Liturgische Texte, Band 10, Liturgische Texte ; Einführung in das Römische Brevier
معرفی کتاب «Liturgische Texte, Band 10, Liturgische Texte ; Einführung in das Römische Brevier» نوشتهٔ Lietzmann, Hans، منتشرشده توسط نشر De Gruyter در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Herrn Prof. Dr. Heller in Fulda bin ich für eine mir sehr wertvolle Durchprüfung der Revisionsbogen zu besonderem Danke verpflichtet. ## EINLEITUNG Das Breviarium Romanum enthält die sämtlichen Texte, welche in der römischen Kirche zu den "kanonischen Stunden" gebetet, verlesen, psalmodiert und gesungen werden: diese Feier des Officium divinum. in musikalisch-dramatischer Form findet freilich nur in den Klöstern und Stiftskirchen statt (Chorgebet). Aber leise beten muss die Texte täglich jeder Kleriker mit höheren Weihen (d. h. vom Subdiakon aufwärts), jeder Inhaber von Kirchenpfründen auch ohne höhere Weihen und die Mitglieder (Professen) religiöser Orden. Ursprünglich wurden die horae canonicae jede gesondert an der durch ihren Namen angedeuteten Tageszeit begangen: die Matutin mit ihren 3 Nokturnen zur Nachtzeit, die Laudes in der Morgenfrühe, die Prim, Terz, Sext, Non um 6, 9, mittags und 3 Uhr, die Vesper bei Sonnenuntergang, das Kompletorium beim Schlafengehen. Jetzt werden meist mehrere Hören zusammengefasst zu bequemerer Zeit absolviert. Matutin und Laudes können schon am Spätnachmittag oder Abend vorher gebetet werden, Prim, Terz, Sext und Non am Vormittag, Vesper und Completorium am Nachmittag oder Abend. Nach ihrem Umfange heissen Matutin, Laudes und Vesper grosse, die übrigen kleine Hören. Zur vollen Darstellung kommt das Breviergebet nur, wenn es im Chor ausgeführt wird und so auch seine verschiedenen Bestandteile äusserlich zu der ursprünglich beabsichtigten Wirkung gelangen, während beim Gebet des einzelnen Priesters alle Teile gleichmässig leise gesprochen werden. Das Officium divinum setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen: Gebete, die teils leise (wie das Pater noster, Ave, Credo am Beginn der Hören), teils laut gesprochen bzw. rezitiert werden-Psalmen werden "psalmodiert", d. h. mit einem eintönigen Rhythmus rezitiert, der am Ende jedes halben (bei und ganzen Verses in eine musikalische Kadenz ausläuft. Dabei teilt sich der Chor in zwei Hälften, welche im Psalmodieren Vers um Vers abwechseln. Die Psalmen werden eingeleitet und beschlossen durch An tiphonen, kurze biblische oder ähnliche Sprüche, welche gesungen werden. Respon. sorien sind gleichfalls kurze Gesänge, die aus zwei Teilen bestehen« dem R(esponsum) und dem V\ersus): nach dem V. wird der durch 5+c abgegrenzte Teil des R. wiederholt; die Responsorien begegnen stets im Gefolge von Lektionen. Die meist das Ende eines liturgischen Abschnittes bezeichnenden kurzen Versikel (V.) mit ihren Responsen (R.) werden rezitiert. Die Hymnen, zu denen auch die sog. Marianischen Antiphonen (s. S. 26, 16) gehören, sind Gesangstücke. Die Lektionen, in manchen Hören auch Capitulum genannt, werden rezitativisch vorgetragen. Sie stammen aus der hl. Schrift, sowie aus Homilien der EINLEITUNG Kirchenväter und Heiligenlegenden und haben besonders grossen Umfang; in der Matutin. Jede Höre setzt sich aus einer Verbindung dieser Bestandteile zusammen. Viele von ihnen sind ständig, d. h. sie kehren täglich oder wenigstens in längeren Zeiträumen (z. B. Advent, Fastenzeit) oder bei häufigen Gelegenheiten (allen Festen) in gleichem Wortlaut an derselben Stelle der Höre wieder: diese Texte bringt zugleich mit der Beschreibung des Verlaufs jeder einzelnen Höre (den sog. Rubriken) das Ordinarium ® (R i. V i) (D. In unserem Beispiel sind die in (D stehenden Texte durch die im ganzen Heft angewendete Mediaevalschrift bezeichnet; ein vorgesetztes kennzeichnet hierbei die Texte, welche nicht täglich sich gleichbleiben, sondern in der eben angegebenen Weise veränderlich sind. Die Hauptmasse des Brevierbuches wird aber ausgefüllt durch diejenigen Texte, welche durch die Bedeutung des einzelnen Tages in ihrer Auswahl bestimmt werden und daher einem immerwährenden Wechsel unterliegen: diese Teile sind in unserem Druck durch romanische Schrift hervorgehoben, und durch Buchstaben am Rande ist näher der Abschnitt der Breviers gekennzeichnet worden, in dem sie zu finden sind. Es gibt zwei verschiedene Kalender des Kirchenjahres, de tempore und de sanctis. Der Kalender de tempore ist das Kirchenjahr im engeren Sinn, wie es, mit der Adventszeit beginnend, durch die drei grossen Festkreise Weihnachten, Ostern, Pfingsten gegliedert wird. Es ist ein nur in der Weihnachtszeit fest an den weltlichen Kalender gebundenes, sonst aber bewegliches Jahr, das uns hier entgegentritt: es gliedert sich nicht nach Monaten, sondern in Wochen. Die Sonntage (dominicae) sind festlich, hervorgehoben, auch meist durch besondere Namen gekennzeichnet, erst in der festlosen Zeit nach Pfingsten werden sie in langer Reihe einfach numeriert. Die erste Hälfte des Breviers gibt nun die Texte für die-Officio, de tempore. Und zwar sind die Psalmen im II. Teil des Bre-P& viers, dem Psalterium Pö (R 37-327. V 36-176) zusammengestellt.. Hier findet man, nach den Tagen der Woche geordnet, die Psalmen, welche in jeder einzelnen Höre des betreffenden Sonntags oder Wochentags (feria) zu beten sind samt ihren Antiphonen. Dann folgt Teil III, PC das Proprium de tempore PC (R 329-651. V 177-872): darin stehen für jeden Sonntag, Wochentag und Festtag des "Kirchenjahres" die Lektionen (sie werden, soweit sie aus der Bibel stammen, als scriptura occtirrens bezeichnet) und sonstigen dem betreffenden Tage eigentümlichen "Auswechselstücke". Nur die höchsten Feste: Weihnachten, Neujahr, Epiphanie, Gründonnerstag bis Ostersonntag, Himmelfahrt, Pfingsten, Trinitatis, Fronleichnam nebst Oktaven haben eigene Psalmen, die also aus dem Wochenschema herausfallen und nicht im pg zu suchen sind. Ferner ist zu beachten, dass vom dritten Sonntag post Pentecosten an die Sonntagsoffizien an ihrer Stelle nur zwei Nokturnen bringen. Die-
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Dieser Titel aus dem De Gruyter-Verlagsarchiv ist digitalisiert worden, um ihn der wissenschaftlichen Forschung zugänglich zu machen. Da der Titel erstmals im Nationalsozialismus publiziert wurde, ist er in besonderem Maße in seinem historischen Kontext zu betrachten. Mehr erfahren Sie.
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