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Migration und Weltbürgerrecht : Zur Aktualität eines Theoriestücks der politischen Philosophie Kants

معرفی کتاب «Migration und Weltbürgerrecht : Zur Aktualität eines Theoriestücks der politischen Philosophie Kants» نوشتهٔ Karoline Reinhardt، منتشرشده توسط نشر VERLAG KARL ALBER در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Das Thema Migration wird in Politik, Medien und Öffentlichkeit, aber auch in der Philosophie kontrovers diskutiert. Die vorliegende Studie geht von der These aus, dass sich Kants Überlegungen zum Weltbürgerrecht in einer produktiven Disharmonie zu gegenwärtig vertretenen philosophischen wie politischen "Lagern" in der Migrationsdebatte befinden. Zur Begründung dieser These wird zunächst die neuere Debatte um Migration anhand dreier Theoriestränge vorgestellt, die diese maßgeblich strukturieren: der Kommunitarismus, der egalitaristische Kosmopolitismus und der liberale Nationalismus. Anschließend werden die für die Migrationsdebatte entscheidenden Theoriegänge in Kants politischer Philosophie erschlossen. Auf dieser Grundlage wird schließlich die Produktivität und systematische Relevanz von Kants Theorie für die Hauptfragen der gegenwärtigen Debatte herausgearbeitet und eine rechtsmoralische Migrationstheorie entworfen. Es werden dabei insbesondere die Themengebiete Asyl, (il-)legitime Abweisungsgründe, Staatenlosigkeit, der Erwerb der Staatsbürgerschaft, das Recht auf Auswanderung und individuelle Hilfspflichten sowie die Frage nach der Notwendigkeit einer "weltbürgerlichen Gesinnung" diskutiert. Cover Danksagung Inhaltsverzeichnis Siglenverzeichnis 1. Einleitung: Migration als Herausforderung für die politische Philosophie 1.1 Wanderung, Migration, Flucht 1.2 Politische Philosophie und Wanderungsbewegungen 1.3 Überblick TEIL I: Geschlossene Grenzen – Offene Grenzen: Die Debatte um Migration in der gegenwärtigen politischen Philosophie 2. Die Hauptströmungen der gegenwärtigen Debatte 2.1 Kommunitarismus (Walzer) 2.1.1 Mitgliedschaft als ›Sphäre der Gerechtigkeit‹ 2.1.2 Acht Thesen 2.1.3 Selbstbestimmung ohne geschlossene Grenzen? 2.2 Egalitaristischer Kosmopolitismus (Carens) 2.2.1. Ein Plädoyer für offene Grenzen 2.2.2 Drei Theorien 2.2.3 Legitimatorischer Individualismus und universale Freizügigkeit 2.3 Liberaler Nationalismus (Miller) 2.3.1 Nationen und Einwanderung 2.3.2 Drei Argumente für offene Grenzen 2.3.3 Zuwanderung und Territorialrechte 2.3.4 Die Grenzen der Selbstbestimmung 2.3.5 Legitimatorischer Individualismus und Territorialrechte 2.4 Geschlossene Grenzen – Offene Grenzen: Zwischenfazit TEIL II: Immanuel Kants Weltbürgerrecht in Zum ewigen Frieden und der Rechtslehre 3. Das Thema Migration bei Kant: Einleitung 4. Begriffsklärungen 4.1 Weltbürgerlich 4.2 Weltbürger 4.3 Weltbürgerrecht 5. Zum Kontext und den Adressaten des Weltbürgerrechts in Zum ewigen Frieden und der Rechtslehre 6. Hospitalität und Hostilität: Zum Inhalt des Weltbürgerrechts I 6.1 Das Recht auf Wirtbarkeit 6.1.1 Was ist Hospitalität? 6.1.2 Was ist ›allgemeine‹ Hospitalität? 6.1.3 Welche ›Einschränkung‹? 