Meister Eckhart in Melk: Studien zum Redaktor Lienhart Peuger. Mit einer Edition des Traktats >Von der sel wirdichait vnd aigenschafft<
معرفی کتاب «Meister Eckhart in Melk: Studien zum Redaktor Lienhart Peuger. Mit einer Edition des Traktats >Von der sel wirdichait vnd aigenschafft<» نوشتهٔ Löser, Freimut، منتشرشده توسط نشر M. Niemeyer; Walter de Gruyter Inc.; Max Niemeyer Verlag در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
In den letzten Jahren gilt das Interesse der Forschung über Eckhart mehr und mehr auch seiner Überlieferung und Wirkung. Hier wird erstmals ein Redaktor seiner Werke in den Mittelpunkt einer Studie gestellt. Der benediktinische Laienbruder Lienhart Peuger aus Melk, auch als Verfasser von Reimpaarreden und als Übersetzer hervorgetreten, hat in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts eine der umfangreichsten Sammlungen deutscher Texte Eckharts zusammengestellt. Der erste Teil der vorliegenden Arbeit gilt Peugers Person und seinen literarischen Interessen. Peuger legte mit mehr als 20 Handschriften den Grundstock für die Bibliothek der Laienbrüder in Melk. Diese Handschriften werden vorgestellt; dabei geht es auch um die Rolle der Laienbrüder im Rahmen der >Melker Reform<, ihre Herkunft, Ausbildung und eigene Schreibtätigkeit. Alle Eckhart-Handschriften Peugers werden unter text- und überlieferungsgeschichtlichen Aspekten beschrieben. Besonderes Augenmerk gilt dabei einer Reihe bisher nicht gedruckter deutscher Predigten Meister Eckharts. Die Beschreibung der Handschriften vermittelt aber auch Einsichten in die Textgeschichte zahlreicher anderer Werke, unter anderem Anselms von Canterbury, Johanns von Neumarkt, Nikolaus' von Dinkelsbühl und in das Schrifttum der "Wiener Schule". Die Melker Eckhart-Überlieferung zeichnet sich durch ihren stark bearbeiteten Charakter aus: Eckhart wird durch Peuger im Sinn einer christologisch und mariologisch orientierten Spiritualität einem klösterlichen Publikum des 15. Jahrhunderts neu erschlossen. Eine Besonderheit der Melker Eckhart-Überlieferung stellt der unikal überlieferte Traktat »Von der sel wirdichait vnd aigenschafft« dar, der von Franz Pfeiffer unter Eckharts Namen als Traktat III seiner Ausgabe abgedruckt wurde. Die vorliegende Arbeit weist nach, daß es sich dabei um eine Kompilation Peugers handelt. Der Traktat wird synoptisch mit seinen Quellen und Vorlagen neu herausgegeben. Dem Leser bietet sich so eine spätmittelalterliche Zusammenschau aller Stellen, an denen sich Eckhart zum "Stichwort Seele" geäußert hat. Weitere kleine Editionen gelten Peugers eigenen Reimpaarreden, einer bisher übersehenen Spruchsammlung mit Sentenzen Eckharts und der Melker Fassung von Eckharts berühmter und umstrittener bürgelîn-Predigt.
Handschriften-, Orts-, Personen- und Werkregister erschließen die Arbeit.
