Machtbeziehungen in Sudan nach dem Fall Bashirs : Von der Revolution zum Krieg
معرفی کتاب «Machtbeziehungen in Sudan nach dem Fall Bashirs : Von der Revolution zum Krieg» نوشتهٔ Gerrit Kurtz، منتشرشده توسط نشر Stiftung Wissenschaft und Politik در سال 2024. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
∎ Seit April 2023 herrscht Krieg in Sudan. Er ist Ausdruck grundsätzlicher Veränderungen in den politischen Machtverhältnissen. Der vorher dominierende Sicherheitssektor ist tief gespalten und die ehemals schwach vernetzte Zivilgesellschaft hoch mobilisiert. ∎ Einerseits ermöglichte die Konkurrenz innerhalb des Sicherheitssektors, eine zivil-militärische Übergangsregierung zu bilden. Andererseits erhöhte der weitere Aufstieg der Rapid Support Forces zur Macht das Risiko eines bewaffneten Konflikts, erst recht nach dem Putsch 2021. ∎ Seit Bashirs Fall 2019 haben die Sicherheitskräfte zweimal vergeblich versucht, eine alleinige Militärherrschaft zu errichten. Gleichwohl scheiterte auch die zivil-militärische Übergangsregierung, weil das Militär nach wie vor über erhebliche Machtressourcen verfügte. Sudans politische Elite trug zu diesem Ausgang bei, indem sie sich zu wenig um den Aufbau rechtsstaatlicher Institutionen und zu viel um die eigene Sichtbarkeit kümmerte. ∎ Internationale Akteure, die Sudans Übergangsprozess stärken wollten, hätten die Sicherheitskräfte entschiedener zurückdrängen können, statt sie reflexhaft einzubinden. Viele internationale und sudanesische Bemühungen krankten daran, dass sie entweder nur auf Einbindung oder nur auf Ausschluss der Sicherheitskräfte abstellten. ∎ Ein neuer Elitendeal allein mit Sudans Gewaltunternehmern wird keinen Frieden bringen, solange keine zivilen Kräfte am Tisch sitzen. Sudans beste Chance liegt vielmehr im Sozialkapital des freiwilligen Engagements seiner Bürger:innen für humanitäre Versorgung, Demokratie und lokale Versöhnung. 5 Problemstellung und Empfehlungen 7 Ausgangslage 7 Zusammenbruch und Hinterlassenschaft der NCP-Herrschaft 9 Die Transition als Chance für den Beginn einer Transformation 11 Machtressourcen und Herausforderungen der zentralen Akteure 12 Vertrauensverlust gegenüber politischen Parteien 13 Gewaltfreier Widerstand 14 Spaltung der Sicherheitskräfte 16 Opportunistische Führer bewaffneter Gruppen 18 Zwischenfazit 19 Scheitern der zivil-militärischen Transition 19 Partnerschaft statt Distanz zum Sicherheitssektor 21 Nullsummenpolitik und mangelnde zivile Institutionalisierung 24 Scheitern des Militärputsches 24 Transaktionale Handlungsmuster greifen nicht mehr 25 Aufstieg der RSF ins politische Zentrum Sudans und Spannungen im Sicherheitssektor 28 Sudans erneuter Krieg und seine Folgen 28 Kriegsausbruch als Folge einer Eskalationsspirale 29 Konfliktdynamik zwischen Bürgerkrieg und Vernichtung 30 Aussichten für eine zukünftige politische Ordnung nach dem Krieg 33 Einbindung statt Rechenschaft: Diskussion über den internationalen Ansatz in Sudan 35 Schlussfolgerungen und Empfehlungen 37 Abkürzungsverzeichnis
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