Mit Freundschaft oder mit Recht? inner- und außergerichtliche Alternativen zur kontroversen Streitentscheidung im 15. - 19. Jahrhundert ; [wissenschaftliches Kolloquium der Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung e.V. und zugleich Jahrestagung des
معرفی کتاب «Mit Freundschaft oder mit Recht? inner- und außergerichtliche Alternativen zur kontroversen Streitentscheidung im 15. - 19. Jahrhundert ; [wissenschaftliches Kolloquium der Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung e.V. und zugleich Jahrestagung des» نوشتهٔ Cordes, Albrecht (editor)، منتشرشده توسط نشر Böhlau Verlag در سال 2015. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
## Vorwort Die Tagung, deren Vorträge in diesem Band präsentiert werden, fand vom 2 . bis zum 4 . Oktober 2013 in Wetzlar statt . Es handelte sich um das wissenschaftliche Kolloquium der Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung e .V . und zugleich um die Jahrestagung des Frankfurter LOEWE-Schwerpunkts »Außergerichtliche und gerichtliche Konfliktlösung« . Die Teams der Reichskammergerichtsgesellschaft, des LOEWE-Schwerpunkts und meines Frankfurter Lehrstuhls haben die Tagung in vorbildlicher Weise organisiert . Anette Baumann und Andreas Karg sowie Maria Caterina Arnaldi Klink, Bettina Gaedke, Hilke Flechsig und Andrea Müller verdienen besondere Erwähnung . Peter Oestmann war an der Konzeption der Tagung beteiligt und hat sie mit einem inspirierenden, hier aber nicht veröffentlichten Einleitungsreferat eröffnet . Auch die Beiträge von Johanna Bergann, Anna Meiwes, Florian Lehrmann und Steffen Welker gelangten aus unterschiedlichen Gründen nicht zum Druck . Umgekehrt konnten die Referate von Antonio Sánchez Aranda und Horst Carl aus Gesundheitsgründen in Wetzlar nicht persönlich gehalten, aber für den Tagungsband nun zur Verfügung gestellt werden . Ellen Franke verfasste einen schönen Tagungsbericht, der auch auf die hier nicht veröffentlichten Vorträge hinweist . 1 Die Herausgeber der »Grünen Reihe« haben der Aufnahme des Bandes zugestimmt, der Böhlau-Verlag in Fortsetzung der guten Zusammenarbeit die Veröffentlichung übernommen . Der LOEWE-Schwerpunkt hat den Druck des Bandes finanziert . Die Redaktion lag in den bewährten Händen von Anika Auer . Allen Beteiligten sei für die vorbildliche Zusammenarbeit herzlich gedankt! Albrecht Cordes 1 Der Bericht ist online abrufbar unter: http://hsozkult .geschichte .hu-berlin .de/index .asp?id=5316&view=pdf&pn=tagungs berichte (23 .10 .2014) . Albrecht Cordes 1 »Mit Freundschaft oder mit Recht« Quellentermini und wissenschaftliche Ordnungsbegriffe Die Verwendung von Quellentermini als wissenschaftliche Ordnungsbegriffe ist für Rechtshistoriker verführerisch . Wie kann man besser unter Beweis stellen, dass man die alte Rechtssprache ernst nimmt und ihre Nähe sucht? 2 Zumal wenn man mit diesem Verfremdungseffekt das Interesse des Publikums wecken kann? Die Überzeugung, dass es eine enge, wechselbezügliche Verbindung zwischen Recht und Sprache gibt, ist nicht nur romantisches Erbe aus der Zeit der Brüder Grimm . 3 Auch der hier vorgelegte Sammelband steht in dieser Tradition und trägt als Titel einen im Spätmittelalter weit verbreiteten Ausdruck, ohne dass deshalb alle Autoren auf die Behandlung einschlägiger Quellen verpflichtet worden wären . Es war im Gegenteil auf der Tagung, deren Beiträge dieser Band versammelt, relativ wenig die Rede von Belegen zu »Freundschaft oder Recht« beziehungsweise »Minne oder Recht« . Die beiden Verwendungen entsprechen zwei Arbeitsschritten, die einander ergänzen, aber methodisch sauber zu trennen sind . Das ist etwas schwieriger als es aussieht: Entweder betreibt man Quellenstudien oder aber Kategorienbildung ex post; entweder bemüht man sich um ein besseres Verständnis dessen, was in den Quellen gemeint ist, oder man entwickelt eine moderne, zweckmäßige, mög-1 Wertvolle Vorarbeiten zu diesem Einleitungsartikel leisteten Anika Auer und Alexander Krey . 2 Beispielhaft seien nur zwei klassisch gewordene rechtshistorische Habilitationsschriften aus den frühen 1960er Jahren angeführt, die den Quellenbegriff zum Titel erhoben: Karl Kroeschell, Weichbild . Untersuchungen zur Struktur und Entstehung der mittelalterlichen Stadtgemeinde in Westfalen . Köln/Graz 1960 und Dieter Medicus, Id quod interest . Studien zum römischen Recht des Schadensersatzes . Köln/Weimar/Wien 1962 . 3 Diese philologisch-rechtshistorische Zusammenarbeit prägt etwa auch das Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte, dessen erste Lieferung ebenfalls aus den frühen 1960er Jahren stammt (die 1 . Lieferung ist 1964 erschienen, der 1 . Band, Aachen-Haussuchung, der 1 . Auflage erschien 1971) . Das Werk wurde begründet von dem Germanisten Wolfgang Stammler und herausgegeben von den Rechtshistorikern Adalbert Erler und Ekkehard Kaufmann sowie der Germanistin Ruth Schmidt-Wiegand als philologischer Beraterin . Die frühen 60er Jahre waren, nicht zuletzt angeregt durch die intensiven Diskussionen um das zum Klassiker avancierte Werk von Otto Brunner, Land und Herrschaft . Grundfragen der territorialen Verfassungsgeschichte Österreichs im Mittelalter . Standen bislang vor allem Gerichtsurteile im Fokus der Justizforschung, werden in neueren rechtshistorischen und historischen Forschungsansätzen verstärkt die Alternativen untersucht. In diesem Kontext befassen sich die Beiträge über Epochen- Fächer- und Ländergrenzen hinweg mit der Fragestellung, wie Konflikte, die vor, parallel, nach oder unabhängig von einem streitschlichtenden Gerichtsverfahren beendet wurden, interpretiert werden können. Damit trägt der Band zu einer weiteren Bestandsaufnahme aktueller Forschungstendenzen bei
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