Mitstreiter im Volkstumskampf: Deutsche Justiz in den eingegliederten Ostgebieten 1939-1945
معرفی کتاب «Mitstreiter im Volkstumskampf: Deutsche Justiz in den eingegliederten Ostgebieten 1939-1945» نوشتهٔ Becker, Maximilian، منتشرشده توسط نشر OLDENBOURG WISSENSCHAFTSVERLAG در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
An IfZ publication In Poland during the Second World War, the German judicial system was part of the National Socialist occupation machine from the outset and became a key element in the policy of “Germanization,” Germany’s principal objective for the annexed portions of Poland. The courts systematically discriminated against Poles, and between September 1939 and the beginning of 1945, imposed thousands of death sentences. * A publication of the “Institut für Zeitgeschichte München-Berlin” Inhalt Vorwort Einleitung I. Besatzungskontext: Ausbeutung, Massenverbrechen und Germanisierung 1. Politische Vorgaben 2. Verwaltungsgliederung und Bevölkerungsstruktur 3. Diskriminierung, Vertreibung und Massenverbrechen 4. Ansiedlung und „Deutsche Volksliste“ II. Organisation der Annexionsjustiz 1. Die Vorgeschichte der Annexionsjustiz: Recht und Justiz zwischen 1933 und 1938 2. Sondergerichte und Staatsanwaltschaften 3. Gerichtsgliederung, Justizverwaltung und Justizpressestellen III. Personalpolitik und Gruppenprofil der Richter und Staatsanwälte 1. Generationenstruktur, Sozialprofil und regionale Herkunft 2. Nazifizierung und Qualifikation der Justizjuristen 3. Personalmangel und Alltagserfahrungen IV. Zivilgerichtsbarkeit im Dienste der Germanisierung 1. Eingriffe in die Eigentumsverhältnisse: Die Enteignung polnischen und jüdischen Besitzes 2. Grundlagen der „Ostrechtspflege“ 3. Die Unterbindung sexueller Kontakte zwischen Deutschen und Polen und die Aufhebung von „Mischehen“ 4. Germanisierung „rassisch wertvoller“ Kinder V. Polizei und Justiz: Kooperation und Kompetenzeinbrüche 1. Standgerichtsbarkeiten 2. Kooperation im Alltag der Strafverfolgung 3. Zusammenarbeit im Strafvollzug VI. Strafverfolgung . 1. Die Basis der Ungleichbehandlung: Sonderrecht und „sinngemäße Anwendung“ deutscher Normen 2. Angeklagte und Sanktionspraxis 3. Die Praxis der Ungleichbehandlung: Strafgerichtsbarkeit über Deutsche und „Fremdvölkische“ VII. Strafvollstreckung und Strafvollzug 1. Strafvollzugsverwaltung. 2. Haftbedingungen 3. Arbeitseinsatz 4. Gnadenverfahren und Vollstreckung der Todesurteile VIII. Die Evakuierung der Haftanstalten und Justizbehörden IX. Karrieren und Ermittlungen nach 1945 X. Die Annexionsjustiz im Vergleich 1. Nationalsozialistische Besatzungsjustiz 2. Sowjetische Justiz in Ostpolen 1939–1941 Schluss Anhang Abkürzungen Verzeichnis der Karten und Tabellen Quellen und Literatur Ungedruckte Quellen Periodika Gedruckte Quellen und Literatur Personenregister Geographisches Register Polen im Zweiten Weltkrieg: Die deutschen Gerichte waren von Beginn an Teil des nationalsozialistischen Besatzungsapparats und zentrale Akteure der Germanisierungspolitik, dem wichtigsten deutschen Ziel im annektierten Teil Polens. Die Justiz zielte nicht nur auf die Diskriminierung der Polen, zwischen September 1939 und Anfang 1945 verhängten die Gerichte tausende Todesurteile. Maximilian Becker analysiert die Geschichte dieser Annexionsjustiz in übergreifender Perspektive. Er untersucht die Straf- und Ziviljustiz, den Strafvollzug, das Personal und die Organisation im Kontext der Besatzungsgeschichte und geht den Ursachen für die radikale Urteilspraxis nach, die in den früh eintrainierten Verhaltensweisen wie auch in der antipolnischen Haltung und in der traditionellen Gesetzesbindung der Juristen begründet liegen. So kommt Becker zu einem überzeugenden Gesamtbild der Funktionsweisen dieser Annexionsjustiz, das persönliche Dispositionen und institutionelle Faktoren verbindet.
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