Literatur zwischen Biopolitik und Migration : Dispositive in der frankophonen Gegenwartsliteratur
معرفی کتاب «Literatur zwischen Biopolitik und Migration : Dispositive in der frankophonen Gegenwartsliteratur» نوشتهٔ Christina Grieb-Viglialoro، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2022. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Der politische Umgang mit Migrant*innen und Geflüchteten stellt die europäische Gemeinschaft und insbesondere Einwanderungsländer wie Frankreich vor drängende Fragen. Die zunehmende politische Verwaltung des Lebens scheint sich im Kontext von Migrationsphänomenen besonders deutlich zu manifestieren, was in der Ästhetik zeitgenössischer Migrationsliteratur durch spezielle Erzähltechniken zum Ausdruck kommt. Christina Grieb-Viglialoro untersucht mit einem interdisziplinären Ansatz exemplarisch an französischsprachigen Texten, wie Literatur die Relationalität zwischen Biopolitik und Migration verhandelt und inwiefern sie einen Beitrag zu einschlägigen gesellschaftlichen Debatten leisten kann. Literatur,Französisch,Migration,Flucht,Biopolitik,Politik,Frankreich,Einwanderung,Französische Literatur,Romanistik,Literaturwissenschaft,Literature,Fleeing,Biopolitics,Politics,France,Immigration,French Literature,Romance Studies,Literary Studies Cover Inhalt Danksagung Teil 1: Überlegungen zu einer biopolitisch perspektivierten Literaturwissenschaft 1. Einleitung 2. Theoretische Grundlagen: Biopolitik und Literaturwissenschaft 2.1 Zum Begriff ›Biopolitik‹ 2.2 Die Geburt der Biopolitik – Michel Foucault 2.2.1 Biopolitik als historische Zäsur des Politischen – leben machen und sterben lassen 2.2.2 Biopolitik und (Staats-)Rassismus 2.2.3 Biopolitik – Von der »Kunst des Regierens« 2.2.4 Das Dispositiv nach Michel Foucault und Giorgio Agamben 2.3 Biopolitik und das (prekäre) Subjekt bei Giorgio Agamben und Alessandro Dal Lago 2.3.1 Das Leben zwischen Regel und Ausnahme: Bíos, zoë und der homo sacer 2.3.2 Die Logik des Ausnahmezustands als Beziehungsparadigma 2.3.3 Der homo sacer als Inkarnation des nackten Lebens 2.3.4 Der homo sacer und das Lager als Paradigmen der Moderne 2.3.5 Dal Lagos non‐persona als vermittelndes Moment zwischen bíos und zoë 2.4 Die Gemeinschaft in der Biopolitik – Das Immunisierungsparadigma nach Roberto Esposito 2.4.1 Die Genealogie des Immunisierungsparadigmas 2.4.2 Communitas, immunitas und der gemeinschaftliche munus 2.4.3 Die Gefahr der Autoimmunität und die Chance einer neuen Gemeinschaft 2.5 Die Ökonomisierung des Lebens: Empire, biopolitische Produktion und Nomadismus als Widerstand bei Michael Hardt und Antonio Negri 2.5.1 Das Empire als dreifach entgrenzte Biomacht 2.5.2 Differenz, Armut und Mobilität im Empire 2.5.3 Die Multitude und das »Dagegen‐Sein« der Migration 2.6 Zu einer biopolitisch perspektivierten Literaturwissenschaft: methodologische Überlegungen 2.6.1 Das fiktionale Migrationsdispositiv und die Ästhetik der Existenz nach Michel Foucault als Technik des Widerstands 2.6.2 Die Denkfiguren Giorgio Agambens in der literaturwissenschaftlichen Analyse fiktionaler Migrationsphänomene 2.6.3 Die Deutung fiktionaler Abschottungsphänomene und neuer Gemeinschaftsentwürfe mit Roberto Esposito 2.6.4 Die Ökonomisierung des Lebens in Migrationsliteratur und die Möglichkeit einer literarischen Multitude nach Michael Hardt und Antonio Negri 3. Forschungsstand 3.1 Assommons les pauvres!, Shumona Sinha 3.2 Eldorado, Laurent Gaudé 3.3 Partir, Tahar Ben Jelloun 3.4 Samba pour la France, Delphine Coulin 3.5 Ulysse from Bagdad, Éric-Emmanuel Schmitt 3.6 Theoretische und literaturwissenschaftliche Ansätze zu Migration und Biopolitik 4. Vorstellung des Korpus Teil 2: Biopolitische Dispositive in frankophoner Migrationsliteratur 5. Die literarische Verhandlung der biopolitischen Verwaltung des Lebens im Rahmen von Migrationsprozessen 5.1 Machtverhältnisse und epistemische Strukturen im Migrationsdispositiv 5.1.1 Die strukturelle Gewalt der Biopolitik: Die Macht des Staatsapparats über das Subjekt 5.1.2 Personifizierte Dispositive: Die Vertreter*innen der staatlichen Macht in der biopolitischen Verwaltung von Migration 5.1.3 Medien der Macht: Kommunikations- und Wissenssysteme des Migrationsdispositivs 5.1.4 Die Macht des Erzählens: Die literarische (Re-)Integration marginalisierter Stimmen in die Sphäre des Politischen 5.2 Subjektivierung und Desubjektivierung im Migrationsdispositiv 5.2.1 Die Prekarität des Lebens zwischen non‐persona, bíos und zoë 5.2.2 Ästhetik der Existenz, fragmentierte Körper und spektrale Subjektivitäten 5.2.3 Die Ökonomisierung des Subjekts im Migrationsprozess 5.3 Das Leben auf der Schwelle: Grenzerfahrungen, Räumlichkeit und Mobilität im Migrationsdispositiv 5.3.1 Eine Ontologie der Grenze zwischen Biopolitik und Bioökonomie 5.3.2 Semantiken prekärer Räumlichkeit: Peripherien, Nicht-Orte und Heterotopien in der biopolitischen Regulierung von Migrationsbewegungen 5.3.3 Zur Natürlichkeit und Ursprünglichkeit von Migration und Mobilität 5.4 Alterität: Eigenheit und Fremdheit im Migrationsdispositiv 5.4.1 Zwischen Idealisierung und Kritik: Die Darstellung Europas in Migrationsnarrativen 5.4.2 Entfremdung im Exil: Identitätsverlust im Migrationsdispositiv 5.4.3 Die Überlagerung von Alterität und Armut auf der Folie biopolitischer und bioökonomischer Strukturen 5.4.4 Alterität und Sexualität: Die Definition des Anderen über biopolitisch ausgerichtete Normen 6. Fazit Literaturverzeichnis Primärliteratur: Sekundärliteratur: Internetquellen: Der politische Umgang mit Migrant*innen und Geflüchteten stellt die europäische Gemeinschaft und insbesondere Einwanderungsländer wie Frankreich vor drängende Fragen. Die zunehmende politische Verwaltung des Lebens scheint sich im Kontext von Migrationsphänomenen besonders deutlich zu manifestieren, was in der Ästhetik zeitgenössischer Migrationsliteratur durch besondere Erzähltechniken zum Ausdruck kommt. Christina Grieb-Viglialoro untersucht mit einem interdisziplinären Ansatz beispielhaft an französischsprachigen Texten, wie Literatur die Relationalität zwischen Biopolitik und Migration verhandelt und inwiefern sie einen Beitrag zu einschlägigen gesellschaftlichen Debatten leisten kann
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