Marktaustausch: Grundlegung einer juristisch-ökonomischen Theorie des Austauschverkehrs. Habilitationsschrift
معرفی کتاب «Marktaustausch: Grundlegung einer juristisch-ökonomischen Theorie des Austauschverkehrs. Habilitationsschrift» نوشتهٔ Johannes W. Flume، منتشرشده توسط نشر Mohr Siebeck GmbH & Company KG در سال 2019. این کتاب در 263 صفحه، فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Johannes W. Flume zeigt, wie in den vergangenen vierhundert Jahren an den Börsen aus den archetypischen Formen der Austauschverträge - Tausch und Kauf - Futures-Märkte entstanden sind. Dabei arbeitet er heraus, dass der allgemeine Austauschmarkt der Kaufverträge und die Futures-Märkte ein gemeinsames privatrechtliches Fundament haben. Der monetäre Wert von Verträgen, das Pekuniarinteresse, wird in diesen Märkten jeweils durch das Verhältnis zwischen Kaufpreis und Marktpreis errechnet. Beim Kaufvertrag wird so der Schadensersatz statt der Leistung ermittelt, während an den Börsen das Pekuniarinteresse in automatisierten Rechenvorgängen festgestellt wird. Der Autor formuliert hierauf aufbauend eine Theorie des Marktaustauschs: Märkte sind Rechtsprodukte und sämtliche Austauschverträge sind in einer Marktwirtschaft Derivate, denn sie leiten ihren Wert vom Basiswert der Marktpreise ab. "For German private law scholars, judges and jurists 'Market exchange' simply seems an essential read. [...] Fortunately, despite the vast ground covered, the book is resolutely concise, consisting of only 263 pages. 'Market exchange' makes for a stimulating, but concentrated read." Janwillem Oosterhuis in Comparative Legal History, DOI: 10.1080/2049677X.2020.1757259 Cover Titel Vorwort Inhaltsübersicht Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Abbildungsverzeichnis Einleitung Erster Teil: Die rechtliche Erfassung von Märkten § 1 Marktorte I. Marktplätze II. Messen III. Börsen 1. Erste Annäherung: Der Börsenplatz von Brügge 2. Zweite Annäherung: Die welterste Börse in Antwerpen 3. Dritte Annäherung: Der Aufstieg, der Zenit und das Ende des Zeitalters der Börsengebäude a. Die Hofhallenbörsen seit dem 16. Jahrhundert b. Das Jahrhundert der Börsengebäude – das 19. Jahrhundert 4. Das Börseninnenleben und der technische Fortschritt § 2 Der Markt als Rechtsprodukt § 3 Der Markt als Referenz- und Bewertungssystem I. Ökonomische Werttheorien II. Planwirtschaft, price system und economic calculus III. Der Wertansatz im Privatrecht 1. Marktpreise als Jedermannwerte 2. Victor Mataja und die Bedeutung des subjektiven Marktzugangs 3. Ausdifferenzierung a. Zwei Bewertungsmethoden: Marktpreise und Schätzpreise b. Geographisch abgegrenzte Märkte c. Marktstufen § 4 Die Rechtsarchitektur von Märkten Zweiter Teil: Einfache Austauschverträge § 5 Vom Tausch zum Kauf I. Tausch und Tauschverhältnisse II. Kaufverträge und Preise 1. „Relative“ und „absolute“ Preise 2. Die geldrechtliche Fundierung von Preisen a. Eine kurze Geldgeschichte: Nennwert vers. intrinsischer Wert b. Nominalismus und Valorismus c. Die Festlegung einer geldrechtlichen Rechnungseinheit d. Das nominalistische Fundament des Kaufs § 6 Die wirtschaftliche Bemessung des naturalen kaufvertraglichen Leistungsaustausches I. Äquivalenz? 1. subjektive Äquivalenz 2. objektive Äquivalenz II. Die ökonomische Vermessung des Kaufversprechens 1. Von einem deskriptiven Ansatz zu einer mathematischen Bewertungsmethode 2. Zeitmoment, allgemeines Marktpreisrisiko und Basisrisiko a. Risikostrategien b. Das Risikoprofil des Kaufvertrages III. Zusammenfassung: Der Kaufvertrag als stabilisierende Kraft in einem bewegten Marktumfeld § 7 Erfüllungsmodi: Natural- und Pekuniarerfüllung I. Zwei unterschiedliche Perspektiven 1. civil law: Forderung und Anspruch 2. common law: Rechtsbehelfsmodell a. Judical remedies und self-help remedies b. „Der Vertrag: Haftungs- oder Erfüllungsversprechen?