معرفی کتاب «Mahnen und Regieren : Die Metapher des Hirten im früheren Mittelalter» نوشتهٔ Suchan, Monika، منتشرشده توسط نشر Saur در سال 2015. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
"The shepherd metaphor is widely diffused in many civilizations. Using this metaphor Pope Gregory introduced a successful leadership model which, as the author shows, was further developed by the clergy and the kings in Carolingian times. This book sheds new light on politics in the Early Middle Ages, depicting it less as a form of power legitimated by divine right, than as social discourse between leadership groups"-- Provided by publisher Vorwort Inhalt Einleitung: Von Metaphern und Hirten, die mahnen Über Metaphern Historische Diskursanalyse: die Ansätze von Quentin Skinner und John Greville Agard Pocock Hirten, Könige oder Priester? Politik und Religion in der Geschichtswissenschaft Texts and identities Foucaults „pastorale Macht“ Ein Letztes zuvor 1 Die Hirtenmetapher in den Kulturen der Antike und des Christentums 1.1 Der Alte Orient und der Mittelmeerraum Der Alte Orient Griechenland, Hellenismus und Römisches Reich Das Alte Israel Fazit 1.2 Das Neue Testament Exklusivität und Messianismus: der Hirte Jesus Christus Delegation und Apostolizität: Wer ist Hirte? Leiten und Mahnen: Paulus Leiten als Funktion: die Anfänge des Bischofsamtes Der Hirte mahnt Fazit 1.3 Bischöfe, Priester und andere Hirten: Die Metapher aus der Sicht der frühchristlichen Autoren Fazit 1.4 Leiten in der paganen Kultur der Spätantike – Von der Erziehung zur Bildung zur Erziehung zum Glauben 1.5 Leiten in der Politik des Imperiums: Kaiser und Kult Antike Herrscherideologie: Kein Platz für Hirten? Konstantin als „Bischof“ Kaiser und Bischöfe auf Synoden Fazit 2 Die Hirtenmetapher als Leitungskonzept 2.1 Die Schöpfer des Hirten, der mahnt und leitet: Gregor von Nazianz und Gregor der Große Ein Hirte auf der „Flucht“: Gregor von Nazianz „Gekommen um zu bleiben“: Gregor der Große 2.2 Leiten heißt, die Seelen zu führen: das regimen animarum der Regula Pastoralis Gregors des Großen Die Erfindung des Leitungsproblems Aufbau und Anlage der Regula Pastoralis Gregors von Rom Der rector Organologische Gesellschaftskonzeption: die Metapher vom Körper Der Hirte, der mahnt und korrigiert „Pastorale Macht“ Die Einheit von Worten und Taten Paulus der Muster-Hirte Leiten ist Pflicht Pädagogik des Leitens oder: Leiten bedarf der Pädagogik Die dunkle Seite der Macht Fazit 2.3 Die Mission der Angelsachsen Gregor und die Merowinger Gregors Aethelberht von Kent: ein Mahner des Schreckens Der handschriftliche Befund: die Verbreitung der Regula Pastoralis in Europa 3 Die Verbreitung des pastoralen Leitungskonzeptes Gregors I. am Beginn des Frühmittelalters 3.1 Die Rezeption bei den Angelsachsen: Beda Venerabilis und Erzbischof Ecgberht von York Ein Mönch mahnt: Bedas „Kirchengeschichte des englischen Volkes“ Bedas Brief an Erzbischof Ecgberht von York (734) Aspekte eines bischöflichen Hirtenlebens: Ecgberht von York 3.2 Von der angelsächsischen Missionspraxis zum päpstlichen Leitungskonzept im Frankenreich des 8. Jahrhunderts Bonifatius und das ministerium exhortationis Brüder in pastoraler Ermahnung: Bonifatius und Erzbischof Cuthberth von Canterbury (747) Gesprochenes, geschriebenes und gebetetes Wort „Reformen“ oder: Was wurde gemahnt? 4 Die Anfänge des karolingischen Führungskonzepts um die Mitte des 8. Jahrhunderts 4.1 Nicht Hirten, sondern Herren: die frühen Karolinger und das gregorianische Führungskonzept Das „persönliche Regiment“ Karl Martells Rom im fränkischen Gallien Vergebliche Mahnungen: Karl Martell und die Päpste 4.2 Die politische Wende der Hausmeier Pippin III. und Karlmann Das Concilium Germanicum 742 Die Anfänge des pastoralen Mahndiskurses im Prinzipat Pippins III 4.3 Die neue Art zu regieren: die Königserhebung Pippins 751 Gestellte und nicht gestellte Forschungsfragen Keine Spitzenposition ohne Spitzenleistungen: das „Mandat“ des Bischofs von Rom für Pippin Fazit 5 Karl der Große als rex et rector „Karolingische Renaissance“: Wer sind die Geburtshelfer? 