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Monster in der frühgriechischen Kunst : Die Überwindung des Unfassbaren

معرفی کتاب «Monster in der frühgriechischen Kunst : Die Überwindung des Unfassbaren» نوشتهٔ Lorenz Winkler-Horaček، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2015. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Portrayals of monsters and beasts set in long, alternate rows dominated early Greek art from 700 to about 550 BC. Lorenz Winkler-Horaček shows in detail to what extent Oriental models were adopted - and how and when they were transformed by the pot painters of Corinth. In discovering the systematic structure which the painters invented to arrange monsters and beasts, Lorenz Winkler-Horaček argues for a new historical-anthropological reading: the monsters personify the fantastic dimension of the wilderness beyond the civilisation of the Greek Polis. By this rationalization of the irrational concept of the monster the pot painters created an unrivalled hallmark of the city's identity and power: in the crucial time of the shaping of the Greek polis the Corinthian imagery of monsters and beasts was both ubiquitous in the Mediterranean and very much in demand. Vorwort 9 Einleitung 15 I. Da›mvn oder Dämon: Eine Begriffsbestimmung 35 1. Das ‚Dämonische‘ in der Moderne 41 2. Die Auffassung des Mittelalters und der Spätantike 44 3. ‚Dämonen‘ und die antike Philosophie 46 4. Homer, Hesiod und die da›mone« 49 5. Schadensgeister, Schicksalsmächte und der sog. griechische Volksglaube 53 6. Der Dämon und das Bild 58 II. Monster ohne Mythen: Die Bilder 63 1. Grundlagen 65 1.1. Dekorativ – Ornamental – Gegenständlich 65 1.2. Deskriptiv contra Narrativ 70 1.3. Figur und Interaktion 76 2. Der geflügelte Menschenlöwe (Sphinx) 90 2.1. Sphingen, Keren oder Monster ohne Mythen? 90 2.2. Ex ‚oriente‘ monstrum: Der Weg der Formen 98 Ägypten – Mesopotamien – Syrien 98 Kreta, Mykene und der ‚Orient‘ 104 Assyrien – Nordsyrien – Griechenland 116 Ägypten – Phönizien – Griechenland 128 2.3. Das Bild im frühen Griechenland: Möglichkeiten und Grenzen der Deutung 132 ‚Löwensphinx‘, ‚Stiersphinx‘ und der Fluss der Formen 135 Männlich, weiblich oder geschlechtsneutral? 140 Der Helm 142 Der Polos 145 Die Kopfranken 150 Fazit 163 2.4. Bildkontexte 165 Geflügelter Menschenlöwe und Mensch: Jäger und Gejagter 165 Tierwelten 171 Der geflügelte Menschenlöwe und die Götter 178 Am Rande von Mythos und Lebenswelt 180 2.5. Fazit: Der geflügelte Menschenlöwe, die Tierwelt und der Einfluss des ‚Orients‘ 182 3. Der Menschenvogel (Sirene) 196 3.1. Von der Vielfalt zur kanonischen Form 196 3.2. Ex ‚oriente‘ monstrum: Die Herkunft des Motivs 200 3.3. Zur Deutungsmöglichkeit des Bildes 204 3.4. Bildkontexte 207 Der Menschenvogel und die Tierwelt 207 Das Mischwesen und die Welt der Menschen 211 3.5. Vom Menschenvogel zur Sirene 217 4. Der Greifenlöwe 221 4.1. Die Bildformen 221 4.2. Ex ‚oriente‘ monstrum: Ursprünge 222 4.3. Bildkontexte 228 Das Monster und die Tierwelt 228 Vom Menschen gejagt, von Göttern bezwungen und von Arimaspen bekämpft? 234 4.4. Fazit: Der Greifenlöwe, die Tierwelt und der Einfluss des ‚Orients‘ 237 5. Der Greifenvogel 240 5.1. Die Bildform 240 5.2. Eine griechische Neuschöpfung und die Möglichkeiten ihrer Deutung 242 5.3. Bildkontexte 245 6. „How to make a monster“: Panthervogel, Flügellöwe und noch vieles mehr 246 III. Archaische Tierfriese: Syntax und Verhältnis zur ‚realen‘ Welt 257 1. Der Tierfries von Athen bis Ostgriechenland: Ein Überblick 259 2. Geordnete Tierwelt: Zur Syntax der Tierfriese in der archaischen Vasenmalerei von Korinth 268 2.1. Grundlagen 268 2.2. Die Stellung von Löwe, Panther, Hirsch und Stier. Vier Fallbeispiele 276 Löwe 276 Panther 288 Hirsch und Stier 295 2.3. Die Stellung der Mischwesen 301 3. Der Tierfries und die Wirklichkeit 318 3.1. Zur Bedeutung der Tiere 320 3.2. Der Tierfries und die homerischen Gleichnisse 326 3.3. Löwe – Panther – Mischwesen: real oder fiktiv? 331 IV. Tierwelt – Adel – Polis 339 1. Der Tierfries im Kontext 341 2. Lebenswelten contra Tierwelten 347 2.1. Die Jagd 347 2.2. Symposion und Tänzer 357 2.3. Hoplit und Reiter 366 2.4. ‚Frauenreigen‘ und noch vieles mehr 376 3. Griechisches Selbstverständnis und geordnete Tierwelt: Ein Interpretationsversuch 379 V. Fiktionale Grenzräume im frühen Griechenland 385 1. Mythische Monster und die griechische eschatia 387 2. Monster am Rande der Welt 394 2.1. Ferne Welten und die Kategorien der Räume 394 2.2. Bilder der Ferne 401 3. Fazit 407 Anmerkungen 409 Anhänge I–III 483 Hinweise zu den Anhängen I und II 485 Inhaltsübersicht zu den Anhängen I und II 488 Anhang I. Zur Syntax der Tierfriese in der archaischen Vasenmalerei von Korinth: Die Stellung der Tiere 494 Anhang II. Zur Syntax der Tierfriese in der archaischen Vasenmalerei von Korinth: Die Stellung der Mischwesen 578 Hinweise zu Anhang III 622 Anhang III. Fallbeispiele zur Stellung der Greifenlöwen und der geflügelten Menschenlöwen in den Tierfriesen Ostgriechenlands 623 Anmerkungen zu den Anhängen 628 Zusammenfassung/English Summary 631 Literaturverzeichnis 653 Index 691 Abbildungsnachweise 698 The Focus Of This Work Is On The Monsters (hybrid Creatures) That Appear In Animal Friezes In Greek Vase Painting In General And On Corinthian Pottery In Particular. Although These Monsters Are Sometimes Called Demons In Scholarship, They Are Neither Contemporary Demons Nor Homer's Daimones, But Are Instead Figures Associated With Areas Outside Civilization: The Wilderness, The Depths Of The Sea Or The Earth, Or The Mythic Lands At The Borders Of The Known World. An Analysis Of Animal Friezes On Corinthian Vases Revealed A System That Integrates Monsters Into An Order That Includes Animals, And Establishes A Hierarchical Structuring Principle. Thus, Corinthian Animal Friezes Can Be Seen As Imposing A Kind Of Order Over A Chaotic World Of Creatures Characterized By Their Impossible, Incomprehensible Nature. Daimōn Oder Dämon : Eine Begriffsbestimmung -- Monster Ohne Mythen : Die Bilder -- Archaische Tierfriese : Syntax Und Verhältnis Zur Realen Welt -- Tierwelt, Adel, Polis -- Fiktionale Grenzräume Im Frühen Griechenland -- Anhang 1 : Zur Syntax Der Tierfriese In Der Archaischen Vasenmalerei Von Korinth : Die Stellung Der Tiere -- Anhang 2 : Zur Syntax Der Tierfriese In Der Archaischen Vasenmalerei Von Korinth : Die Stellung Der Mischwesen -- Anhang 3 : Fallbespiele Zur Stellung Der Greifenlöwen Und Der Geflügelten Menschenlöwen In Den Tierfriesen Ostgriechenlands -- Zusammenfassung -- English Summary. Lorenz Winkler-horaček. Revision Of The Author's Thesis--universität Rostock, 2003. Includes Bibliographical References (pages 639-676) And Index. In German; Summary In English.

