معرفی کتاب «Mit Leib und Körper : Zur Korporalität in der deutschsprachigen Gegenwartsdramatik» نوشتهٔ Ljubinka Petrović-Ziemer، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die Differenz zwischen Körper und Leib ist radikal - und wird doch erst sinnfällig im Spannungsfeld von Leben und Tod. Solange das Ich lebt und Gebrauch macht vom eigenen Körper, solange der Körper nach eigenen Gesetzmäßigkeiten (re-)agiert, hat das Ich Körper und ist Leib. Trotz dieser markanten Unterscheidbarkeit ist es gerade die Leibdimension, die in den Kulturwissenschaften bisher als Untersuchungsgegenstand vernachlässigt wird. In einer ausführlichen Auseinandersetzung mit leibesphilosophischen Überlegungen, Impulsen aus der Psychologie, aus körperzentrierten Kulturtheorien sowie aus konstruktivistischen Ansätzen entwickelt Ljubinka Petrovic-Ziemer ein interdisziplinär anschlussfähiges körperleib-orientiertes Analysemodell, das sie an Theatertexten der deutschsprachigen Gegenwartsdramatik erprobt. Inhalt Einleitung I. THEORETISCHE UND METHODISCHE GRUNDLAGEN 1. Deutschsprachige Gegenwartsdramatik von Autorinnen im Kontext der Forschung zur Frauendramatik und der Gegenwartsdramatik 1.1 Zur Forschungslage: Frauendramatik zwischen Archäologie und Anachronismus 1.1.1 Genese und Entwicklung der Forschung zur Frauendramatik 1.1.2 Ursachenforschung 1.1.3 Anliegen der Forschung zur Frauendramatik 1.1.4 Die Forschung zur Frauendramatik nach 1945 1.2 Die Dramatik der 1990er Jahre als neue Herausforderung für die Forschung zur Frauendramatik 2. Geschlechterforschung: ein Balanceakt zwischen Dominanz und Vielfalt 2.1 Frauenforschung: vom Protest zu akademischen Theoriedebatten 2.1.1 Kritikpunkte zur feministischen Wissenschaftskritik 2.1.2 Feminismus und Postmoderne 2.1.3 Der gordische Knoten: Gleichheit oder Differenz? 2.2 Geschlechterforschung im Schatten der Vorläuferin 2.2.1 Begriffe als Störfaktoren 2.2.2 Zielvorstellungen und Untersuchungsgegenstand der Geschlechterforschung in den Literaturwissenschaften 2.2.3 Binnendifferenzen der Geschlechterforschung 2.2.4 Aktuelle Tendenzen 2.3 Gender als textanalytische Kategorie 2.4 Impulse aus den Men’s Studies für Textanalysen 3. Gegenwartsdramatik und postdramatisches Theater 3.1 Das Konzept des postdramatischen Theaters 3.1.1 Kritikpunkte am postdramatischen Konzept 3.2 Gegenwartsdramatik 3.2.1 Einstieg 3.2.2 Bestandsaufnahmen und erste Orientierungshilfen 3.2.3 Weiterführung 3.3 Körperleibzentrierte Textanalyse und das (post-)dramatische Potenzial 3.3.1 Das dramatische Potenzial 3.3.2 Das postdramatische Potenzial 4. Körperkonzepte 4.1 Einstieg 4.2 Körperforschung 4.2.1 Der cartesianische Substanzdualismus 4.2.2 Überwindungsversuche des cartesianischen Substanzdualismus 4.3 Begriffliche Unterscheidungen 4.3.1 Der Leib- und Körperbegriff 4.3.2 Körperbild und Körperschema 4.3.3 Prozessualität und Maschinisierung 4.3.4 Geschlechtliche Markierungen 4.4 Aktuelle Körperforschung 4.4.1 Technik und Neue Medien 4.4.2 Die Medizin und die Neuen Technologien 4.5 Körper in Literatur und den darstellenden Künsten 4.5.1 