5.1 Mahnen als politischer Diskurs der Regierung Karls: die Admonitio generalis 789 Fazit 5.2 Alkuin von York als Vermittler des karolingischen Regierungsmodells Briefe Die Disputatio de rhetorica et virtutibus und andere Schriften 185 Fazit 5.2 Personen und Wissen in der Regierung Karls Der „Hof“ Karls des Großen Personen: die Gelehrten in der Umgebung des Königs und ihr Profil Regieren beruht auf Wissen Wissen: Bücher und Bildungstraditionen Römische Liturgie und Kanonistik Herrscherethik Fazit 5.3 „Synoden“ und „Kapitel“ als tragende Elemente des Mahndiskurses Zur Terminologie begrifflicher Unschärfe capitula synodi capitula episcoporum Fazit 6 Mahndiskurse im Frankenreich des 9. Jahrhunderts 6.1 Der König als summa persona. Programmatik und Politik Ludwigs des Frommen Ludwigs Übernahme der Macht und die ersten Regierungsjahre Die Admonitio ad omnes regni ordines 823/25 Spuren der Admonitio Ludwigs in den Diskursen der späten 820er Jahre Die Implementierung von Ethik in die Regierung karolingischen Könige: die Divisio regnorum (806) und die Ordinatio Imperii (817) Frühmittelalterliche Bußpraktiken im Spiegel des pastoralen Königtums Ludwigs Buße auf der Versammlung in Attigny (822) 6.2 Die Pastoraltheologie des Bischofsamtes auf dem Konzil von Paris 829 Die Aachener Versammlung im Dezember 828 und ihre Beschlüsse Die Arbeit der Synode von Paris: eine Übersicht über die überlieferten Texte und deren Strukturmerkmale Das pastorale Führungskonzept in der Pariser Version Der Liber primus der Hauptakten: über die persona sacerdotalis Der Liber secundus der Hauptakten: über die persona regalis Fazit Die Kurzversion für den Kaiser Die Reichsversammlung in Worms (829) 6.3 Regieren unter bischöflicher Führung Die Buße Ludwigs im Kloster Saint-Médard (833) Synoden und ihre Mahndiskurse nach 835 6.3.1 Verträge und Bündnisse Die Straßburger Eide (842) Der Vertrag von Coulaines (843) Die Verträge von Meersen 847 und 851 6.3.2 Der synodale Mahndiskurs in den regna der Nachkommen Ludwigs des Frommen Westfranken und Lotharingien Ostfranken: Hrabanus Maurus und die Synoden von Mainz (847 und 852) 6.3.3 Regieren und Erziehen oder: das Problem der Disziplinierung der Könige Erziehen als Bestandteil zeitgenössischen Regierens Hincmar von Reims als summa persona sacerdotalis Der Usurpationsversuch Ludwigs des Deutschen im Westfrankenreich (858/60) Hincmars De ordine palatii Fürstenspiegel als Genre des Mahndiskurses: Hincmars De regis persona et regio ministerio 6.4 Die Liturgisierung pastoraler Führung im 9. und 10. Jahrhundert Zur Spiritualität von Text und Bild in liturgischen Schriften Das Sakramentarfragment von Metz Die Hirtenmetapher und die Krönung des Königs Die Krönung in der Liturgie der Ordines Fazit 7 Die Hirtenmetapher im 10. Jahrhundert: Scheiterte der Mahndiskurs? Synoden und Kapitel Niedergang und Ende der Karolinger als Dynastie? Hirte oder Usurpator? Die Königserhebung des Grafen Boso von Vienne 879 Die Regierung Erzbischof Hattos von Mainz und Bischof Salomos von Konstanz Konrad I. und die Synode von Hohenaltheim (916) „Neubeginn auf karolingischem Erbe“? Die „Strenge“ Heinrichs I Statt eines Nachworts Zusammenfassung und abschließende Überlegungen: Die Karriere der Hirtenmetapher im früheren Mittelalter Quellenverzeichnis Verzeichnis der mehrfach und abgekürzt zitierten Literatur Register
