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'Lucidaire de grant sapientie' : Untersuchung und Edition der altfranzösischen Übersetzung 1 des 'Elucidarium' von Honorius Augustodunensis

معرفی کتاب «'Lucidaire de grant sapientie' : Untersuchung und Edition der altfranzösischen Übersetzung 1 des 'Elucidarium' von Honorius Augustodunensis» نوشتهٔ Türk, Monika، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Honorius Augustodunensis' »Elucidarium« is probably one of the most widely disseminated medieval texts on the subject of religious knowledge outside of academic theology. But both in itself and in the numerous vernacular translations the text provided its audience with fundamental religious knowledge that extended beyond moralistic precepts and edification. The present volume is an edition of the most frequently transmitted Old French version, studying the changes imposed on the text in the course of translation and transmission and attempting to draw conclusions from these about the audiences it was targeted at. Vorwort 5 Teil I: Untersuchung 11 Einleitung 13 1. Entstehung und Überlieferung des Lucidaire 16 1.1. Die handschriftliche Überlieferung 16 1.2. Die lateinische Vorlage des Lucidaire 40 1.3. Die Entstehungszeit des Lucidaire 43 1.4. Die Sprache der Leithandschrift BN fr. 19920 45 1.5. Die Abhängigkeitsverhältnisse der Handschriften 53 2. «Pur ceus ki ne sevent mie Ne lettreure ne clergie» – Glaubenswissen in der Volkssprache 63 2.1. Lateinische Ideen in französischem Gewand 64 2.2. «Ainz i ai mout osté et mis» – Eingriffe in die Vorlage 74 2.3. «Mes eil qui ... simplement entendent» – Das Bemühen um einfache Wahrheiten 86 2.4. Zusammenfassung: Der implizite Übersetzer und sein intendierter Leser 96 3. Theologisch bedingte Veränderungen 98 3.1. Die Sakramente zwischen Pastoral und Theologie 98 3.2. Prädestination und menschliches Verdienst 117 3.3. Eschatologie 124 3.4. Zusammenfassung: Die Neuorientierung des Textes in Übersetzung und Überlieferung 142 4. Der Lucidaire als Spiegel volkstümlicher Glaubens- und Lebenswelt 143 4.1. Der Teufel 143 4.2. Die Seelen der Gerechten 147 4.3. Der Beistand für die Toten 149 4.4. Vom rechten Gebrauch des Reichtums 152 5. Funktion und Publikum des Lucidaire 157 5.1. Die Schreiber als erste Rezipienten 157 5.2. Zwei unterschiedliche Redaktionen des Lucidaire 165 5.3. Die Handschriften und ihr Publikum 173 6. Vom Einzeltext zur Enzyklopädie 183 6.1. «Moult me samble que vos touz me doingniez tost congié» 183 6.2. «En la fin de ce livre les te dirai» 188 6.3. Die Handschrift als Bibliothek 190 6.4. Die Mitüberlieferung des Lucidaire im Überblick 193 6.5 .clviij. questions de theologie avecques leurs responses 196 6.6. «La fontaine de toutes sciences» 199 7. Der Lucidaire – eine Erfolgsgeschichte 210 Anhang: Äquivalenzen von Lucidaire- und Sidrac-Kapiteln 213 Teil II: Edition 215 Methodische Vorbemerkungen zur Edition 217 Ci coumance Ii prologues Anseaume l’arceveque sor Lucidaire 220 Auswahlglossar 415 Namensindex 443 Bibliographie 445 Benutzte Handschriften 445 Handschriftenkataloge 449 Quellentexte 450 Sekundärliteratur 452 Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen 458

In über 400 Fragen und Antworten faßt das - meist Honorius Augustodunensis, gelegentlich wie in der altfranzösischen Übersetzung 1 auch Anselm von Canterbury, zugeschriebene - »Elucidarium« das elementare religiöse Wissen der Zeit um 1100 zusammen. Unter den zahlreichen Übersetzungen in die verschiedensten europäischen Volkssprachen des Mittelalters, darunter fünf französische, kommt der sogenannten Übersetzung 1 ins Altfranzösische eine besondere Bedeutung für die Erforschung des mittelalterlichen Geisteslebens zu. Denn sie fand nicht nur eine vergleichsweise große Verbreitung, von der mehr als 20 erhaltene Handschriften aus dem 13. bis 15. Jahrhundert zeugen, sie erlangte auch eine so hohe Autorität, daß sie - und nicht das lateinische Original - weiteren Texten als Quelle diente.

Die vorliegende Arbeit fragt nach den Gründen für die Änderungen, die Übersetzer und Kopisten am Ausgangstext vornahmen und versucht zu zeigen, daß diese einerseits den Bedürfnissen eines neuen, theologisch wenig erfahrenen Publikums entsprachen und andererseits das Ziel verfolgten, den Text, wenn auch in bescheidenem Ausmaß, theologisch auf der Höhe der Zeit zu halten. Sie versucht so den Nachweis, daß auch ein anscheinend wenig origineller Text durchaus Rückschlüsse auf den Wandel von Einstellungen und das Einsickern gelehrten Wissens in die Volkssprache erlaubt. Der Editionsteil macht den Text einschließlich aller relevanten Lesarten aus den erhaltenen Textzeugen zugänglich.

In über 400 Fragen und Antworten faßt das - meist Honorius Augustodunensis, gelegentlich wie in der altfranzösischen Übersetzung 1 auch Anselm von Canterbury, zugeschriebene - "Elucidarium" das elementare religiöse Wissen der Zeit um 1100 zusammen. Unter den zahlreichen Übersetzungen in die verschiedensten europäischen Volkssprachen des Mittelalters, darunter fünf französische, kommt der sogenannten Übersetzung 1 ins Altfranzösische eine besondere Bedeutung für die Erforschung des mittelalterlichen Geisteslebens zu. Denn sie fand nicht nur eine vergleichsweise große Verbreitung, von der mehr als 20 erhaltene Handschriften aus dem 13. bis 15. Jahrhundert zeugen, sie erlangte auch eine so hohe Autorität, daß sie - und nicht das lateinische Original - weiteren Texten als Quelle diente. Die vorliegende Arbeit fragt nach den Gründen für die Änderungen, die Übersetzer und Kopisten am Ausgangstext vornahmen und versucht zu zeigen, daß diese einerseits den Bedürfnissen eines neuen, theologisch wenig erfahrenen Publikums entsprachen und andererseits das Ziel verfolgten, den Text, wenn auch in bescheidenem Ausmaß, theologisch auf der Höhe der Zeit zu halten. Sie versucht so den Nachweis, daß auch ein anscheinend wenig origineller Text durchaus Rückschlüsse auf den Wandel von Einstellungen und das Einsickern gelehrten Wissens in die Volkssprache erlaubt. Der Editionsteil macht den Text einschließlich aller relevanten Lesarten aus den erhaltenen Textzeugen zugänglich Das" Elucidarium"des Honorius Augustodunensis ist vermutlich einer der am weitesten verbreiteten Texte des Mittelalters zur Vermittlung von Glaubenswissen außerhalb der universitären Theologie. Doch auch in zahlreichen volkssprachlichen Übersetzungen stellte der Text einem Publikum religiöses Basiswissen bereit, das mehr suchte als Moralisch-Erbauliches. Die vorliegende Arbeit ediert die am häufigsten überlieferte altfranzösische Version, untersucht die Veränderungen, denen der Text in Übersetzung und Überlieferung unterworfen wurde und versucht dadurch, Rückschlüsse auf sein Publikum zu ziehen
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