“ II. Umwandlungsmechanismen 1. Regelungskonzepte: Einheitslösung oder getrennte Regelungsstränge 2. Der Umwandlungsmechanismus des § 281 Abs. 4 BGB 3. Variantenvielfalt a. Nachfrist oder richterliche Gnadenfrist b. Absolute Fixgeschäfte c. Relative Fixgeschäfte aa. Fixhandelskauf bb. Das rücktrittsrechtliche Fixgeschäft des BGB cc. Zivilrechtliche Einheitslösung: ABGB, OR und Code Civil 4. Bürgerlich-rechtliche Fixgeschäfte a. Zur Dogmengeschichte der Fixgeschäfte b. Die Bedeutung der Vereinbarung fixer Leistungstermine im bürgerlich-rechtlichen Rechtsverkehr 5. Ergebnisse de lege lata und Forderungen de lege ferenda III. Von der praktischen Raffinesse der Pekuniarerfüllung IV. Zusammenfassung § 8 Die Bemessung des Pekuniarinteresses I. Problemaufriss 1. Anspruchsbezifferung nach abstrakt oder konkret durchgeführtem Deckungsgeschäft 2. Anspruchsbezifferung nach dem entgangenen Gewinn 3. Systematische Überkompensation a. Ein Beispielsfall b. Ein fataler Perspektivenwechsel 4. Der Lösungsweg II. Der Schadensersatz statt der Leistung als Reproduktion des Ergebnisses des naturalen Leistungsaustausches 1. Eine international etablierte handelsrechtliche Lösung: Die Marktpreisregel 2. Der systematische Standort der Schadensbemessung des Anspruchs nach §§ 280 Abs. 3, 281 BGB 3. Die juristisch-ökonomische Wirkungsweise der Marktpreisregel: Vom payoff-Wert zum Schadensersatz statt der Leistung 4. Die räumliche und zeitliche Bemessungsgrundlage des Schadensersatzes statt der Leistung a. Der maßgebliche Referenzmarkt aa. Privatautonome Festlegung eines Referenzmarkts bb. Zweifelsregel: Ablieferungsort? b. Der maßgebliche Bewertungszeitpunkt c. Das Verhältnis von abstraktem Marktpreisansatz und konkretem Deckungsgeschäft III. Schadensersatz statt der Leistung und entgangener Gewinn 1. Der entgangene Gewinn des Käufers a. Marktgängige, vertretbare Gegenstände b. Unvertretbare Gegenstände 2. Der entgangene Gewinn des Verkäufers IV. Schadensersatz statt der Leistung und Verzögerungsschaden V. Schadensersatz statt der Leistung und Rücktritt 1. Von der ursprünglichen Idee der Surrogationstheorie: der Zwang zum Selbsthilfeverkauf 2. Wirtschaftliche Effekte der Surrogationstheorie 3. Der Ausschließlichkeitsanspruch der Differenztheorie Dritter Teil: Börsentermingeschäfte – Futures § 9 Vom Forward zum Futures-Kontrakt – vom bilateralen Kaufvertrag zum börsengehandelten Kaufvertrag § 10 Der privatrechtlich-historische Zellkern der Terminmärkte: die Skontration I. Der Terminmarkt an der Amsterdamer Börse II. Anatomie des Terminmarktes: Einzelgeschäfte, Ketten und Ringe 1. Auf dem Forward-Markt 2. Auf dem (bilateral konstruierten) Futures-Markt a. Andienungs- oder Ticketverfahren b. Kontenmäßige Abrechnung durch eine zentrale Stelle 3. Technische Verfeinerungen: Sterne a. Liquidationskassen b. Die zentrale Gegenpartei III. Zusammenfassung: Vom bilateralen Vertragsschluss zur kontenmäßigen Verbuchung durch eine zentrale Gegenpartei IV. Zur Charakterisierung von Futures-Märkten: „[E]in Markt von Kontrakten“ 1. Bilateraler Börsenterminhandel 2. Rechtsnatur und Wirkung der Skontration 3. Börsenterminhandel über eine zentrale Gegenpartei mit täglichem Netting V. Der erste Futures-Markt der Welt? § 11 Forward, Futures und Differenzgeschäfte? I. Reine und verdeckte Differenzgeschäfte II. Legistische Regelungsschichten III. Vorkodifikatorische Handelsrechtspraxis 1. Eine missverständliche Bezeichnung und eine dogmatische Fehlkonstruktion 2. Klarstellungen IV. Zur verbleibenden Relevanz der „Differenzgeschäfte“ § 12 Kaufverträge als Derivate I. Unbedingte, symmetrische und bedingte, asymmetrische Termingeschäfte II. Die Bedeutung der Bemessung des wirtschaftlichen Wertes von Marktaustauschvorgängen Schluss Literaturverzeichnis Personen- und Sachregister Johannes W. Flume analysiert das rechtliche Fundament von Märkten und Austauschverträgen. Er formuliert eine Theorie des Marktaustauschs: Märkte sind Rechtsprodukte und sämtliche Austauschverträge sind in einer Marktwirtschaft Derivate, denn sie leiten ihren Wert vom Basiswert der Marktpreise ab
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