Materialisierung der Rechtswahl im Internationalen Familienrecht : Zur Bedeutung des Schwächerenschutzes im Europäischen Kollisionsrecht
معرفی کتاب «Materialisierung der Rechtswahl im Internationalen Familienrecht : Zur Bedeutung des Schwächerenschutzes im Europäischen Kollisionsrecht» نوشتهٔ Andreas Sahner; Mohr Siebeck GmbH & Co. KG، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Company KG در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Das Europäische Internationale Familienrecht gewährt den Parteien Rechtswahlfreiheit. Es besteht jedoch die Gefahr, dass diese ein Recht wählen, das ihren eigenen Interessen widerspricht. Daher stellt sich die Frage, ob Parteiautonomie ein bloß formelles Prinzip ist oder einen materiellen Kern beinhaltet. Auf der Grundlage eines materiellen Verständnisses von Rechtswahlfreiheit werden die Rom III-Verordnung, die Güterrechtsverordnungen und das Haager Unterhaltsprotokoll daraufhin untersucht, ob sie den Anforderungen zum Schutz der Entscheidungsfreiheit schwächerer Parteien gerecht werden. Die Untersuchung reicht dabei von generalisierten Schutzinstrumenten wie der Begrenzung der Wahlmöglichkeiten über Formvorschriften bis hin zu flexiblen Wirksamkeitskontrollen im Einzelfall. Zugleich dient die Materialisierung der Parteiautonomie als Beispiel für die Materialisierung des Kollisionsrechts und des Rechts im Allgemeinen. Cover Titel Vorwort Inhaltsübersicht Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Einleitung Kapitel 1: Materialisierung, der Schutz schwächerer Parteien und ihre Bedeutung für das Kollisionsrecht § 1 Materialisierung der Rechtsordnung A. Zum Begriff der Materialisierung I. Materialisierung des IPR als neuer Topos II. Die verschiedenen Erklärungsansätze für die Materialisierung 1. Formelles und materielles Recht und Materialisierung als Phänomen des Rechts a) Vielfalt der Definitionen b) Formelles Recht als Verfahrensrecht c) Formeller Vertragsschluss als äußerlicher Vorgang d) Formelles Recht als Gleichbehandlung e) Formelles Recht und materielle Möglichkeit der Wahrnehmung f) Formalität als Technik des Rechts g) Materielles Recht im Internationalen Privatrecht h) Fazit 2. Materialisierung bei Max Weber a) Idealtypen rationalen Rechts bei Weber b) Formelle und materielle Rationalität c) Die soziologische Betrachtung der Materialisierung 3. Systemtheoretische Erklärung der Materialisierung a) Autopoiesis des Rechtssystems und der Code des Rechtssystems b) Entfremdung in der Begegnung mit anderen Systemen c) Modernes Recht: die Entdeckung der Selbstreflexion aa) Die Selbstreflexion des Bürgerlichen Rechts und die dialektische Falle (1) Legitimation durch Vertrag (2) Negative Dialektik der Vertragsfreiheit bb) Fortgesetzte Reflexivität durch Materialisierung: die Responsivität des Rechts 4. Schlussfolgerung: Auswirkungen von Materialisierung auf die rechtlichen Operationen a) Materialisierung als Prozess b) Wechselwirkung zwischen Materialisierung und Formalisierung c) Herausforderung für die Methodik: die „Meuterei auf der Bounty“ d) Exkurs: Besondere Bedeutung der Grundrechte und Generalklauseln aa) Bedeutung der Grundrechte bb) Bedeutung der Generalklauseln e) Materialisierung als generelles Phänomen des Rechts B. Die Materialisierung des Internationalen Privatrechts I. Ideenentwicklung im deutschen IPR: Von der Formalisierung zu Selbstreflexion und Selbstbegrenzung 1. Die kopernikanische Wende a) Die Statutentheorie ab Bartolus b) Kritik an der