معرفی کتاب «Macht die Gesellschaft depressiv? - Alain Ehrenbergs Theorie des »erschöpften Selbst« im Licht sozialwissenschaftlicher und therapeutischer Befunde» نوشتهٔ Elisabeth Summer، منتشرشده توسط نشر Transcript Verlag در سال 2008. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Die häufigste psychische Krankheit ist gegenwärtig laut WHO und EU die Depression, die in ihren Konsequenzen noch vielfach unterschätzt wird. Zu ihren Folgen zählt nicht selten der Suizid. Ihren Ursachen auf den Grund zu gehen, ist also dringlich. Gleichwohl fehlt in Psychologie und Medizin noch immer ein einheitliches Verständnis dieser affektiven Störung, und eine Erklärung ihrer Genese steht noch immer aus. Der französische Soziologe Alain Ehrenberg durchbricht nun mit seiner viel diskutierten Studie »Das erschöpfte Selbst, Depression und Gesellschaft in der Gegenwart« (deutsch 2004) die binnensystemische psychologische Betrachtung der zahlreichen Erscheinungsformen von Depression und bietet stattdessen eine einheitliche gesellschaftstheoretische Erklärung der Krankheit an. Ehrenbergs These, die depressive Verstimmung sei als Zeitkrankheit vom gesellschaftlichen Weltsicht- und Selbstverwirklichungsdiskurs verursacht, wird in diesem Buch auf ihre Stichhaltigkeit hin überprüft - zum einen anhand eigener therapeutischer Praxisfälle, zum anderen durch Korrelation mit der aktuellen Wissenschaftsdebatte. Psychologie,Psychotherapie,Psychische Erkrankungen,Depression,Medizin,Sozialpsychologie,Medizinsoziologie,Psychology,Medicine,Social Psychology,Sociology of Medicine Inhalt Vorwor t: Zielsetzung und Aufbau der Studie Einleitung Depression als modernes gesellschaftliches Massenphänomen 1. Bestandsaufnahme: Zunehmende psychische und Verhaltensstörungen im Umfeld depressiver Befi ndlichkeiten 1.1 Vorläufi ge Begriff sbestimmung: Depression als Krankheit 1.2 Befunde zur aktuellen Krankheitsverbreitung 2. Öff entlicher Diskurs über Erklärungsgründe gesellschaftlicher Depressionstrends 2.1 Neurobiologische Erklärungsansätze 2.2 Das psychodynamische Erklärungsmodell 2.3 Der lerntheoretische Erklärungsansatz 2.4 Der kognitive Erklärungsansatz 2.5 Psychosoziale Erklärungsansätze Ehrenbergs neuer Erklärungsversuch für Depression 1. Der sozialpsychologische Befund vom »erschöpften Selbst« 1.1 Das methodische Vorgehen des Autors 1.2 Historischer Wandel der Grundstimmung in der Gesellschaft 1.3 Autoritäre Gesellschaft: Individuelle Verarbeitungsformen des seelischen Konfl ikts zwischen Bedürfnissen und Zwängen 1.4 Die Last der Freiheit: Depression als gesellschaftliches Resultat von Selbstinszenierung, Eigenverantwortung und Erfolgszwang 1.5 Zusammenfassung und Problemstellung 1.5.1 Thesenzuspitzung und Diskussion 1.5.2 Fragestellungen zur Evaluation zentraler Ehrenberg-Thesen 2. Konturen des zeitgenössischen Individuums an Beispielfällen der psychotherapeutischen Praxis 2.1 Die Fallanalyse mit Bezug auf den gesellschaftlichen Kontext 2.1.1 Diskurstheoretische Interpretationsraster der Positioning Theory 2.1.2 Einbindung der qualitativen Methode Mayrings 2.2 Der archivierte, zur Diagnose eingesetzte Fragebogen 2.3 Darstellung und Analyse der Fallbeispiele 2.3.1 Junge Klientinnen 2.3.2 Junge Klienten 2.3.3 Ältere Klientinnen 2.3.4 Ältere Klienten 2.3.5 Berufstätige Klientinnen 2.3.6 Berufstätige Klienten 2.3.7 Arbeitslose Klienten 2.3.8 Klienten ausländischer Abstammung 2.3.9 Klienten mit geringerem sozialen Status 2.3.10 Klienten mit höherem sozialen Status 2.3.11 Resümee aus den Fallanalysen im Hinblick auf die Ursachenthesen von Ehrenberg 2.3.11.1 Junge Depressive, weiblich und männlich (K1 bis K7) 2.3.11.2 Ältere Depressive, weiblich und männlich (K8 bis K13) 2.3.11.3 Berufstätige und arbeitslose Klienten, weiblich und männlich (K14 bis K22) 2.3.11.4 Klienten ausländischer Abstammung (K23 bis K25) 2.3.11.5 Klienten mit geringerem und höherem sozialen Status (K26 bis K31) Überlegungen zum Verhältnis von Depression und Gesellschaft unter Einbezug des gesellschaf tlichen Diskurses 1. Ist die bürgerliche Gesellschaft schuld an der »Zeitkrankheit« Depression? 2. Was ist Depression und wie wird sie therapiert? Literatur Anhänge Anhang 1: Statistik der Praxisfälle 1995-2005 Anhang 2: Tabelle zur Statistik der Praxisfälle: Indikation – Zeit Anhang 3: Der Fragebogen
Die häufigste psychische Krankheit ist gegenwärtig laut WHO und EU die Depression, die in ihren Konsequenzen noch vielfach unterschätzt wird. Zu ihren Folgen zählt nicht selten der Suizid. Ihren Ursachen auf den Grund zu gehen, ist also dringlich. Gleichwohl fehlt in Psychologie und Medizin noch immer ein einheitliches Verständnis dieser affektiven Störung, und eine Erklärung ihrer Genese steht noch immer aus. Der französische Soziologe Alain Ehrenberg durchbricht nun mit seiner viel diskutierten Studie »Das erschöpfte Selbst, Depression und Gesellschaft in der Gegenwart« (deutsch 2004) die binnensystemische psychologische Betrachtung der zahlreichen Erscheinungsformen von Depression und bietet stattdessen eine einheitliche gesellschaftstheoretische Erklärung der Krankheit an.Ehrenbergs These, die depressive Verstimmung sei als Zeitkrankheit vom gesellschaftlichen Weltsicht- und Selbstverwirklichungsdiskurs verursacht, wird in diesem Buch auf ihre Stichhaltigkeit hin überprüft - zum einen anhand eigener therapeutischer Praxisfälle, zum anderen durch Korrelation mit der aktuellen Wissenschaftsdebatte.