Moderne Politik : Politikverständnisse im 20. Jahrhundert
معرفی کتاب «Moderne Politik : Politikverständnisse im 20. Jahrhundert» نوشتهٔ Kari Palonen (auth.), Dr. phil. Hans J. Lietzmann (eds.)، منتشرشده توسط نشر VS Verlag für Sozialwissenschaften در سال 2001. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Der Band stellt Grundlagentexte des modernen Politik-Verständnisses vor. Ausgewiesene AutoInnen kommentieren und analysieren beispielhafte Vertreter der politischen Theorie der Moderne. Es entsteht ein facettenreiches Bild der Politik des 20. Jahrhunderts. Aus den Traditionen der "klassischen Politik" entfaltet sich im 20. Jahrhundert eine Vielzahl unterschiedlicher Politikverständnisse. Die politische Theorie reagiert damit auf die zahlreichen Umbrüche des Jahrhunderts und formuliert in ihren je unterschiedlichen Begriffen von "Politik" auch unterschiedliche Programmatiken politisch-theoretischer Praxis. An beispielhaften AutorInnen der politischen Theorie analysiert der Band in einer verständlichen Darstellung das Spektrum des modernen "Politik"-Begriffs. Politik dient zur Hypostasierung von Ordnung wie von Dynamik; sie besteht auf staatlicher "Entscheidung" wie auf gesellschaftliche "Integration". Politik wird zur Grundlage totalitärer Politik und Politik reformuliert sich als Konsequenz gerade der Erfahrungen mit den Totalitarismen. Politik wird als die Realisation eines bestimmten Wertprogramms formuliert und dient als analytisches Paradigma in wirklichkeitswissenschaftlicher Absicht. • Das zwanzigste Jahrhundert war eine Epoche des Wandels. In der europäischen -und besonders in der deutschen - Politik und ihrem Selbstverständnis haben die vergangenen hundert Jahre tiefe und mar kante Spuren hinterlassen: von der konstitutionellen Monarchie in die erste deutsche Republik. Die Mutation der Weimarer Demokratie in ein autoritäres Präsidialregime. Die anschließende nationalsozialistische Diktatur. Zur Halbzeit hin eine konstitutionelle Demokratie unter der Hebammenschaft der alliierten Besatzungsarmeen. Und dann eine lange Kontinuität repräsentativer Demokratie mit dem sich nun abzeichnenden Übergang in eine supranationale europäische Governance. • Das zwanzigste Jahrhundert war aber auch eine Epoche umfassen der Gleichzeitigkeit. Denn schon zu seinem monarchischen Beginn melden sich bereits spezifische demokratische Stimmen zu Wort (wie Max Weber, Hermann Heller oder Hans Kelsen), die im Laufe des Jahr hunderts zu Klassikern reifen und selbst in den gegenwärtigen Debatten noch Beachtung finden. Andererseits suchen aber selbst heute noch man che die Lösung anstehendender Probleme im Rückgriff auf mal national staatliche, mal sogar autoritative Modelle, wie sie schon zur Zeit des I. Weltkrieges virulent waren. Front Matter....Pages 1-8 Politik statt Ordnung: Figuren der Kontingenz bei Max Weber....Pages 9-21 Politik und Herrschaft: Georg Jellinek....Pages 23-36 Politik und republikanisches Denken: Hermann Heller....Pages 37-61 Politik als Kompromiß auf einer mittleren Linie: Hans Kelsen....Pages 63-80 Bewahrung durch Umbruch: Die „Konservative Revolution“ in Italien....Pages 81-102 Konstitutionsformen des Politischen: Carl Schmitt....Pages 103-125 Vergänglichkeit und Politik: Walter Benjamin....Pages 127-146 Politik und amerikanischer Pragmatismus: John Dewey....Pages 147-167 Politik und Judentum: Leo Strauss....Pages 169-187 Politisches Handeln: Hannah Arendt....Pages 189-216 Politik der Bürgerschaft: Dolf Sternberger....Pages 217-235 Politik und Verfassung: Politischer Konstitutionalismus....Pages 237-262 Politikwissenschaft als „praktische Wissenschaft“ in der Nachfolge Max Webers: Wilhelm Hennis....Pages 263-285 Politik als System: Zum Politikverständnis in Systemtheorien....Pages 287-310 Politik aus der Erfahrung des Totalitarismus: Cornélius Castoriadis, Claude Lefort, Marcel Gauchet....Pages 311-329 Anmerkungen zur Kritik eines funktionalistischen und finalistischen Politikbegriffes....Pages 331-340 Back Matter....Pages 341-350
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