In den letzten Jahren gilt das Interesse der Forschung über Eckhart mehr und mehr auch seiner Überlieferung und Wirkung. Hier wird erstmals ein Redaktor seiner Werke in den Mittelpunkt einer Studie gestellt. Der benediktinische Laienbruder Lienhart Peuger aus Melk, auch als Verfasser von Reimpaarreden und als Übersetzer hervorgetreten, hat in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts eine der umfangreichsten Sammlungen deutscher Texte Eckharts zusammengestellt. Der erste Teil der vorliegenden Arbeit gilt Peugers Person und seinen literarischen Interessen. Peuger legte mit mehr als 20 Handschriften den Grundstock für die Bibliothek der Laienbrüder in Melk. Diese Handschriften werden vorgestellt; dabei geht es auch um die Rolle der Laienbrüder im Rahmen der ›Melker Reform‹, ihre Herkunft, Ausbildung und eigene Schreibtätigkeit. Alle Eckhart-Handschriften Peugers werden unter text- und überlieferungsgeschichtlichen Aspekten beschrieben. Besonderes Augenmerk gilt dabei einer Reihe bisher nicht gedruckter deutscher Predigten Meister Eckharts. Die Beschreibung der Handschriften vermittelt aber auch Einsichten in die Textgeschichte zahlreicher anderer Werke, unter anderem Anselms von Canterbury, Johanns von Neumarkt, Nikolaus' von Dinkelsbühl und in das Schrifttum der "Wiener Schule". Die Melker Eckhart-Überlieferung zeichnet sich durch ihren stark bearbeiteten Charakter aus: Eckhart wird durch Peuger im Sinn einer christologisch und mariologisch orientierten Spiritualität einem klösterlichen Publikum des 15. Jahrhunderts neu erschlossen. Eine Besonderheit der Melker Eckhart-Überlieferung stellt der unikal überlieferte Traktat »Von der sel wirdichait vnd aigenschafft« dar, der von Franz Pfeiffer unter Eckharts Namen als Traktat III seiner Ausgabe abgedruckt wurde. Die vorliegende Arbeit weist nach, daß es sich dabei um eine Kompilation Peugers handelt. Der Traktat wird synoptisch mit seinen Quellen und Vorlagen neu herausgegeben. Dem Leser bietet sich so eine spätmittelalterliche Zusammenschau aller Stellen, an denen sich Eckhart zum "Stichwort Seele" geäußert hat. Weitere kleine Editionen gelten Peugers eigenen Reimpaarreden, einer bisher übersehenen Spruchsammlung mit Sentenzen Eckharts und der Melker Fassung von Eckharts berühmter und umstrittener bürgelîn-Predigt. Handschriften-, Orts-, Personen- und Werkregister erschließen die Arbeit In den letzten Jahren gilt das Interesse der Forschung über Eckhart mehr und mehr auch seiner Überlieferung und Wirkung. Hier wird erstmals ein Redaktor seiner Werke in den Mittelpunkt einer Studie gestellt. Der benediktinische Laienbruder Lienhart Peuger aus Melk, auch als Verfasser von Reimpaarreden und als Übersetzer hervorgetreten, hat in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts eine der umfangreichsten Sammlungen deutscher Texte Eckharts zusammengestellt. Der erste Teil der vorliegenden Arbeit gilt Peugers Person und seinen literarischen Interessen. Peuger legte mit mehr als 20 Handschriften den Grundstock für die Bibliothek der Laienbrüder in Melk. Diese Handschriften werden vorgestellt; dabei geht es auch um die Rolle der Laienbrüder im Rahmen der : elker Reform9 ihre Herkunft, Ausbildung und eigene Schreibtätigkeit. Alle Eckhart-Handschriften Peugers werden unter text- und überlieferungsgeschichtlichen Aspekten beschrieben. Besonderes Augenmerk gilt dabei einer Reihe bisher nicht gedruckter deutscher Predigten Meister Eckharts. Die Beschreibung der Handschriften vermittelt aber auch Einsichten in die Textgeschichte zahlreicher anderer Werke, unter anderem Anselms von Canterbury, Johanns von Neumarkt, Nikolaus' von Dinkelsbühl und in das Schrifttum der "Wiener Schule". Die Melker Eckhart-Überlieferung zeichnet sich durch ihren stark bearbeiteten Charakter aus: Eckhart wird durch Peuger im Sinn einer christologisch und mariologisch orientierten Spiritualität einem klösterlichen Publikum des 15. Jahrhunderts neu