Körper und Literatur 4.5.2 Körper in den darstellenden Künsten 5. Körperleibbezogenes Analysemodell 5.1 Leibesphilosophische Grundlagen der Analyse 5.1.1 Körperpräsenz als Verortung und Verankerung 5.1.2 Wahrnehmung 5.1.3 Leibliche Empfindungen 5.1.4 Bewegung 5.2 Analytische Leitfragen 5.3 Das Staging-Body-Konzept II. TEXTANALYSEN 1. Einführung zum Thema Arbeit 1.1 Veränderungen und ihre Folgen 1.2 Flexibilisierung 1.3 Prekarisierung 1.4 Zeitmaße und Beschleunigung 1.5 Selbstoptimierung 1.6 Arbeitslosigkeit 1.7 Geschlechtsspezifische Ungleichheiten 1.8 Arbeit als Sujet in der deutschsprachigen Gegenwartsdramatik 2. Arbeitsethos im Wandel Elfriede Müller: »Die Bergarbeiterinnen« (1992) 2.1 Theaterkritische und literaturwissenschaftliche Zuordnung 2.2 Zu Geschichte und Geschehen 2.3 Zur Struktur 2.4 Metafiktionaler Auftakt 2.5 Das Staging Body auf Familienbühnen 2.5.1 Der normative Arbeitskörper 2.5.2 Body Options 2.6 Aufmerken und synästhetisches Erkennen 2.7 Wille gegen Empfindung 3. Arbeitslosigkeit Katharina Tanner: »Degerloch Dream« (1995) 3.1 Theaterkritische und literaturwissenschaftliche Zuordnung 3.2 Geschichte und Struktur 3.3 Positionierungen und Staging 3.4 Das Horrorszenario einer Arbeitslosen 3.4.1 Umbrüche 3.4.2 Selektion und Maskerade 3.4.3 Letale Performativität 3.4.4 Affektive Störung 4. Kapitalistische Flexibilität Simone Schneider: »Springerin« (2001) 4.1 Literaturwissenschaftliche Einordnung 4.2 Elliptische Geschichten über Flexibilität und Orientierungslosigkeit 4.3 Aufbau und Struktur 4.4 Staging Body 4.5 Arbeitskonstellationen 4.5.1 (Selbst-)Ausbeutung 4.5.2 Raum-Zeit-Diffusionen 4.5.3 Flexibles Arbeitspersonal 4.5.4 Arbeitssucht 4.5.5 Entschleunigungstendenzen 5. Einführung in das Thema Familie 5.1 Familie im Umbruch 5.1.1 Modernisierung und soziale Lebensformen 5.1.2 Individualisierte Existenzweisen und Marktlogik 5.1.3 Pluralisierung von Lebensgemeinschaften 5.1.4 Redefinition von Elternschaft und Sexualität 5.1.5 Biografischer Pluralismus 5.1.6 Neue Konfliktpotenziale 5.2 Das Sujet Familie in der deutschsprachigen Gegenwartsdramatik 6. Post-familiäre Frauengemeinschaften Friederike Roth: »Erben und Sterben« (1992) 6.1 Interpretationsansätze und der »Gestus von Vergeblichkeit« 6.2 Zur Geschichte 6.3 Struktur und Aufbau des Stücks 6.4 Staging Body 6.4.1 Der vitale und der schwache Körper 6.4.2 Körperdistanzen 6.5 Feinanalyse 6.5.1 Eröffnungsszene: Perzeptive Ambiguität 6.5.2 Der Aufbruch 6.5.3 Progredientes Scheitern und Wendepunkte 6.5.4 Untergangsstimmung und Tod 7. Der angeschlagene Muttermythos Marlene Streeruwitz: »Sloane Square.« (1992) 7.1 Über das streeruwitzsche ästhetische Programm 7.2 Interpretationsansätze zum Stück »Sloane Square.