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Logos und Lethe : zur phänomenologischen Sprachauffassung im Spätwerk von Heidegger und Wittgenstein

معرفی کتاب «Logos und Lethe : zur phänomenologischen Sprachauffassung im Spätwerk von Heidegger und Wittgenstein» نوشتهٔ Flatscher, Matthias، منتشرشده توسط نشر VERLAG KARL ALBER در سال 2011. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Den Ausgangspunkt der Überlegungen zum Sprachverständnis im Spätwerk von Heidegger und Wittgenstein bildet die gemeinsame Stoßrichtung gegen die Insuffizienz der tradierten Philosophie, Sprache lediglich von einem anthropozentrischen und instrumentellen Gesichtspunkt aus zu betrachten. In einer umfassenden Weite genommen, gestaltet sich die Frage nach Sprache nicht als eine unter vielen, sondern in ihr zeigt sich das gesamte Welt- und Selbstverständnis des Menschseins überhaupt - ein Menschsein, das sich nicht mehr als über die Sprache souverän verfügend versteht, sondern sich als ein solches erfährt, das immer schon antwortend in das Geflecht der Sprache eingelassen ist, die es mit anderen teilt. Das vermeintlich Eigenste des Menschen - die Sprache, die ihn auszeichnet und seine Identität gewährt - besitzt er nun gerade nicht, sondern sie ist ihm so gegeben, indem sie sich entzieht und ihm so seine Seinsweise gewährt. Dieser konstituierende Entzug im Eigenen beinhaltet Konsequenzen für das menschliche Selbstverständnis: Sprache erweist sich als Gabe, die nie restlos in den menschlichen Verfügungsbereich überzuführen ist. Vielmehr zeigt sich in ihr ein uneinholbarer Abgrund in der Proprietät des Menschseins, das immer schon durch die sprachliche Unverfügbarkeit eines (vor)ursprünglichen Außer-sich-seins geprägt ist und auf dieses immer schon responsiv bezogen ist. Wie sich aus der Besinnung auf Sprache zeigt, besagt Menschsein gerade ein vorgängiges Hinausgehaltensein und beinhaltet einen verhältnishaften Bezug zu einer die eigene Identität konstituierenden Alterität. Inhalt 8 Vorwort 12 I. Teil 24 Heideggers Zugänge zur Sprache – ein werkgeschichtlicher Abriss 25 Heideggers Abgrenzung von der traditionellen Sprachauffassung 41 a) Die Frage nach der Sprache als Auseinandersetzung mit der Metaphysik 41 b) Das metaphysische Bild der Sprache – Heideggers Rückgang zu Aristoteles 53 Wittgensteins Zugänge zur Sprache – ein werkgeschichtlicher Abriss 75 Wittgensteins Abgrenzung von der traditionellen Sprachbetrachtung 90 a) Das metaphysische Bild der Sprache – Wittgensteins Rückgang auf Augustinus 90 b) Die Destruktion der intentionalistischen Bedeutungstheorie 94 c) Das Ungenügen der ostensiven Definition 101 d) Unzulänglichkeiten der Analyse in der Suche nach einer Essenz 103 e) Die Sackgasse der Privatsprache 109 Erste Synopsis 131 II. Teil 140 Wittgensteins Annäherung an Sprache – oder sich im Offenen bewegen 141 a) Die irreduzible Vielfalt der Sprachspiele als Eigensinn des Beispiels 142 b) Das Gespieltwerden von Sprachhandlungen in Lebensformen und Weltbildern 162 c) Regelfolgen als Übereinstimmung in einer Sprachgemeinschaft 176 Exkurs Derrida: Gebrauch als Wiederholung oder das Erbe im Kommen 196 Gespräch und Geviert als responsives Geschehen bei Heidegger 216 a) Sprache als Gespräch? Oder Heideggers Verständnis von Responsivität 218 b) Ein Weg zur Sprache – das Gespräch 234 c) »Wir sind – ein Sprachgeschehnis« 249 d) Der Gabecharakter des Wortes 260 e) Antwortendes Hörens als Ent-sprechen 282 f) Das Schweigen als Antwort auf die Stille und das Lauten der Stimme 291 g) Ding und Welt im Geviert 297 Zweite Synopsis 308 III. Teil: Wie (nicht) sagen? Heideggers Sagen des Ungesagten: Bemerkungen zum Feldweg-Gespräch Anchibasie 337 a) Exposition: Der Stil der Verhaltenheit 337 Der biographische Kontext der Feldweg-Gespräche 345 Das Gespräch als Vollzug 349 Die Struktur der Feldweg-Gespräche 352 b) Durchführung: Anchibasie 357 Der Zug des Titels 357 Wege des Gehens als Wege des Denkens 362 Ein Gespräch des Gesprächs 368 c) Reprise: Die Wende der Nacht 370 d) Coda: Das Gelingen des Feldweg-Gesprächs als dessen Scheitern 386 Wie (nicht) schreiben? Das Offene in Wittgensteins Texten 390 a) Die Textsorte der »Bemerkungen« und Wittgensteins Arbeitsweise 390 b) Überlegungen zum Schreiben im Vorwort der Philosophischen Untersuchungen 396 c) »Stilistische« Eigenheiten der Philosophischen Untersuchungen 406 Literaturverzeichnis 416 a) Primärliteratur Heidegger 416 b) Primärliteratur Wittgenstein 421 c) Sekundärliteratur 423 © Verlag Karl Alber in der Verlag Herder GmbH,Freiburg / München 2013
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