erschlossen. Eine Besonderheit der Melker Eckhart-Überlieferung stellt der unikal überlieferte Traktat "Von der sel wirdichait vnd aigenschafft" dar, der von Franz Pfeiffer unter Eckharts Namen als Traktat III seiner Ausgabe abgedruckt wurde. Die vorliegende Arbeit weist nach, daß es sich dabei um eine Kompilation Peugers handelt. Der Traktat wird synoptisch mit seinen Quellen und Vorlagen neu herausgegeben. Dem Leser bietet sich so eine spätmittelalterliche Zusammenschau aller Stellen, an denen sich Eckhart zum "Stichwort Seele" geäußert hat. Weitere kleine Editionen gelten Peugers eigenen Reimpaarreden, einer bisher übersehenen Spruchsammlung mit Sentenzen Eckharts und der Melker Fassung von Eckharts berühmter und umstrittener bürgelîn-Predigt. Handschriften-, Orts-, Personen- und Werkregister erschließen die Arbeit Teil I: Untersuchungen 0. Einleitung: Forschungsstand und Fragestellung 0.1. Zum Stellenwert der Überlieferung von Meister Eckharts deutschen Predigten in Melk 0.2. Der Traktat ›Von der sel wirdichait vnd aigenschafft‹ 0.3. Der Schreiber der Melker Eckharthandschriften 0.4. Lienhart Peuger 0.5. Zielsetzung und Vorgehensweise dieser Arbeit 1. Der Schreiber: Zur Person Lienhart Peugers 2. Die Reimpaarreden Lienhart Peugers: Spirituelle Haltung und Arbeitstechnik 3. Die Handschriften: Peugers literarischer und geistlicher Horizont 4. Die Melker Laienbrüder als Adressaten: Peugers Motivation und sein Zielpublikum 4.1. Publikumsorientierte Motivation 4.2. Bestimmungen für Laienbrüder 4.3. Laienbrüderbibliothek 4.4. Melk und andere Klöster der Melker Reform 4.5. Aufgabenteilung und Bildungshorizont der Laienbrüder 4.6. Bearbeitungen für Laien 5. Die Melker Eckhart-Handschriften 5.1. Melk, cod. 183 (603/L23) = Me4 5.2. Melk, cod. 235 (639/L67) = Me5 5.3. Melk, cod. 1389 (72/B37) = Me7 5.4. Melk, cod. 856 (881/Q10) = Me8 5.5. Melk, cod. 1569 (615/L27) = Me3 5.6. Melk, cod. 1865 (586/L5 = Mel) und cod. 705 (371/G33 = Me2) 6. Die Eckharttexte 6.1. Predigten 6.2. Traktate, Sprüche, Quästionen 6.3. Weitere Mystikertexte 7. Lienhart Peugers Sammlung von Eckhart-Predigten 7.1. Anlage der Sammlung 7.2. Vorlagen 7.3. Maister Ekchart von paris 8. Lienhart Peuger als Redaktor 9. Lienhart Peuger als Kompilator eines geistlichen Sendbriefs 10. Zur Kompilation des Traktats ›Von der sel wirdichait vnd aigenschafft‹ und zu den Hintergründen der Eckhart-Überlieferung in Melk 10.1. Zur Kompilation des Traktats 10.2. Hintergründe der Melker Eckhart-Überlieferung Teil II: Edition des Traktats ›Von der sel wirdichait vnd aigenschafft‹ Zur Textausgabe Anhang 1. Reimpaarreden Lienhart Peugers 1.1 ›Von chlagen der sunten leben‹ 1.2 ›Von der natur hitz‹ 2. Spruchsammlung mit Eckhart-Zitaten aus cod. 235 3. Melker Predigt ›lntravit Iesus‹ Abkürzungen Literaturverzeichnis Abbildung 1 Abbildung 2 Abbildung 3–15 Register Handschriftenregister Ortsregister Personenregister Register der nicht eckhartschen Texte Register der Eckhart zugeschriebenen Werke Die vorliegende Untersuchung gilt zur Hauptsache der Rezeption der Werke Meister Eckharts im österreichischen Benediktinerstift Melk während der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Eckharts Texte finden sich dort ausschließlich in Handschriften des Laienbruders Lienhart Peuger. Diese Handschriften werden detailliert beschrieben. Dabei werden auch bisher unbekannte Texte Eckharts vorgestellt. Eine Darstellung der Rolle Peugers und der Laienbrüder im Zentrum der "Melker Reform" bildet den Hintergrund für eine Untersuchung der redaktionellen Bearbeitungen, die Peuger vornahm. Der Traktat" Von der sel wirdichait vnd aigenschafft", als Unikat in einer Handschrift Peugers überliefert, wurde von der früheren Forschung noch für ein Werk Meister Eckharts gehalten und als solches von Franz Pfeiffer abgedruckt. Die neue Edition bietet den Text gemeinsam mit seinen Vorlagen und führt den Nachweis, daß es sich um eine Kompilation Peugers handelt