Statutentheorie c) Rekonstruktion des IPR durch Savigny d) Kodifizierung des Internationalen Privatrechts im EGBGB 2. Die „Entdeckung“ der Interessen im IPR durch Gerhard Kegel 3. Die Entdeckung der Grundrechte im IPR a) Die herrschende Meinung vor dem Spanier-Beschluss b) Die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts c) Rezeption des Urteils aa) Reaktionen aus der Wissenschaft bb) Reform des IPR von 1986 4. Weiterentwicklung der kollisionsrechtlichenTheoriediskussionen a) Weiterentwicklung der Interessenjurisprudenz im IPR b) Interessenjurisprudenz im IPR contra Interessenjurisprudenz c) Die Bedeutung der kulturellen Identität für das IPR II. Die Europäisierung des Kollisionsrechts und Neuerungen in der Idee des IPR 1. Primärrechtliche Grundlagen: ein neues IPR für Europa? a) Überblick b) Die Kompetenz nach dem Amsterdamer Vertrag aa) Binnenmarktbezug bb) Erforderlichkeit der Maßnahme für den Binnenmarkt (1) Grundsätzliches (2) Keine inhaltlichen Vorgaben für den Inhalt der Kollisionsnormen c) Die Kompetenz nach dem Vertrag von Lissabon d) Inhaltliche Vorgaben für das IPR aus dem AEUV? aa) These bb) Bedenken 2. Neue Argumentationstopoi a) Ökonomische Analyse des Internationalen Privatrechts aa) Grundzüge bb) Kritik (1) Rechtsökonomie als Paradigmenwechsel für Methodik und Kollisionsrecht (2) Übertragbarkeit auf das (Internationale) Familienrecht? b) „Materialisierung“ des Kollisionsrechts aa) These: Aufwertung des sachrechtlichen Einflusses bb) Zum Verhältnis von Kollisionsnorm und Sachrecht cc) Zur Verteidigung der internationalprivatrechtlichen Gerechtigkeit c) EIPR als politisches Kollisionsrecht § 2 Parteiautonomie und der Schutz schwächerer Parteien A. Materialisierung durch Parteiautonomie I. Alte Konzepte der und Vorbehalte gegen die Parteiautonomie II. Rekonstruktion der Parteiautonomie 1. Dogmatische Erklärung a) Das Bündelungsmodell b) Dogmatische Analyse der Rechtswahl aa) Unbegrenzte Rechtswahl bb) Begrenzte Rechtswahl 2. Interessen bei der Rechtswahl im Internationalen Familienrecht a) Zur Anknüpfungsverlegenheit im modernen Kollisionsrecht aa) Defizite des Staatsangehörigkeitsprinzips bb) Defizite der Aufenthaltsanknüpfung cc) Anknüpfungspatt im Kollisionsrecht b) Weitere Gründe für die Rechtswahl aa) Förderung der Rechtssicherheit bb) Ökonomische Überlegungen cc) Normative Absicherung durch Grundrechte (1) Schutzbereich der Grundrechte (2) Grenzen der grundrechtlichen Argumentation III. Fazit: Bedeutung für Materialisierung B. Der Schwächerenschutz im Privatrecht I. Kritik der Privatautonomie 1. Privatautonomie und Vertragsfreiheit von Kant bis zum BGB a) Vernunftrechtliche Begründung seit Kant b) Das Konzept in der Rechtswissenschaft 2. Schwächen des Konzeptes a) Kritik am Idealismus b) Reaktionen der Rechtswissenschaften auf die Arbeiterfrage c) Gründe für das Scheitern einer ultraliberalen Auffassung 3. Antwort auf die Kritik: Neubegründung der Privatautonomie a) These und Antithese b) Synthese: die Richtigkeitsvermutung des Vertrags II. Dogmatische Verankerung des Schutzes schwächerer Personen: konkrete Materialisierung 1. Generalisierter Schwächerenschutz: Verbesserung der Vertragsabschlusssituation 2. Flexibler Schutz a) Alte Rechtslage b) Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts c) Umsetzung der Vorgaben durch den BGH aa) Überlegungen in der Literatur bb) Rechtsprechung des BGH 3. Prinzip des Schwächerenschutzes im materiellen Recht – ein Fazit C. Schutz schwächerer