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Mauern gegen Migration?: Spätrömische Strategie, der Hochrhein-Limes und die Fortifikationen der Provinz "Maxima Sequanorum" - eine Auswertung der Quellenzeugnisse

معرفی کتاب «Mauern gegen Migration?: Spätrömische Strategie, der Hochrhein-Limes und die Fortifikationen der Provinz "Maxima Sequanorum" - eine Auswertung der Quellenzeugnisse» نوشتهٔ Nikolas Hächler, Beat Näf, Peter-Andrew Schwarz، منتشرشده توسط نشر Verlag Schnell & Steiner در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

In spätrömischer Zeit, die oft als Epoche der Völkerwanderung gilt, wurde die Provinz 'Maxima Sequanorum' geschaffen. Auf ihrem Gebiet finden sich zahlreiche Mauern von Befestigungen, zum einen im Norden am Oberrhein sowie am Hochrhein zwischen Basel und Bodensee, zum anderen auch südlich von dieser Linie. Schon seit dem 18. Jahrhundert hat man die spätrömischen Ruinen von Wachtürmen, Kastellen und Stadtmauern archäologisch untersucht. Oft sind sie restauriert worden. Sie gelten als interessant, finden sich in den Inventaren der Denkmalpflege, sind Ausflugsziele und werden für Besuche empfohlen. Doch: Was haben die Römer mit ihnen bezweckt? Was ist ihre geschichtliche Bedeutung? Mauern sind stumm. Antworten suchen die Historiker Nikolas Hächler und Beat Näf sowie der Archäologe Peter-Andrew Schwarz deshalb in Textzeugnissen aus dem Altertum. Was überliefern sie z.B. über die Aufgaben und die Verwendung dieser Anlagen? Lassen sich die Absichten benennen, welche zu ihrem Bau geführt haben? Wozu dienten die Fortifikationen? Und sind sie der römischen Politik und ihren Zielen tatsächlich auch dienlich gewesen? Wie sind die Mauern wahrgenommen und beurteilt worden? Um diese Fragen zu beantworten, schauen die Autoren auch auf den Gesamtraum des späten 'Imperium Romanum'. Anhand der Auswertung von schriftlichen und archäologischen Quellen versuchen sie insbesondere herauszuarbeiten, was die strategische Funktion der Befestigungen gewesen ist. Einleitung 11 A. Ruinen spätrömischer Befestigungen in der Provinz 'Maxima Sequanorum' und ihre Bedeutung. Grundsätzliches zur vorliegenden Testimoniasammlung 11 B. Römische Mauern als historische Monumente – moderne Wahrnehmungen 21 Zur Wissenschaftsgeschichte 26 Gehütete Ruinen und Geschichtsbilder 31 C. Mauern und Geschichte in der Antike 42 D. Die Ruinen der römischen Befestigungen am 'Hochrhein' und die Geschichtsschreibung und Forschung des 19./20./21. Jahrhunderts 42 E. Zur modernen Präsenz der spätrömischen Befestigungen 56 Zum Stand der Forschung 59 Zum Charakter der Grenze und der Erinnerung an sie 65 1. Römische Strategie 66 A. Militärisch relevantes Wissen bei antiken Fachschriftstellern und in der antiken Literatur 70 Vitruv 71 Frontin 75 Pseudo-Hyginus, 'De munitionibus castrorum' und die Frage nach der Standardisierung und Typologie von Befestigungen 75 Prokop 77 Anonymus Byzantinus 78 'Scientia militaris': Ammian, 'Anonymus de rebus bellicis', Vegetius, geographisches, ethnographisches und administratives Wissen 79 Geographisches, ethnographisches und administratives Wissen 83 B Der Kaiser in Aktion 91 Gesetzestexte 91 Befestigungen auf Bildern, Mauern als Symbol 91 Das Auftreten der Kaiser 93 2. Limites, Strategie und Kriegschauplätze in der Kaiserzeit 95 A. Die Alemannen und die Rheingrenze 101 B. Kaiser Gallienus und der Alemannensturm 104 C. Die 'Historia Augusta', spätrömische Geschichtserinnerung und die Militarisierung seit dem 3. Jahrhundert 108 3. Die Erneuerung des Kaisertums durch die Tetrarchie 117 A. Diokletian und Maximian 117 Die Anwesenheit des Kaisers am Rhein. Überquerungen. Brückenköpfe 120 B. Constantius und Maximian 122 Neue Befestigungen, 'legio I Martia' 128 302 Alemannenschlacht bei Vindonissa 132 C. Constantin 133 Alemannensieger, Erfolge am Rhein und im Süden Galliens – religiöse Verklärung des erfolgreichen Herrschers 134 Die fragwürdige Kritik des Zosimos an Constantin 136 Wirken Constantins am Hochrhein-Limes – ein Wachturm und das 'horreum' in Rheinfelden-Augarten West 139 Constantin als Reformer 141 Constantin und die neue 'fides exercitum' 145 Die Reformen der Tetrarchen und das Gebiet zwischen Alpen und Rhein 149 4. Strategie, Verwaltung, Versorgung und Militär-, Provinz- und Truppen organisation 150 A. Organisation des Gebietes. Strategisches Handeln, Erinnerung und Reform 