Matriarchatsfiktionen: Johann Jakob Bachofen Und Die Deutsche Literatur Des 20. Jahrhunderts (Schwabe Interdisziplinar) (German Edition)
معرفی کتاب «Matriarchatsfiktionen: Johann Jakob Bachofen Und Die Deutsche Literatur Des 20. Jahrhunderts (Schwabe Interdisziplinar) (German Edition)» نوشتهٔ Ulrich Boss (editor), Yahya Elsaghe (editor), Florian Heiniger (editor)، منتشرشده توسط نشر Schwabe Verlagsgruppe AG Schwabe Verlag در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die nach wie vor brisante Frage nach dem Verhältnis der Geschlechter und nach den Ursachen für ihre soziale Ungleichheit wurde nie zuvor so nachhaltig und radikal gestellt wie vom Schweizer Juristen und Altertumskundler Johann Jakob Bachofen. Zu seinen Lebzeiten wenig beachtet und heute einer der Autoren, die fast jeder kennt und kaum einer liest, wurde er gegen Ende des 19. und im Lauf des 20. Jahrhunderts in intermittierenden Schüben wechselweise von Feministinnen und Sozialisten, Kommunisten und Anarchisten, Faschisten und Nationalsozialisten wiederentdeckt. Dabei lag der eigentliche Höhepunkt seiner Rezeptionskarriere in den späteren 1920er und den frühen 1930er Jahren. Anders nämlich, als man aus heutiger Perspektive extrapolieren könnte, war Bachofen in der Zwischenkriegszeit nicht der 'glorieux inconnu', als der er heute gelegentlich noch herumgeboten wird, ohne dass sich an den bekannt gebliebenen Namen viel mehr heftete als der in aller Regel ganz falsch oder bestenfalls halb richtig verstandene Titel seines opus potissimum von 1861, Das Mutterrecht. In den germanophonen Ländern bzw. Landesteilen der Zwischenkriegszeit erlebte er ab Mitte der 1920er Jahre eine nie zuvor und hernach nicht wieder dagewesene Konjunktur. Um die Wirkung zu dokumentieren, die von seiner Matriarchatstheorie auf die deutsche Literatur ausging, versammelt der Band Beiträge zur Bachofen-Rezeption von Karl Wolfskehl, Hugo von Hofmannsthal, Franz Kafka, Arthur Schnitzler, Gerhart Hauptmann, Robert Musil, Elias Canetti, Hermann Broch, Thomas Mann und Hans Boesch? sowie zu Bachofens Einfluss auf Fritz Langs 'Metropolis' Inhalt Einleitung Ulrich Boss, Yahya Elsaghe und Florian Heiniger Karl Wolfskehl und der Kampf um Bachofen. Philipp Theisohn Chthonischer Ernst und dionysisches Spiel. Hofmannsthals Bachofen-Rezeption als poetische Re-Mythisierung. Antonia Eder «Sumpfgeschöpfe» und «dunkle» «Mädchenzimmer». Geschlechtermythen bei Bachofen und Kafka. Joanna Nowotny Eine «Bachofensche Vision». Gerhart Hauptmanns Insel der Großen Mutter. Ulrich Boss Die Gouvernante als Hetäre: Bachofen in Schnitzlers Roman Therese. Chronik eines Frauenlebens. Franziska Schößler «Groß & Mutter». Bachofen in Elias Canettis Die Blendung. Florian Heiniger «Weiberzeit»: ‘Mutterrecht’, ‘Hetärismus’ und Faschismusanalyse in Hermann Brochs Verzauberung. Julian Reidy Die vertauschten Köpfe und Thomas Manns politische Bachofen-Rezeption. Yahya Elsaghe Füße, Sumpf und große Mütter. Hans Boeschs Kiosk und Johann Jakob Bachofens Mutterrecht. Elio Pellin und Melanie Rohner Thea von Harbou und Fritz Lang treffen Johann Jakob Bachofen. Für eine neue Lektüre der kulturellen, architektonischen und stadtplanerischen Aspekte im Kultfilm Metropolis. Christine Kanz Autorinnen und Autoren
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