Parteien im IPR? Herausforderung der Parteiautonomie I. Die dialektische Falle im IPR 1. Die Parallelität von Sach- und Kollisionsrecht 2. Bedürfnis im Internationalen Familienrecht II. Wer ist schwächere Person im Internationalen Familienrecht? Grundzüge des Schutzsystems 1. Mögliche Defizite der Rechtswahl a) Das Informationsparadigma b) Ausnutzung der Schwächesituation 2. Umsetzung im Kollisionsrecht a) Bekämpfung des Informationsdefizits b) Bekämpfung des Ausnutzens von Schwächesituationen aa) Keine Möglichkeit der Generalisierung bb) Kein Günstigkeitsvergleich cc) Flexibler Schutz im Einzelfall III. Fazit: doppelt-flexibles Recht Kapitel 2: Schwächerenschutz bei der Rechtswahl § 3 Verbot der Rechtswahl A. HUP I. Ausgeschlossene Rechtswahl für bestimmte Unterhaltsverpflichtungen nach Artikel 8 Abs. 3 HUP 1. Grundsätzliches 2. Einzelfragen a) Unterstützungsbedürftige Erwachsene b) Personen unter 18 Jahren aa) Grundsätzliches zur Form bb) Wahl der lex fori cc) Alternative: Günstigkeitsvergleich II. Geltung der lex fori für den Unterhaltsverzicht, Artikel 8 Abs. 4 HUP B. EuPartGüVO-E C. Schlussfolgerungen § 4 Begrenzte Rechtswahlmöglichkeiten A. Allgemeines Konzept B. Zur Rom III-VO I. Die Rechtswahlmöglichkeiten im Einzelnen 1. Der gemeinsame gewöhnliche Aufenthalt zum Zeitpunkt der Rechtswahl a) Grundsätzliches zum gewöhnlichen Aufenthalt b) Begriff des gewöhnlichen Aufenthalts aa) Klassischer Ansatz bb) Funktionale Auslegung cc) Subjektive oder objektive Bestimmung? c) Bestimmung des gewöhnlichen Aufenthalts für die Rechtswahl aa) Notwendigkeit einer funktionalen Auslegung bb) Auslegung nach dem Ziel des Schwächerenschutzes? cc) Auslegung nach den Zielen der Rechtswahl dd) Fazit für den Schwächerenschutz 2. Letzter gemeinsamer gewöhnlicher Aufenthalt bei einseitigem Fortbestehen 3. Staatsangehörigkeit eines der Ehegatten a) Parteien mit mehreren Staatsangehörigkeiten aa) Argumente für eine Zulässigkeit der Wahl jeder Staatsangehörigkeit auf europäischer Ebene bb) Argumente für die Bestimmung der effektiven Staatsangehörigkeit (1) Nationale Lösung des Problems (2) Bedeutung der allgemeinen Grundsätze (3) Ausnahmen von der Effektivitätsprüfung cc) Neukonzeption des Begriffs der effektiven Staatsangehörigkeit b) Flüchtlinge, Asylberechtigte, andere Migrationsformen und Staatenlose aa) Verschiedene Formen der Migration bb) Staatenlose c) Staatsangehörigkeit und interlokales Privatrecht aa) Problemaufriss bb) Rechtfertigung mit internationalprivatrechlichen Interessen cc) Erklärung mit anderen Interessen dd) Einschränkung der Risiken 4. Die Wahl der lex fori a) Rechtfertigung der Wahlmöglichkeit aa) Defizite der internationalprivatrechtlichen Gerechtigkeit bb) Interessen an der Anwendung der lex fori cc) Favor divortii durch Wahl des Rechts des Forums? b) Floating choice of law? aa) Auslegung nach dem Wortlaut bb) Systematische Auslegung cc) Teleologische Auslegung II. Bewertung C. Zum Haager Unterhaltsprotokoll I. Vorbemerkungen II. Die Rechtswahlmöglichkeiten im Einzelnen 1. Staatsangehörigkeit einer Partei a) Mehrstaater b) Staatenlose, Asylsuchende und Flüchtlinge c) Territoriale Rechtsspaltung 2. Gewöhnlicher Aufenthalt einer Partei 3. Akzessorische subjektive Anknüpfungen im HUP a) Grundsätzliche Argumente für die akzessorische Anknüpfung b) Probleme der Anknüpfung 4. Wahl der lex fori a) Die Lösung von Artikel 7 HUP b) Teleologische Einschränkung von Artikel 7 Abs. 2 HUP? III. Bewertung, Zusammenfassung