Livland – eine Region am Ende der Welt? / Livonia – a Region at the End of the World?: Forschungen zum Verhältnis zwischen Zentrum und Peripherie im späten Mittelalter / Studies on the Relations between Centre and Periphery in the Later Middle Ages
معرفی کتاب «Livland – eine Region am Ende der Welt? / Livonia – a Region at the End of the World?: Forschungen zum Verhältnis zwischen Zentrum und Peripherie im späten Mittelalter / Studies on the Relations between Centre and Periphery in the Later Middle Ages» نوشتهٔ Selart, Anti (editor);Thumser, Matthias (editor)، منتشرشده توسط نشر Böhlau Verlag; Bohlau Verlag GmbH u. Co. KG در سال 2017. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Vorwort 6 der Ortsnamen in verschiedenen Sprachen verwandt. In den mittelalterlichen Quellen erscheinen mehrheitlich mittelniederdeutsche und lateinische Namen, die meistens als phonetische Adaptationen oder Übersetzungen der indigenen Ortsnamen anzusehen sind. So gehen das lateinische "Tarbatum", das deutsche "Dörpt" oder heute "Dorpat", das estnische "Tartu", das lettische "Tērbata" sowie das russische "Derpt" des 18. und 19. Jahrhunderts allesamt auf den altestnischen Namen des Ortes zurück, der "Tarbatu" gelautet haben könnte. Die deutschsprachige Forschung verwendet für livländische Ortsnamen gewöhnlich die deutschbaltischen neuzeitlichen Standardformen. An diese Tradition wurde in diesem Band angeknüpft. In den englischen Texten werden meistens die heute offiziellen landessprachlichen Namen benutzt. Das Register erfüllt simultan die Rolle einer mehrsprachigen Ortsnamenkonkordanz. Der Band vereinigt die überarbeiteten und teilweise erweiterten Beiträge einer Tagung, die, veranstaltet vom Institut für Geschichte und Archäologie der Universität Tartu und der Baltischen Historischen Kommission, am 18. und 19. September 2015 an der Universität Tartu stattfand. Tagung und Aufsatzband wurden vom Forschungsprojekt PUT 107 "Medieval Livonia: European Periphery and its Centres (12th-16th Centuries)" an der Universität Tartu, finanziert von der Eesti Teadusagentuur, und von der Baltischen Historischen Kommission unterstützt. Die deutschsprachigen Beiträge nichtdeutscher Autoren wurden von Felix Melching und Remigius Stachowiak (beide Berlin), die englischsprachigen von Dr. Ben Maegi (Bloomington, Minnesota) redigiert. Dr. Madis Maasing (Tartu) stellte das Register her. Livland lag im Mittelalter am Rande der lateinischen Christenheit. Man war sich der peripheren Lage bewusst und kannte die Verbindungslinien zu den verschiedenen Zentren des europäischen Kontinents. In vieler Hinsicht gründeten auf ihnen die Strukturen des Landes. In diesem Band präsentieren Historiker aus fünf Ländern Facetten des aktuellen Forschungsstandes, indem sie sich auf das Konzept von Zentrum und Peripherie beziehen. Individuen und Kommunikation, die kirchliche Administration, die Beziehungen Livlands zum Reich, regionale und überregionale Aktivitäten des Deutschen Ordens sowie der kulturelle Austausch sind die Schwerpunkte der Beiträge
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