معرفی کتاب «Menschenrechte in der Einwanderungsgesellschaft : Plädoyer für einen aufgeklärten Multikulturalismus» نوشتهٔ Heiner Bielefeldt، منتشرشده توسط نشر Transcript; Transcript Verlag در سال 2007. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Galt die multikulturelle Gesellschaft in den 1980er Jahren weithin als ein emanzipatorisches Projekt, so löst sie heute eher die Sorge vor autoritären Milieustrukturen aus, die vor allem mit dem Islam assoziiert werden. Heiner Bielefeldt entwickelt das Konzept eines aufgeklärten Multikulturalismus, der sowohl seinen Grund als auch seine Grenzen in den Menschenrechten findet. Von diesem Konzept her analysiert er die aktuellen Kontroversen um Kopftuch, Religionsunterricht, Zwangsverheiratungen, Staatsbürgertests und die Integration muslimischer Minderheiten. Der Band versteht sich als Beitrag zur aktuellen deutschen Integrationsdebatte. Menschenrechte,Multikulturalismus,Einwanderung,Integration,Mensch,Migration,Kultur,Kulturwissenschaft,Soziologie,Human Rights,Human,Culture,Cultural Studies,Sociology Inhalt Vorwort 1. Einführung 1.1 Integration als innenpolitischer Schlüsselbegriff 1.2 Abkehr von der multikulturellen Gesellschaft? 1.3 Aufgeklärter Multikulturalismus Teil I: Menschenrechtliche Grundlagen 2. Der Anspruch der Menschenrechte 2.1 Normativer Universalismus 2.2 Emanzipatorischer Gehalt 2.3 Politisch-rechtliche Durchsetzungsintention 2.4 Zur Modernität der Menschenrechte 3. Menschenrechte als interkulturell anschlussfähige Lerngeschichte 3.1 Exklusive Errungenschaft der »westlichen« Kultur? 3.2 Eine unabgeschlossene Lerngeschichte 3.3 Rückblickende Brückenschläge 4. Grundzüge eines aufgeklärten Multikulturalismus 4.1 Krise der multikulturellen Gesellschaft? 4.2 Antiliberale und liberale Formen des Multikulturalismus 4.3 Menschenrechte auf kulturelle Selbstbestimmung 4.4 Grenzen multikultureller Toleranz 4.5 Unterschiedliche Wege zur Selbstbestimmung 4.6 Zum Konzept einer verbindlichen »Leitkultur« 5. Religiös-weltanschauliche Neutralität des säkularen Rechtsstaats 5.1 Vorsicht gegenüber religionspolitischen Aufladungen des Kulturbegriffs 5.2 Das säkulare Prinzip »respektvoller Nicht-Identifikation« 5.3 Religionsgemeinschaften in der Öffentlichkeit 5.4 Abgrenzung von Formen des weltanschaulichen Säkularismus 5.5 Bindung an die Menschenwürde als verkapptes Religionsbekenntnis? 5.6 Die Gefahr kulturgenetischer Vereinnahmungen des Säkularitätsprinzips Teil II: Exemplarische Streitfragen 6. Islam – Scharia – Grundgesetz 6.1 Eine legitime Themenstellung? 6.2 Die fundamentalistische Opposition: Scharia statt Grundgesetz 6.3 Islamistische Realutopie: Schariapraxis im Rahmen eines Minderheitenstatuts 6.4 Pragmatische Arrangements für die Diaspora: das Grundgesetz im Rahmen der Scharia 6.5 Reformerische Perspektiven: Scharia als Bestandteil der Religionsfreiheit 6.6 »Kulturmuslime« und andere: Distanzierung von der Scharia 6.7 Kein Grund für pauschale Verdächtigungen 7. Auf dem Weg zu einem islamischen Religionsunterricht? 7.1 »Dialog mit dem Islam« 7.2 Religionsunterricht im öffentlichen Schulwesen des säkularen Rechtsstaats 7.3 Provisorische Modelle eines Islamunterrichts 7.4 Anforderungen an islamische »Ansprechpartner« des Staates 7.5 Mögliche Grenzüberschreitungen 8. Das Kopftuch im Schuldienst 8.1 Eine schwer überschaubare Konfliktlage 8.2 Schranken und »Schranken-Schranken« der Religionsfreiheit 8.3 Konkrete Konfliktfelder 8.4 Sonderstellung christlicher Kultur- und Bildungswerte? 8.5 Einzelfallregelungen als Ausweg 9. Bekämpfung von Zwangsverheiratungen 9.1 Zwangsverheiratung als Menschenrechtsverletzung 9.2 Interkulturelle Sensibilität als »Empowerment« 9.3 Patriarchalische Ehrkonzeptionen – nicht spezifisch »islamisch« 9.4 Emanzipation vom Islam und im Islam 9.5 »Arrangierte« und erzwungene Ehen 9.6 Exemplarische Maßnahmen 10. Gesprächsleitfäden und Einbürgerungstests 10.1 Varianten von Einbürgerungstests 10.2 Staatsbürgerrechte als »mittelbare Menschenrechte« 10.3 Grenzen der Überprüfung verfassungspolitischer Loyalität Nachwort Literatur
Galt die multikulturelle Gesellschaft in den 1980er Jahren weithin als ein emanzipatorisches Projekt, so löst sie heute eher die Sorge vor autoritären Milieustrukturen aus, die vor allem mit dem Islam assoziiert werden. Heiner Bielefeldt entwickelt das Konzept eines aufgeklärten Multikulturalismus, der sowohl seinen Grund als auch seine Grenzen in den Menschenrechten findet. Von diesem Konzept her analysiert er die aktuellen Kontroversen um Kopftuch, Religionsunterricht, Zwangsverheiratungen, Staatsbürgertests und die Integration muslimischer Minderheiten.Der Band versteht sich als Beitrag zur aktuellen deutschen Integrationsdebatte.
If in the 1980s the multicultural society was considered largely an emancipatory project, then today it provokes fears of authoritarian milieu structures which are primarily associated with Islam. Heiner Bielefeldt develops a concept of enlightened multiculturalism, the foundations and the limits of which are located in human rights. According to this concept, he analyzes the current controversies around the hijab, religious education, forced marriages, citizenship tests and the integration of Islamic minorities. This book is conceived of as a contribution to the contemporary debate in Germany around integration.