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Medizin und Ärzte im deutschen Judentum der Reformära : Die Architektur einer modernen jüdischen Identität

معرفی کتاب «Medizin und Ärzte im deutschen Judentum der Reformära : Die Architektur einer modernen jüdischen Identität» نوشتهٔ Wolff, Eberhard، منتشرشده توسط نشر Vandenhoeck & Ruprecht; Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Company KG در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Aus einem Bilderzyklus, der die Tätigkeit der Prager Beerdigungsbruderschaft darstellt. Auf dem Stuhl sitzend dürfte der Prager jüdische und reformerische Arzt Jonas Jeitteles (1735-1806) abgebildet sein. Die Rechtschreibung dieses Buches folgt, mit Ausnahme der Quellenzitate, den schweizerischen Regelungen. Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. Ärzte und Medizin waren Brennpunkte des grundlegenden kulturellen Wandels, den die Juden in Deutschland in der Zeit der Haskala (der jüdischen Aufklärung) und der sich anschließenden Reformära bis ca. 1850 durchmachten. Eberhard Wolff arbeitet anhand von Detailstudien heraus, dass ein modernes, variables Verständnis vom Jüdischsein und eine differenziert konstruierte jüdische Identität in dieser Zeit gerade unter jüdischen Ärzten entwickelt und gerade anhand medizinisch relevanter Themen diskutiert wurden. An lokalen Beispielen wie Berlin, Hamburg, Göttingen und Dresden werden Themen wie der Reformeifer und das säkularisierte Berufsverständnis jüdischer Ärzte untersucht sowie Reformdebatten um die »frühe Beerdigung«, die jüdische Beschneidung oder die Krankenbesuchsgesellschaften einer Analyse unterzogen. Das entwickelte moderne jüdische Selbstverständnis hatte eine komplexe »Architektur«, die weit über simple »Assimilation« oder ein einfaches Modell hybrider Verschmelzung mit bürgerlichen Werten hinausging. So unterschieden jüdische Ärzte mit einem professionellen Habitus gezielt zwischen ihrer ärztlichen und ihrer jüdischer Identität. In Reformdebatten etablierten sie sich als weltliche Experten des Jüdischen und entwickelten ein kulturelleres Verständnis des Jüdischseins mit neuen Leitwerten und Legitimationen, das kompatibel war mit den Anforderungen der Moderne, ohne mit den jüdischen Traditionen generell zu brechen. Ihr jüdisches Selbstverständnis mit sektoriellen und situativen Differenzierungen sowie bewussten Asymmetrien war der Versuch einer Stabilisierung jüdischer Identität im historischen Wandel. Es war eine eigenständige kulturelle Leistung aufgrund eines originären Modernisierungswillens und nicht nur, um Anerkennung in der christlichen Mehrheitsgesellschaft zu finden

Ärzte und Medizin waren Brennpunkte des grundlegenden kulturellen Wandels, den die Juden in Deutschland in der Zeit der Haskala (der jüdischen Aufklärung) und der sich anschließenden Reformära bis ca. 1850 durchmachten. Eberhard Wolff arbeitet anhand von Detailstudien heraus, dass ein modernes, variables Verständnis vom Jüdischsein und eine differenziert konstruierte jüdische Identität in dieser Zeit gerade unter jüdischen Ärzten entwickelt und gerade anhand medizinisch relevanter Themen diskutiert wurden. An lokalen Beispielen wie Berlin, Hamburg, Göttingen und Dresden werden Themen wie der Reformeifer und das säkularisierte Berufsverständnis jüdischer Ärzte untersucht sowie Reformdebatten um die »frühe Beerdigung«, die jüdische Beschneidung oder die Krankenbesuchsgesellschaften einer Analyse unterzogen. Das entwickelte moderne jüdische Selbstverständnis hatte eine komplexe »Architektur«, die weit über simple »Assimilation« oder ein einfaches Modell hybrider Verschmelzung mit bürgerlichen Werten hinausging. So unterschieden jüdische Ärzte mit einem professionellen Habitus gezielt zwischen ihrer ärztlichen und ihrer jüdischer Identität. In Reformdebatten etablierten sie sich als weltliche Experten des Jüdischen und entwickelten ein kulturelleres Verständnis des Jüdischseins mit neuen Leitwerten und Legitimationen, das kompatibel war mit den Anforderungen der Moderne, ohne mit den jüdischen Traditionen generell zu brechen. Ihr jüdisches Selbstverständnis mit sektoriellen und situativen Differenzierungen sowie bewussten Asymmetrien war der Versuch einer Stabilisierung jüdischer Identität im historischen Wandel. Es war eine eigenständige kulturelle Leistung aufgrund eines originären Modernisierungswillens und nicht nur, um Anerkennung in der christlichen Mehrheitsgesellschaft zu finden.

Ärzte und Medizin waren Brennpunkte des grundlegenden kulturellen Wandels, den die Juden in Deutschland in der Zeit der Haskala (der j©ơdischen Aufkl©Þrung) und der sich anschließenden Reform©Þra bis ca. 1850 durchmachten. Eberhard Wolff arbeitet anhand von Detailstudien heraus, dass ein modernes, variables Verst©Þndnis vom J©ơdischsein und eine differenziert konstruierte j©ơdische Identit©Þt in dieser Zeit gerade unter j©ơdischen Ärzten entwickelt und gerade anhand medizinisch relevanter Themen diskutiert wurden. An lokalen Beispielen wie Berlin, Hamburg, G©œttingen und Dresden werden Themen Investigates, how a modern Jewish identity from mid 18th to mid 19th century was shaped by German Jewish physicians and through medical reform debates like the ones on early burial and circumcision. Eberhard Wolff. Habilitation - Universität, Basel, 2009. Includes Bibliographical References.
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