6.1.4 Kants Vorgänger I: Vitoria 6.1.5 Kants Vorgänger II: Grotius 6.1.6 Keine Hospitalität in der Rechtslehre? 6.1.7 Weltbürgerrecht als Hospitalitätsrecht? 6.1.8 Das China-Japan-Beispiel 6.2 Die Pflicht zur Unterlassung von Feindseligkeiten 6.2.1 Kants Begriff der Feindseligkeit und des Feindes 6.2.2 Der Begriff des Feindes und das Weltbürgerrecht 6.2.3 Grundeigentum und Weltbürgerrecht Analogie zum Argument für Besteuerung Drei Einwände Eine Schwerpunktverschiebung Der Beherrscher als Obereigentümer Obereigentum und öffentlicher Raum 7. Kant und der Kolonialismus: Zum Inhalt des Weltbürgerrechts II 7.1 Kants Kolonialismusbegriff 7.2 Kant als Verteidiger oder als Kritiker des Kolonialismus? 7.3 Kants Kolonialismuskritik 8. Rechte und Pflichten: Zur Form des Weltbürgerrechts 8.1 Das Gebot der Nichtabweisung als unvollkommene Pflicht? 8.2 Korrespondieren dem Weltbürgerrecht positive Pflichten? 8.3 Ergeben sich aus dem Weltbürgerrecht special duties? 9. Zur Begründung des Weltbürgerrechts: Fünf Lesarten 9.1 Recht auf Mitgliedschaft 9.2 Weltöffentlichkeit und Aufklärung 9.3 Friedensfunktionalität 9.4 Das eine »angeborne Recht« 9.5 Das Rechtsprinzip und die Kugelgestalt der Erde 10. Produktive Disharmonie: Ein Zwischenfazit 10.1 Zusammenfassung 10.2 Systematische Einwände 10.3 Mögliche Antworten 10.3.1 Zu wenig Gemeinschaft? 10.3.2 Zu wenig Egalitarismus? 10.3.3 Zu wenig Universalismus? 10.3.4 Zu viel Optimismus? 10.3.5 Zu viel Gemeinschaft? 10.4 Produktive Disharmonie TEIL III: Weltbürgerrecht und Migration 11. Die »Bedingungen der allgemeinen Hospitalität«: Einleitung 12. Das Weltbürgerrecht als Non-refoulement-Prinzip? 12.1 Unterlassungspflichten sind vollkommene Pflichten 12.2 Was bedeutet »Untergang«? 12.2.1 Ist »Untergang« gleichbedeutend mit Tod? 12.2.2 Der ›Untergang des Königs‹ und Kants Personenbegriff 12.2.3 Kant und »die hungernde irische Landbevölkerung« 12.3 Das moralische Selbst als normatives Kriterium für ein Recht auf Asyl 12.4 »What happens when the numbers are not small?« 13. Illegitime und legitime Abweisungsgründe 13.1 Vier Möglichkeiten 13.1.1 Das Verbot der Aneignung fremden Eigentums 13.1.2 Der Inhalt des Kommunikationsaktes 13.1.3 Das Verbot von Verbrechen gegen den Staat 13.1.4 Keine arbiträren Merkmale 13.2 Feindseligkeit als legitimes Abweisungskriterium 13.3 Das Verhältnis von Exklusionsrecht und Souveränität 14. »Der natürliche Mensch ist gleichsam vogelfrei«: Kants Weltbürgerrecht und Staatenlosigkeit 14.1 Was ist Staatenlosigkeit? 14.2 Auf welche philosophische Frage verweist Staatenlosigkeit? 14.3 Zwei Schwierigkeiten 14.3.1 Anachronismusproblem 14.3.2 Institutionalisierungsproblem Weltbürgerrecht und das ›Recht auf Rechte‹ Entschärfung des Institutionalisierungproblems 14.4 Ein Weg aus der Staatenlosigkeit? 15. »An Unbridgeable Gap«? Der Übergang vom Besuchs- zum Gastrecht 15.1 Das Recht auf Mitgliedschaft und der ›wohltätige Vertrag‹ 15.1.1 Einseitiger Erwerb, nicht Wohltätigkeit 15.1.2 Aufenthalt, nicht Mitgliedschaft 15.2 Staatsbürger durch Vertrag? 