Marsilio Ficinos Selbstdarstellung: Untersuchungen Zu Seinem Epistolarium (Beitrage Zur Altertumskunde) (German Edition) (Beiträge Zur Altertumskunde, 352)
معرفی کتاب «Marsilio Ficinos Selbstdarstellung: Untersuchungen Zu Seinem Epistolarium (Beitrage Zur Altertumskunde) (German Edition) (Beiträge Zur Altertumskunde, 352)» نوشتهٔ Ursula Tröger، منتشرشده توسط نشر Walter de Gruyter GmbH & Co KG در سال 2016. این کتاب در 34 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die Briefe des der Nachwelt vor allem als Philosoph und Platonübersetzer bekannt gebliebenen Florentiner Humanisten Marsilio Ficino (1433-1499) dienten bisher in erster Linie als philosophiegeschichtliche und gelegentlich als biographische Quellen. Das vorliegende Buch liest die von Ficino noch zu Lebzeiten selbst herausgegebenen Briefe aus einem anderen Blickwinkel: als literarische Zeugnisse der Selbstdarstellung und eigenen Verortung in der Gesellschaft der Zeit. Nach einer ausführlichen Einführung in das Epistolarium als ganzes (Textgeschichte, Aufbau, Adressaten, Themen und Formen der enthaltenen Briefe) wendet sich die Studie exemplarisch ausgewählten Texten zu, die zumeist an prominente Adressaten wie Lorenzo de' Medici, Papst Sixtus IV. oder König Matthias von Ungarn gerichtet sind. Die Briefe werden übersetzt sowie eingehend erläutert und kommentiert; der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf den Rollen, die Ficino jeweils einnimmt, und den literarischen Strategien, derer er sich bedient. Typisch humanistische Kommunikationsstrategien verbinden sich dabei mit sehr spezifischen, Ficinos philosophischem Ideengebäude geschuldeten Elementen sowie interessanten historischen Bezügen. Inhalt 7 1. Einleitung 11 2. Methodische Vorüberlegungen 18 2.1 Forschungsansätze zur Epistolographie 18 2.2 Bisherige Forschung zu Ficinos Briefen 28 2.3 Vorgehensweise 30 2.4 Technische Bemerkungen 35 3. Überblick über Ficinos Briefsammlung 37 3.1 Entstehungsgeschichte 37 3.2 Aufbau 49 3.2.1 Streichungen von Briefen 50 3.2.2 Hinzufügungen von Briefen 52 3.2.3 Anordnung der Briefe 52 3.2.4 Veränderungen in den Brieftexten 57 3.2.5 Die Überschriften der Briefe 59 3.3 Adressaten 62 3.4 Inhalte und Formen 71 3.4.1 Kriterien für eine Klassifizierung 71 3.4.2 Traktatbriefe 78 3.4.2.1 Themen 79 3.4.2.2 Formale Merkmale 81 3.4.2.3 Adressatenbezogene Hinführungen 82 3.4.3 Moralische Erbauung 87 3.4.3.1 Declamationes 91 3.4.3.2 Personalisierte Seelenführung 97 3.4.4 Freundschaftsbriefe 102 3.4.5 Sonstige Briefe 125 4. Vom rechten Leben: Die Briefe an die Medici 136 4.1 Ficino und die Medici – eine lebenslange Freundschaft? 136 4.2 Zwischen Spiel und pädagogischem Programm: Die Briefe an Lorenzo de’ Medici im ersten Buch 147 4.2.1 Einleitende Bemerkungen 147 4.2.2 Der epistolae amatoriae-Briefkreis 149 4.2.3 Der rechte Gebrauch der Lebenszeit (epp. 1,82, 1,84 und 1,86) 159 4.2.3.1 Einleitende Bemerkungen 159 4.2.3.2 Der Brief Tempus parce expendendum (ep. 1,82) 161 4.2.3.3 Lorenzos Antwort und Ficinos Replik (epp. 1,84 und 1,86) 177 4.2.4 Schlussbemerkungen 183 4.3 Von irdischen und himmlischen Gastmählern: Die Briefe an Lorenzo zum Gedenken an Cosimo il Vecchio 184 4.3.1 Einleitende Bemerkungen 184 4.3.2 Erde und Himmel (ep. 3,15) 185 4.3.3 Stadt und Land (ep. 7,8) 207 4.4 Von wahrem Glück und Selbstverantwortlichkeit: Ein Brief an Lorenzo di Pierfrancesco (ep. 5,46) 217 5. Von der rechten Amtsführung: Die Herrscherrat-Briefe 241 5.1 Herrscherrat als literarisches Genre 241 5.2 Die Institutiones principis 244 5.2.1 Die Wahrheit spricht zu Kardinal Raffaele Riario (ep. 5,27) 245 5.2.1.1 Der Adressat 245 5.2.1.2 Das Begleitschreiben 247 5.2.1.3 Die Institutio 251 5.2.1.4 Schlussbemerkungen 293 5.2.2 Die Philosophie spricht zu Kardinal Giovanni von Aragon (ep. 6,36) 297 5.2.2.1 Die Adressaten 297 5.2.2.2 Die Institutio 301 5.2.2.3 Schlussbemerkungen 314 6. Königslob: Die Briefe an Matthias von Ungarn und Karl VIII. von Frankreich (epp. 3,1 und 12,38) 318 6.1 Einleitende Bemerkungen 318 6.2 König Matthias Corvinus als Retter des Abendlandes (ep. 3,1) 319 6.3 König Karl VIII. als friedvoller Eroberer (ep. 12,38) 340 6.4 Schlussbemerkungen 351 7. Appell an einen Papst: Die Briefe an Sixtus IV 353 7.1 Der historische Kontext: Die Pazzi-Verschwörung und ihre Folgen 353 7.2 Die Briefe 355 7.2.1 Einleitende Bemerkungen 355 7.2.2 Papst Sixtus als guter Hirte (ep. 6,1) 359 7.2.3 Papst Sixtus als Wiederbringer des goldenen Zeitalters (ep. 6,9) 381 7.2.4 Papst Sixtus als Menschenfischer (ep. 6,10) 388 7.3 Schlussbetrachtungen 393 7.3.1 Vergleich der Briefe 393 7.3.2 Ficinos Intention(en) 400 7.3.3 Die Briefe im Spiegel der zeitgenössischen Invektiven gegen Sixtus 401 8. Resümee 409 Anhang 421 A. Übersicht über die Briefnummern (Bücher 3?12) 423 B. Lateinische Lesetexte und Übersetzungen 437 Literaturverzeichnis 491 Verwendete Abkürzungen 491 Primärtexte 491 Forschungsliteratur 495 Index I: Namen und Begriffe 508 Index II: Stellen 517 Der Florentiner Philosoph und Humanist Marsilio Ficino (1433-1499) hat der Nachwelt u.a. eine umfangreiche Sammlung lateinischer Briefe hinterlassen, die seine Studien, aber auch sein Selbstverständnis als Lehrer und Fürstenberater illustrieren. Das vorliegende Buch führt in diese Briefsammlung ein; ausgewählte Briefe werden im Hinblick auf die Rollen, die der Autor einnimmt, und die literarischen Strategien, derer er sich bedient, analysiert Among the items in his legacy, the Florentine philosopher and humanist Marsilio Ficino (1433-1499) left an extensive collection of Latin letters, which illustrate his studies and how he viewed himself as a teacher and counselor of princes. This book provides an introduction to this letter collection, analyzing selected letters with reference to the roles adopted by the author and his literary strategies
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