Mikrometermessungen von Doppelsternen in den Jahren 1916/1939 : Teil 1: Physische Systeme
معرفی کتاب «Mikrometermessungen von Doppelsternen in den Jahren 1916/1939 : Teil 1: Physische Systeme» نوشتهٔ Karl Heinrich Hintze، منتشرشده توسط نشر de Gruyter GmbH در سال 2021. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Das ursprünglich für den Babelsberger 65 cm-Refraktor von H. STRUVE und seinen Mitarbeitern aufgestellte Beobachtungsprogramm umfaßte sämtliche dem Instrument erreichbaren physischen Systeme. Daneben lief für Abende, die infolge ungenügender Bildbeschaffenheit für die genannten Beobachtungen nicht geeignet waren, ein Beobachtungsprogramm optischer Systeme zur Bestimmung von Eigenbewegungen. Schließlich kam hierzu noch ein drittes Programm, nachdem G. STRUVE im Jahre 1928 zur Messung der inneren Uranustrabanten auf dem Lick Observatory geweilt hatte. Dort war ihm von R. G. AITKEN eine Liste solcher Duplices ausgehändigt worden, die seit langem vernachlässigt worden waren und daher einer Neubeobachtung bedurften. Die Beobachtung dieser sogenannten Reststerne hat G. STRXJVE in den Jahren 1929 bis 1930 allein durchgeführt, während an der Beobachtung der beiden anderen Programme die folgenden Beobachter beteiligt waren: E. BERNEWITZ F (Btz), J. DICK (d), F. PAVEL f (Pav), G. STRUVE | (G£) und H. STRUVE f (H£). Jedes Objekt wurde nach Möglichkeit an vier Abenden gemessen, wobei die Einzelbeobachtung aus sechs Positionswinkeln und vier Doppeldistanzen bestand. Die Messungen erfolgten bei schwach roter Feldbeleuchtung mit dunklem Mikrometerfaden möglichst in der Nähe des Meridians. Da das 65 cm-Objektiv Distanzen bis zu 0"2 zu messen gestattet, sind Schätzungen nur in seltenen und besonders verzeichneten Ausnahmefällen vorgenommen worden. Der Revolutionswert der Mikrometerschraube war aus Messungen der Deklinationsdifferenz eines Bogens der Leidener Zone und des Bogens h Persei zu 13!'236 bestimmt und später gelegentlich überprüft worden. Die Ermittlung der Nullpunktskorrektion des Positionskreises erfolgte mittels eines von H. STRUVE angegebenen Verfahrens, die Anbringung der differentiellen Refraktion erwies sich nur in Ausnahmefällen als notwendig. Es erschien ratsam, die Veröffentlichung des gesamten in Babelsberg gewonnenen Doppelsternmaterials gemäß den soeben skizzierten drei Programmen aufzuteilen und dabei mit den noch heute im Vordergrund des Interesses stehenden physischen Systemen zu beginnen, wie sie auf den nachfolgenden Seiten vorliegt. Die Art der Anordnung entspricht genau der in den Veröffentlichungen der Sternwarte Babelsberg Band XIII, Heft 2, auf die darum hier verwiesen werde. Zum Schluß sei mir gestattet, Herrn Prof. Dr. habil. J. DICK für die Anregung zur Herausgabe des bisher von ihm betreuten Babelsberger Materials und für sein Interesse am Fortschreiten der Arbeit zu danken. Frau Ch. BÖRNER bin ich für die vorbildliche Anfertigung der Offsetdruckvorlagen sowie Frau M. HINTZE für tatkräftige Hilfe bei der Reduktion und Kartierung der Mikrometermessungen und für das Lesen der Korrektur zu großem Dank verpflichtet.
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