der Ergebnisse und Vergleich mit Rom III-VO D. Zu den EuGüVOen I. Vorbemerkung II. Wahl des Rechts des gewöhnlichen Aufenthalts III. Wahl des Heimatrechts einer Partei IV. Keine Wahl der lex fori und akzessorische Verweisungen 1. Wahl der lex fori 2. Akzessorische Anknüpfungen und Teilrechtswahl 3. Akzessorische Wahl an das Partnerschaftsbegründungsstatut E. Zusammenfassung der Ergebnisse § 5 Formvorschriften A. Funktion der Formerfordernisse I. Grundsätzliche Ziele II. Formerfordernisse im IPR 1. Das Formstatut von Rechtsgeschäften 2. Besonderheiten des Internationalen Familienrechts 3. Andere Interessenlage bei der Rechtswahl B. Formerfordernisse in den drei Rechtsakten des Europäischen Internationalen Familienrechts I. Zur Rom III-VO 1. Die Formerfordernisse de lege lata a) Grundsatz aa) Qualifizierte Schriftform (1) Brüssel Ia-VO (2) EuUnthVO (3) Rom III-VO bb) Elektronische Übermittlung cc) Rechtswahl im Prozess (1) Problemstellung (2) Lösung de lege lata (a) Praktische Relevanz der Fragestellung (b) Zulässigkeit weitergehender Formvorschriften b) Kumulation mit anderen Formerfordernissen 2. Kritik und die Formerfordernisse de lege ferenda II. Zum HUP 2007 1. Die Formerfordernisse de lege lata a) Wahl nach Artikel 8 Abs. 1 HUP b) Wahl nach Artikel 7 HUP c) Weitergehende Formvorschriften der Mitgliedstaaten aa) Sinnhaftigkeit weitergehender Formvorschriften bb) Zulässigkeit nach der herrschenden Meinung 2. Kritik III. Zu den Güterrechtsverordnungen 1. Formvorschriften de lege lata 2. Kritische Betrachtung IV. Zusammenfassung § 6 Der materielle Vertragsschluss A. Vorgaben der Kollisionsrechtsakte I. Rom III-VO und die Güterrechts-VOen 1. Bestimmung des Rechtswahlstatuts 2. Autonome Vorgaben an die Rechtswahl a) Rechtswahl als „Vereinbarung“ aa) Die Vorgaben der Rom III-VO bb) Dogmatische Konsequenz und Bewertung b) Zulässigkeit der konkludenten Rechtswahl? aa) Konkludente Rechtswahl im Internationalen Familienrecht (1) Möglichkeit einer konkludenten Erklärung in Schriftform (2) Gefahr einer Überstrapazierung der konkludenten Rechtswahl bb) Autonome Vorgabe oder Frage des Rechtswahlstatuts cc) Zulässigkeit der konkludenten Erklärung 3. Einwand der fehlenden Bindung a) Hintergrund der Vorschrift und Anwendung b) Anwendungsbereich im Familienrecht 4. Fazit II. Haager Unterhaltsprotokoll 1. Autonome Vorgaben 2. Bestimmung des Rechtswahlstatuts a) Grundsätzliche Anknüpfung b) Einwand der fehlenden Bindung? B. Schutz durch das Rechtswahlstatut I. Umfang des Rechtswahlstatuts in den Europäischen Verordnungen II. Umfang des Rechtswahlstatuts beim Haager Unterhaltsprotokoll Kapitel 3: Schwächerenschutz nach Vertragsschluss § 7 Ordre public und ähnliche Instrumente A. Ordre public I. Allgemeine Einordnung des ordre public 1. Voraussetzungen des ordre public 2. Rechtsfolgen des ordre public 3. Erste Schlussfolgerungen für die Untersuchung II. Der ordre public im Europäischen Internationalen Familienrecht 1. Der Tatbestand der Vorbehaltsklauseln in den einzelnen Rechtstexten a) Die verschiedenen Formulierungen der Vorbehaltsklausel aa) Rom III-VO und die Güterrechtsverordnungen bb) HUP b) Anwendung eines fremden Rechts c) Anwendung und konkretes Ergebnis aa) HUP bb) Rom III-VO und EuGüVOen d) Verstoß gegen die öffentliche Ordnung des Forums aa) Europäischer ordre public? (1) Krombach ./. Bamberski (2) Weiterentwicklung der Rechtsprechung (3) Herausbildung eines autonomen Instruments? Diskussion und Gesetzgebung (a) Reaktionen (b) Mehrdeutigkeit der Antwort bb) Grenzen des ordre public im Internationalen Familienrecht durch Europarecht, insb. Grundrechte (1) Grenzen durch sekundäres EU-Recht (2) Einfluss des EU-Primärrechts, insbesondere der Grundrechtecharta (a) Ansatzpunkt in den Verordnungen (b) Weite und enge Auslegung des Begriffs der „Durchführung“ (c) Rechtsprechung des EuGH und des Bundesverfassungsgerichts (aa) Åkerberg Fransson und Pfleger (bb) Kontroverse um das Urteil (cc) Die Position des Bundesverfasungsgerichts (dd) Folgerechtsprechung des EuGH (ee) Fazit (d) Durchführung des EU-Rechts im Internationalen Familienrecht (aa) GRCh-Bindung auf den verschiedenen Stufen der Kollisionsrechtsanwendung (bb) EU-Grundrechte und ordre public (e) Fazit e) Intensität des Widerspruchs f) Inlandsbezug g) Folgen des Verstoßes aa) Allgemein bb) Besondere Möglichkeiten bei der Rechtswahl III. Bewertung des ordre public als Instrument zum Schwächerenschutz B. Artikel 10 Rom III-VO als neue Art der Vorbehaltsklausel I. Entstehungsgeschichte von Artikel 10 Rom III-VO II. Dogmatische Analyse von Artikel 10 Rom III-VO 1. Die Rechtsfolgen von Artikel 10 Rom III-VO a) Ersatz des gesamten Statuts b) Zwang c) Ersatzrecht 2. Artikel 10 Var. 1 Rom III-VO a) Unscheidbarkeit der Ehe b) Dogmatische Einordnung von Artikel 10 Var. 1 Rom III-VO 3. Artikel 10 Var. 2 Rom III-VO a) Gewährung gleichberechtigten Zugangs aa) Ungleichbehandlung im islamischen und jüdischen Recht bb) Bedeutung des Zugangs zur Scheidung b) Teleologische Reduktion? aa) Gründe für eine teleologische Reduktion bb) Argumente gegen die teleologische Reduktion 4. Kritik § 8 Wirksamkeitskontrolle der Rechtswahl im Europäischen Internationalen Familienrecht A. Rechtswahlkontrolle nach Artikel 8 Abs. 5 HUP I. Unbilligkeit und Unangemessenheit der Rechtswahl 1. Autonomer oder nationaler Bewertungsmaßstab? a) Unterschiedliche Ansätze in der Literatur b) Stellungnahme 2. Der autonome Bewertungsmaßstab a) Funktion und Bedeutung von Artikel 14 HUP b) Unangemessenheit und Unbilligkeit des Ergebnisses aa) Die Extremfälle (1) Verlust des Anspruchs durch die Rechtswahl (2) Entstehung des Anspruchs durch die Rechtswahl bb) Die übrigen Fälle: Abweichungen im Umfang des Anspruchs (1) Unbilligkeit und Unangemessenheit der Abweichung (2) Modalitäten der Unterhaltsgewährung c) Offensichtlichkeit II. Spezifisches Verhandlungsdefizit: Mangelnde Informationen 1. Funktionsweise und Bedeutung der Informationen 2. Umfang der Informationen 3. Wie wird sichergestellt, dass die Parteien alle Informationen erhalten? a) Information, über die die Parteien selbst verfügen b) Informationen durch spezielle Formvorschriften c) Staatliche Informationen aa) Behörden bb) Internet (1) Website des EJN (2) Andere internationale Websites (3) Nationale Webseiten d) Rechtsberatung aa) Notarielle Beratung nach deutschem Recht bb) Anwaltliche Beratung e) Fazit III. Rechtsfolgen IV. Bewertung der Wirksamkeitskontrolle im HUP 1. Grundsätzliche Bedeutung 2. Anwendungsbereich der Wirksamkeitskontrolle a) Unbilligkeit des Ergebnisses b) Schutz bei der Rechtswahl aa) Artikel 7 Abs. 1 HUP bb) Artikel 7 Abs. 2 HUP 3. Abstellen auf das Informationsdefizit a) Schutzlücken durch die Verengung b) Schwierigkeiten der Generalisierung c) Fazit B. Rechtswahlkontrolle im Anwendungsbereich der Rom III-VO I. Sinn und Zweck einer Billigkeitskontrolle der Rechtswahl im Rahmen der Rom III-VO 1. Meinungsbild in der Literatur 2. Eigene Stellungnahme a) Zum