15.2.1 Freiwilligkeit als zentrales Merkmal von Verträgen 15.2.2 Legitime Einschränkungen der Vertragsfreiheit 16. Das Recht auf Auswanderung 16.1 Der Untertan hat das Recht der Auswanderung 16.2 »[D]er Staat könnte ihn nicht als sein Eigentum zurückhalten« 16.3 Recht auf Auswanderung ohne Recht auf Einwanderung? 17. Nicht nur Rechts-, sondern auch Tugendpflichten 17.1 Zum Begriff der Tugendpflicht 17.2 Hilfspflicht und Pflicht zur Wohltätigkeit 17.3 Die Wohltätigkeit des »reichen Mannes« 17.4 Teilnehmung, Dankbarkeit und weltbürgerliche Gesinnung 18. Mehr als gerechte Mitgliedschaft. Zwischenfazit, Zusammenfassung, Ausblick 19. Literaturverzeichnis 20. Personenregister 21. Sachregister Zsfg.: Das Thema Migration wird in Politik, Medien und Öffentlichkeit, aber auch in der Philosophie kontrovers diskutiert. Die vorliegende Studie geht von der These aus, dass sich Kants Überlegungen zum Weltbürgerrecht in einer produktiven Disharmonie zu gegenwärtig vertretenen philosophischen wie politischen "Lagern" in der Migrationsdebatte befinden. Zur Begründung dieser These wird zunächst die neuere Debatte um Migration anhand dreier Theoriestränge vorgestellt, die diese maßgeblich strukturieren: der Kommunitarismus, der egalitaristische Kosmopolitismus und der liberale Nationalismus. Anschließend werden die für die Migrationsdebatte entscheidenden Theoriegänge in Kants politischer Philosophie erschlossen. Auf dieser Grundlage wird schließlich die Produktivität und systematische Relevanz von Kants Theorie für die Hauptfragen der gegenwärtigen Debatte herausgearbeitet und eine rechtsmoralische Migrationstheorie entworfen. Es werden dabei insbesondere die Themengebiete Asyl, (il-)legitime Abweisungsgründe, Staatenlosigkeit, der Erwerb der Staatsbürgerschaft, das Recht auf Auswanderung und individuelle Hilfspflichten sowie die Frage nach der Notwendigkeit einer "weltbürgerlichen Gesinnung" diskutiert

Das Thema Migration wird in Politik, Medien und Öffentlichkeit, aber auch in der Philosophie kontrovers diskutiert. Die vorliegende Studie geht von der These aus, dass sich Kants Überlegungen zum Weltbürgerrecht in einer produktiven Disharmonie zu gegenwärtig vertretenen philosophischen wie politischen "Lagern" in der Migrationsdebatte befinden.Zur Begründung dieser These wird zunächst die neuere Debatte um Migration anhand dreier Theoriestränge vorgestellt, die diese maßgeblich strukturieren: der Kommunitarismus, der egalitaristische Kosmopolitismus und der liberale Nationalismus. Anschließend werden die für die Migrationsdebatte entscheidenden Theoriegänge in Kants politischer Philosophie erschlossen. Auf dieser Grundlage wird schließlich die Produktivität und systematische Relevanz von Kants Theorie für die Hauptfragen der gegenwärtigen Debatte herausgearbeitet und eine rechtsmoralische Migrationstheorie entworfen. Es werden dabei insbesondere die Themengebiete Asyl, (il-)legitime Abweisungsgründe, Staatenlosigkeit, der Erwerb der Staatsbürgerschaft, das Recht auf Auswanderung und individuelle Hilfspflichten sowie die Frage nach der Notwendigkeit einer "weltbürgerlichen Gesinnung" diskutiert.

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