151 B. Die 'Maxima Sequanorum' und ihre Truppen 157 Weitere Truppen, Bodenseeflotte, Schiffe 160 Gallienarmee 162 Verwaltung und Logistik 163 C. Folgen für das Operative 164 Zangenangriffe 164 Befestigungen, römische und germanische Besatzungen, Waffen 164 D. Das Verhältnis zu den 'Barbaren' 175 E Kaisertum und Religion 176 Loyalitätsfragen – der Streit um die 'fides' 178 5. Neue Bürgerkriege nach dem Tode Constantins: Der Silberschatz von Kaiseraugst und das Ringen um legitime Herrschschaft 179 6. Die Usurpation des Magnentius und das geplünderte Kaiseraugst 183 7. Constantius II. 187 A. Zu den Quellen: Ammian und Julian 188 Gallien und die Alemannen bei Ammian und Julian 189 B. Constantius schliesst 354 bei Kaiseraugst Frieden mit den Alemannen und wird 'Alamannicus Maximus' 194 C. Ein weiterer Alemannenfeldzug: 355 gegen die Lentienser am Bodensee und am Rhein 199 D. Eine weitere Usurpation und ein neuer Caesar für den Westen: Silvanus 200 Heermeister und Prätorianerpräfekten unter Constantius II. und Julian 201 Heermeister 201 Prätorianerpräfekten 201 8. Julian 202 A. Die Erhebung Julians zum Caesar und die Strategie des Constantius 202 B. Julian und seine Vorstellungen 205 C. Feldherr und Herrscher in Gallien 208 D. Constantius und Julian: gemeinsame Feldzüge gegen die Alemannen 212 Julian 356 in Gallien 212 Die gemeinsamen Feldzüge der beiden Herrscher im Jahr 356 212 357: Kaiseraugst und der gescheiterte Zangenangriff Julians mit Barbatio 214 E. Julian profiliert sich – der Sieg von Strassburg im August 357 216 F. Julians Strategie und Kriegführung von Paris aus (357–360): Stärkung von Städten, Kastellen und Infrastruktur – aggressive Germanen- und Alemannenpolitik 217 G. Auf dem Wege zum Bürgerkrieg mit Constantius: Von Paris (359) nach Vienne (360) und Kaiseraugst (361) 220 Strategie und Misstrauen 220 Der Usurpator Julian 221 Vadomar 223 Julians Rede in Kaiseraugst 226 9. Valentinian und die Fortsetzung und Verfestigung der Alemannenpolitik (364–375) 231 A. Valentinian und Valens: Das Heer und das Kaisertum 231 Valentinians Rede an die Soldaten – ein Programm für ein neues Kaisertum 232 Etablierung einer Dynastie und Begründung des Kindkaisertums: Valentinians Rede bei der Kaiserernennung Gratians (367) 234 Absprachen zwischen Valentinian und Valens 235 Heermeister, Residenzen 235 Fortsetzung der Politik des Julian und des Constantius? 236 Misserfolge aggressiver Alemannenpolitik 240 B. Panegyriken des Symmachus 368/69 und 370 – Dichtungen des Ausonius: Der Rhein und die Befestigungen künden vom römischen Erfolg 244 C. Bau von Befestigungen 246 Festungsbau im Gebiet des Hochrheins und der rückwärtigen Gebiete 249 Koblenz, Lokalität: Kleiner Laufen (Nr. 27) 256 Etzgen, Lokalität: Rote Waag (Nr. 18) 258 Magidunum 260 Balsthal: 'Tungrecani seniores' 261 Wirkungen des Befestigungsbaus 261 D. Valentinian zieht nach Illyrien – Bau der Festung Robur in der Nähe von Basel 263 Die Quaden und der Tod Valentinians 265 10. Von Gratian zu Theodosius 267 A. Gratian und die Alemannen im Jahr 378 268 B. Die Niederlage von Adrianopel (378) und die Folgen 271 C. Die Usurpation des Magnus Maximus 275 D. Die Usurpation des Eugenius und die Alemannen 276 E. Strategische Grundprobleme 277 Die 'Passio Acaunensium martyrum' als Antwort auf Probleme der Zeit 278 11. Der Fall Roms und die Folgen: Vom Kindkaiser Honorius zu den Burgundern 281 A. Honorius, Stilicho und die Auswirkungen der Völkerwanderung bis 410 282 B. Sorge um die Rheingrenze in der Zeit des Kaisers Honorius (395–423) 284 C. Von der 'Maxima Sequanorum' zur 'Burgundia' 288 Aëtius 288 Die Burgunder im 4. Jahrhundert 290 Vom Mittelrhein in die 'Sapaudia': Das zweite Burgunderreich 292 D. Römische Strategie, burgundisches Königtum und Heiligenkult in einstigen spätrömischen 'castra' 300 Burgund und die einstige 'Maxima Sequanorum' im Merowingerreich 302 E. Spätrömische Militärverteidigung und hagiographische Erinnerung im Kontext: Ausblick auf den heiligen Severin und die Kastelle an der Donau 309 Schluss / Ausblick 312 Verzeichnis der Karten und Abbildungen 317 Wichtigste Testimonia im Überblick 321 Bibliographie 325 Quellen (verwendete Ausgaben und Übersetzungen) 325 Quellen- und Testimoniasammlungen 334 Literatur (mit verwendeten Kurztiteln und Abkürzungen) 335 Fundorte und Literatur 348
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