Schutzniveau der Rom III-VO b) Abwägung mit anderen Prinzipien der Rom III-VO II. Zulässigkeit einer Rechtswahl in der Rom III-VO 1. Gebotenheit der Wirksamkeitskontrolle a) Nationale oder supranationale Ebene b) Begründung der Rechtswahlfreiheit durch Europäische Grundrechte aa) Keine Verbürgung in Artikel 15, 16 GRCh bb) Artikel 7 und 9 GRCh cc) Parteiautonomie als allgemeiner Rechtsgrundsatz des Unionsrechts c) Andere allgemeine Rechtsgrundsätze des Unionsrechts aa) Der Schutz des Schwächeren als allgemeiner Rechtsgrundsatz bb) Solidaritätsgrundsatz cc) Verbot des Rechtsmissbrauchs/Sittenwidrigkeit dd) Effektivitätsgrundsatz 2. Durchführung der Wirksamkeitskontrolle 3. Dogmatische Begründung der Wirksamkeitskontrolle im Rechtswahlstatut 4. Autonome Kriterien der Rechtswahl a) Ausgangspunkt: einseitig belastendes, unangemessenes Ergebnis aa) Defizite der internationalprivatrechtlichen Gerechtigkeit (1) Probleme der Staatsangehörigkeitsanknüpfung (a) Mehrfache Staatsangehörigkeit (b) Staatsangehörigkeit und territoriale Rechtsspaltung (2) Die Wahl der lex fori bb) Gerechtigkeitsdefizite auf materiellrechtlicher Ebene (1) Das Leitbild vom favor divortii (2) Kriterium für die Unbilligkeit: radikale Anerkennung des Parteiwillens (a) Unterschiede in zeitlicher Hinsicht, insb. Trennungsfristen (b) Unterschiede in den Scheidungsgründen cc) Fazit b) Defizit der Willensbildung: das Informationsprinzip und weitergehende Konzepte aa) Informationsprinzip (1) Begründung des Ansatzes (2) Dogmatik (a) Umfang der Infortmationen (b) Informationsmöglichkeiten zum Scheidungsrecht bb) Weitere Defizite der Entscheidungsfreiheit C. Rechtswahlkontrolle im Anwendungsbereich der Güterrechts-VOen I. Notwendigkeit und Zulässigkeit einer Wirksamkeitskontrolle II. Dogmatische Grundzüge der Wirksamkeitskontrolle 1. Offensichtlich unangemessenes und unbilliges Ergebnis 2. Spezifisches Defizit der Parteiautonomie D. Fazit Gesamtergebnis: Zusammenfassung und Ausblick Entscheidungsregister Literaturverzeichnis Sachregister Das Europaische Internationale Familienrecht Gewahrt Den Parteien Rechtswahlfreiheit. Es Besteht Jedoch Die Gefahr, Dass Diese Ein Recht Wahlen, Das Ihren Eigenen Interessen Widerspricht. Daher Stellt Sich Die Frage, Ob Parteiautonomie Ein Bloss Formelles Prinzip Ist Oder Einen Materiellen Kern Beinhaltet. Auf Der Grundlage Eines Materiellen Verstandnisses Von Rechtswahlfreiheit Werden Die Rom Iii-verordnung, Die Guterrechtsverordnungen Und Das Haager Unterhaltsprotokoll Daraufhin Untersucht, Ob Sie Den Anforderungen Zum Schutz Der Entscheidungsfreiheit Schwacherer Parteien Gerecht Werden. Die Untersuchung Reicht Dabei Von Generalisierten Schutzinstrumenten Wie Der Begrenzung Der Wahlmoglichkeiten Uber Formvorschriften Bis Hin Zu Flexiblen Wirksamkeitskontrollen Im Einzelfall. Zugleich Dient Die Materialisierung Der Parteiautonomie Als Beispiel Fur Die Materialisierung Des Kollisionsrechts Und Des Rechts Im Allgemeinen. "Parties in European International Family Law are required to decide freely which law they use, even though there is a danger that this could be against their best interests. So under which circumstances can such choice be considered free? Andreas Sahner's study details the materialisation of the conflict of laws through choice of law and presents the concept of the protection of the weaker party's autonomy in International Family Law"-- Publisher's website
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