« 7.3 Stückanalyse 7.3.1 Die Geschichte 7.3.2 Der Plot 7.3.3 Staging Body: Die Unterwelt als semi-öffentlicher Raum 7.3.4 Postinzidentale Rituale und Routine 7.3.5 Pränatale Koinzidenz und Prognostik 8. Desaströse Familiengeschichten Jenny Erpenbeck: »Katzen haben sieben Leben« (2000) 8.1 Theaterkritische Zusammenschau 8.2 Verknappte Konfliktgeschichten 8.3 Struktur und Aufbau 8.4 Staging Body 8.4.1 Platzzuweisung im Machtkomplex 8.4.2 Die Überreizung und der Gestus des Haltens 8.4.3 Liege- und Stehpositionen zwischen Loyalität und Rivalität 8.4.4 Liege- und Sitzpositionen im Angesicht des Todes 8.4.5 Körperleib zwischen Ästhetik und Philosophie 8.5 Körperleib im Konflikt 8.5.1 Der Prolog: Dissidente Schmerz-Figuren 8.5.2 Mutter-Tochter-Konflikte 8.5.3 Der Epilog: Seitenwechsel Schlussbetrachtung Literaturverzeichnis Primärliteratur Interviews und Kritiken Theater/Dramatik mit den Schwerpunkten Frauenund Gegenwartsdramatik Geschlechterforschung Körperkonzepte Weitere Literatur Die Differenz zwischen Körper und Leib ist radikal - und wird doch erst sinnfällig im Spannungsfeld von Leben und Tod. Solange das Ich lebt und Gebrauch macht vom eigenen Körper, solange der Körper nach eigenen Gesetzmäßigkeiten (re- )agiert, hat das Ich Körper und ist Leib. Trotz dieser markanten Unterscheidbarkeit ist es gerade die Leibdimension, die in den Kulturwissenschaften bisher als Untersuchungsgegenstand vernachlässigt wird. In einer ausführlichen Auseinandersetzung mit leibesphilosophischen Überlegungen, Impulsen aus der Psychologie, aus körperzentrierten Kulturtheorien sowie aus konstruktivistischen Ansätzen entwickelt Ljubinka Petrovic-Ziemer ein interdisziplinär anschlussfähiges körperleib-orientiertes Analysemodell, das sie an Theatertexten der deutschsprachigen Gegenwartsdramatik erprobt
Die Differenz zwischen Körper und Leib ist radikal - und wird doch erst sinnfällig im Spannungsfeld von Leben und Tod. Solange das Ich lebt und Gebrauch macht vom eigenen Körper, solange der Körper nach eigenen Gesetzmäßigkeiten (re-)agiert, hat das Ich Körper und ist Leib.Trotz dieser markanten Unterscheidbarkeit ist es gerade die Leibdimension, die in den Kulturwissenschaften bisher als Untersuchungsgegenstand vernachlässigt wird. In einer ausführlichen Auseinandersetzung mit leibesphilosophischen Überlegungen, Impulsen aus der Psychologie, aus körperzentrierten Kulturtheorien sowie aus konstruktivistischen Ansätzen entwickelt Ljubinka Petrovic-Ziemer ein interdisziplinär anschlussfähiges körperleib-orientiertes Analysemodell, das sie an Theatertexten der deutschsprachigen Gegenwartsdramatik erprobt.
Die Differenz zwischen Körper und Leib ist radikal - und wird doch erst sinnfällig im Spannungsfeld von Leben und Tod. Trotz dieser markanten Unterscheidbarkeit ist es gerade die Leibdimension, die in den Kulturwissenschaften bisher als Untersuchungsgegenstand vernachlässigt wird. In einer ausführlichen Auseinandersetzung mit leibesphilosophischen Überlegungen, Impulsen aus der Psychologie, aus körperzentrierten Kulturtheorien sowie aus konstruktivistischen Ansätzen entwickelt Ljubinka Petrovic-Ziemer ein interdisziplinär anschlussfähiges körperleib-orientiertes Analysemodell, das sie an Theatertexten der deutschsprachigen Gegenwartsdramatik erprobt. Körper,Gender,Dramatik,Theater,Arbeit und Familie,Theaterwissenschaft,Germanistik,Kulturwissenschaft,Body,Theatre,Theatre Studies,German Literature,Cultural Studies