Die Metapher des Hirten ist seit Jahrtausenden in vielen Kulturen geläufig. In der Karolingerzeit prägte sie Selbstverständnis und Handeln der Führungsschichten. Doch in der Geschichtswissenschaft fand sie bisher kaum Aufmerksamkeit. Papst Gregor der Große formulierte mit Hilfe dieser Metapher ein weithin rezipiertes Führungsmodell, das nicht allein auf den hohen Klerus zielte. Wie die Studie zeigt, wurde Gregors "Hirte" seit etwa 750 von den karolingischen Königen gemeinsam mit den Bischöfen zu einem gesellschaftspolitischen Diskurs weiterentwickelt. Dessen Funktionsweise lässt sich mit Michel Foucault als "Pastorale Macht" beschreiben. Er beruhte auf der zentralen Aufgabe des Hirten, der Ermahnung. Frankenkönig und Bischöfe setzten ihre pastorale Verantwortung in Beratungen auf regelmäßigen Synoden um. Dabei produzierten sie eine Fülle von Texten, die dem gemeinsamen Diskurs Struktur und Substanz gaben. Im 10. Jahrhundert konzentrierte sich Regieren durch Mahnen auf liturgische Kontexte, ohne seine politischen Qualitäten einzubüßen. Politik im Frühmittelalter wird auf diese Weise neu beschrieben: weniger als Herrschaft, die durch ein Gottesgnadentum legitimiert war, denn als gesellschaftlicher Diskurs der Führungsgruppen.
Millennium transcends boundaries – between epochs and regions, and between disciplines. Like the Millennium-Jahrbuch, the journal Millennium-Studien pursues an international, interdisciplinary approach that cuts across historical eras. Composed of scholars from various disciplines, the editorial and advisory boards welcome submissions from a range of fields, including history, literary studies, art history, theology, and philosophy. Millennium-Studien also accepts manuscripts on Latin, Greek, and Oriental cultures. In addition to offering a forum for monographs and edited collections on diverse topics, Millennium-Studien publishes commentaries and editions. The journal primary accepts publications in German and English, but also considers submissions in French, Italian, and Spanish. If you want to submit a manuscript please send it to the editor from the most relevant discipline: Wolfram Brandes, Frankfurt (Byzantine Studies and Early Middle Ages): brandeswolfram@gmail.com Peter von Möllendorff, Gießen (Greek language and literature): peter.v.moellendorff@klassphil.uni-giessen.de Dennis Pausch, Dresden (Latin language and literature): dennis.pausch@tu-dresden.de Rene Pfeilschifter, Würzburg (Ancient History): Rene.Pfeilschifter@uni-wuerzburg.de Karla Pollmann, Bristol (Early Christianity and Patristics): K.F.L.Pollmann@bristol.ac.uk All manuscript submissions will be reviewed by the editor and one outside specialist (single-blind peer review). Millennium transcends boundaries – between epochs and regions, and between disciplines. Like the Millennium-Jahrbuch, the journal Millennium-Studien pursues an international, interdisciplinary approach that cuts across historical eras. Composed of scholars from various disciplines, the editorial and advisory boards welcome submissions from a range of fields, including history, literary studies, art history, theology, and philosophy. Millennium-Studien also accepts manuscripts on Latin, Greek, and Oriental cultures. In addition to offering a forum for monographs and edited collections on diverse topics, Millennium-Studien publishes commentaries and editions. The journal primary accepts publications in German and English, but also considers submissions in French, Italian, and Spanish. If you want to submit a manuscript please send it to the editor from the most relevant discipline: Wolfram Brandes, Frankfurt (Byzantine Studies and Early Middle Ages): brandes@rg.mpg.de Peter von Möllendorff, Gießen (Greek language and literature): peter.v.moellendorff@klassphil.uni-giessen.de Dennis Pausch, Dresden (Latin language and literature): dennis.pausch@tu-dresden.de Rene Pfeilschifter, Würzburg (Ancient History): Rene.Pfeilschifter@uni-wuerzburg.de Karla Pollmann, Bristol (Early Christianity and Patristics): K.F.L.Pollmann@bristol.ac.uk All manuscript submissions will be reviewed by the editor and one outside specialist (single-blind peer review).