Bildfriese mit aneinander gereihten Monstern und Wildtieren sind ein Leitmotiv in der frühen Bilderwelt der Griechen (etwa 700 bis 550 v. Chr.). In dem Buch geht es um die Aneignung der Monster-Ikonographie aus dem Orient sowie ihre spezifische Ausformung in der damals führenden Luxuskeramik von Korinth. Lorenz Winkler-Horaček entdeckt das von den Vasenmalern entwickelte Regelsystem, nach dem die Monster und Wildtiere geordnet sind. Damit eröffnet er eine neue anthropologisch-historische Perspektive: die Monster symbolisieren das Unheimliche der Wildnis jenseits der griechischen Zivilisation. Mit der Rationalisierung des Unfassbaren entwickelte Korinth eine Ikonographie, die in der Phase der Konsolidierung der griechischen Polis und in Zeiten der Kolonisation Maßstäbe setzte.

A leitmotif of early Greek art from 700 to about 550 BC is the portrayal of monsters and beasts set in long alternate rows. Both creatures personify the wilderness beyond the Greek city. For the first time in Greek art the pot painters of Corinth introduced a coherent system of arranging monsters and beasts. Lorenz Winkler-Horaček shows in detail how the painters transformed the unreal monsters into rationalised figures of the wilderness.
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