientific community. Goethes zentraler Gedanke, dass das Gemeinsame der unterschiedlichen Naturgestalten nicht in abstrakten Allgemeinbegriffen zu fassen sei, sondern sich in der Übersicht über die vielgestaltigen Phänomene anschaulich zeige, fand dagegen früh Aufnahme in die Humanwissenschaften. Wie Goethe bei seiner Naturbetrachtung standen auch die Geistes- und Kulturwissenschaften nach 1800 vor der Herausforderung, eine als zunehmend unübersichtlich empfundene Lebenswelt beschreibend zu ordnen, ohne dabei die lebendigen Entwicklungen in abstrakten Begriffen stillzustellen.
Die Beiträge des vorliegenden Bandes widmen sich der langen Reihe namhafter Autoren, von Wilhelm von Humboldt über Droysen, Dilthey, Simmel und Wittgenstein bis zu Adorno und Jünger, die sich programmatisch auf Goethes Morphologie bezogen haben. Der Band deckt eine bislang noch wenig beleuchtete ideengeschichtliche Kontinuität auf und liefert damit zugleich einen systematischen Beitrag zur aktuellen Diskussion um eine Theorie der Unbegrifflichkeit.

Morphologie und Moderne. Zur Einleitung Form und Idee. Skizze eines Begriffsfeldes um 1800 Goethe und die Idee einer Naturphilosophie »Beweglich und bildsam« Morphologie als implizite Bildtheorie? Stille Tätigkeit und redliches Bemühn. Goethes Selbstbildnis als Morphologe und seine methodischen Implikationen Einheit der Natur und Mystizismus. Zur Rezeption des wissenschaftlichen Goethe am Ausgang des 19. Jahrhunderts Epídosis eis hauto. Zur morphologischen Geschichtsbetrachtung bei Johann Gustav Droysen Bedeutung und Grenzen der Morphologie in Wilhelm Diltheys Goethe-Rezeption Ideen mit den Augen sehen Goethe und Wittgenstein über Morphologie Das Goethe’sche Symbol als Instrument der morphologischen Wandlung in Philosophie und Psychologie Cassirer, Jung und Klages Goethe und die Phänomenologie Weltanschauung, Methode und Naturphilosophie Nachlese: Simmels Goethe-Buch und Benjamins Wahlverwandtschaften-Aufsatz Zarte Empirie und erfahrendes Denken. Kracauer, Benjamin und Adorno als literarisch-philosophische Zeitdiagnostiker Gestalt und Gestaltwandel Morphologie bei Jünger und Goethe ›Gestalt‹ als ästhetische Kategorie. Transformationen eines Konzepts vom 18. bis 20. Jahrhundert Goethe redivivus? Was heißt und zu welchem Ende betreibt man Kulturmorphologie im 20. Jahrhundert? Autorenverzeichnis
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