معرفی کتاب «Mikropolitiken Des Friedens: Semantiken Und Praktiken Des Hausfriedens Im 18. Jahrhundert (Bibliothek Altes Reich) (German Edition) (Bibliothek altes Reich, 18)» نوشتهٔ Schmidt-Voges, Inken، منتشرشده توسط نشر De Gruyter De Gruyter Oldenbourg در سال 2015. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
The study investigates how the semantics of peace functioned in domestic conflicts between 1760 and 1810. The analysis of communicative practices of the actors in court reveals the importance of notions of peace in conflict regulation at the political micro-level. This first systematic exploration of the discourse on domestic tranquility demonstrates its role in promoting order during a time of profound change. Vorwort Inhalt 1 Frieden im Haus – Hausfrieden: Befunde, Überlegungen, Konzepte 1.1 Hausfrieden, Haus, Frieden: Eine disparate Forschungslandschaft 1.1.1 Hausfrieden 1.1.2 Haus 1.1.3 Frieden 1.2 Theoretisch-methodische Skizzen 1.2.1 Frieden: Diskurse, Semantiken, Wissen 1.2.2 Haus: Institution, Normen, Ordnungen 1.2.3 Mikropolitik: Praktiken, Strategien, Subjektivierungen 1.2.4 Auau der Arbeit und Vorgehensweise 1.3 Quellen und ihre kommunikative Einbettung 2 Das Wissen vom Hausfrieden: Diskurssemantiken vom 15. bis ins 19. Jahrhundert 2.1 Theologische Diskurse, 15.–17. Jahrhundert 2.1.1 Spätantike und mittelalterliche Voraussetzungen 2.1.2 Hausdiskurse im 16. und 17. Jahrhundert 2.1.3 Fazit: Hausfrieden als gelebte Ordnung 2.2 Juristische Diskurse, 15.–17. Jahrhundert 2.2.1 Grundlagen im römischen und mittelalterlichen Recht 2.2.2 Hausfrieden im Ius Commune und im Strafrecht 2.2.3 Hausfrieden in der Diskussion: 1674–1721 2.2.4 Fazit: Hausfrieden als Rechtssicherheit 2.3 Fluide Diskurse: Hausfrieden im 18. Jahrhundert 2.3.1 Religiöse Literatur 2.3.2 Hausfrieden in politischer Ökonomie und Kameralistik 2.3.3 Journale und Moralische Wochenschriften 2.3.4 Fazit: Die „Verhäuslichung“ des Hausfriedens 2.4 Häuslicher Friede = Hausfriede? Diskurssemantiken 3 Praktiken des Hausfriedens: Gewalt im häuslichen Kontext verhandeln 3.1 Fundamenta Pacis: Normen und Institutionen 3.1.1 Normen häuslichen Lebens 3.1.2 Institutionen der Rechtsprechung 3.2 Materia Pacis: Akteure und Räume 3.2.1 Akteure und Räume 3.2.2 Quantitative Aspekte 3.3 Violationes Pacis: Konfliktfelder 3.3.1 Ehe 3.3.2 Familie 3.3.3 Dienstverhältnis 3.3.4 Nachbarn 3.3.5 Fazit: Hausfriedensbruch oder Unfrieden? 3.4 Negotiationes Pacis: Fallstudien 3.4.1 Herausforderung hausväterlicher Autorität 3.4.2 Männliche Hierarchien im generationellen Übergang 3.4.3 Weibliche Hierarchien im generationellen Übergang 3.4.4 Friedewahrung und nachbarliche fama 3.4.5 Häuslicher Unfrieden als Störung der öentlichen Ruhe 3.4.6 Fazit: Friedewahrung als Problem der Grenzziehung 3.5 Remedia Pacis: Interventionen und Sanktionen 3.5.1 Interventionen aus dem Haus heraus 3.5.2 Interventionen in das Haus hinein 3.5.3 Kirchliche Vermittlungsansätze 3.5.4 Gerichtliche Entscheidungen und Sanktionen 3.5.5 Friedewahrung als Politik auf der Mikroebene 4 Hausfrieden als Mikropolitik. Zusammenfassung und einordnende Überlegungen Anhang: Abbildungsverzeichnis und Tabellen Abbildungsverzeichnis Tabellen Abkürzungsverzeichnis Quellen- und Literaturverzeichnis Personenverzeichnis
Frühneuzeitliche Menschen bedienten sich im Rahmen des gerichtlichen Austrags ihrer häuslichen Konflikte einer spezifischen Friedensrhetorik. Die vorliegende Analyse der kommunikativen Praktiken der Akteure vor Gericht zwischen 1760 und 1810 stellt die Bedeutung von Friedenskonzepten für die Konfliktregulierung auf der politischen Mikroebene heraus. Vor dem Hintergrund der erstmals umfassend erarbeiteten Diskurse zum Hausfrieden wird deren ordnungsstiftende Rolle in einer Zeit tiefgreifenden Wandels greifbar.