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Literatur in Österreich 1938-1945: Handbuch eines literarischen Systems. Band 6: Salzburg

معرفی کتاب «Literatur in Österreich 1938-1945: Handbuch eines literarischen Systems. Band 6: Salzburg» نوشتهٔ Karin Gradwohl-Schlacher, Uwe Baur، منتشرشده توسط نشر Böhlau Verlag GesmbH u. Co KG در سال 1938. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Das mehrbändige lexikalische Nachschlagewerk bietet erstmals eine systematische, flächendeckende Dokumentation des literarischen Lebens in Österreich während der Ära des Nationalsozialismus (1938Nationalsozialismus ( -1945)). Im Sinne literaturwissenschaftlicher Grundlagenforschung soll es ohne einschränkenden, wertenden Rückgriff auf Kanonbildungen den Zugang zu jenem literarischen Geschehen öffnen, das dem offiziellen System des Dritten Reiches angehörte, das von den Lenkungsinstanzen des Kulturbetriebes gefördert, zumindest aber geduldet wurde, und es soll der Analyse und Interpretation des "literarischen Feldes" (Pierre Bourdieu), von kulturellen Netzwerken, von Entstehungs-und Wirkungszusammenhängen Materialien zur Verfügung stellen. Daher unternimmt das Handbuch den Versuch, ein funktionales Literaturverständnis umzusetzen, indem es die wesentlichen Faktoren des literarischen Kommunikationssystems Österreichs vernetzt beschreibt: AutorInnen und deren Werke (einschließlich Hörfunk und Film), kulturpolitische Lenkungsinstanzen (Förderung/ Zensur/Literaturpreise), literarische Vereinigungen und die Medien Theater, Rundfunk, Verlage sowie Printmedien. Für das Erproben dieses komplexen methodischen Ansatzes bietet die Diktatur des Dritten Reiches selten gute quellenmäßige Voraussetzungen. Als tendenziell geschlossenes politisches System, das alle Menschen und ihr Handeln zu reglementieren und eine scharfe Trennung zwischen der "Volksgemeinschaft" und den Anderen zu ziehen trachtete, bediente sich der Nationalsozialismus in Österreich im künstlerischen Bereich ab 1938 einer bürokratischen Total-Erfassung der sich an die Öffentlichkeit richtenden schöpferischen und medialen Tätigkeit. Instrument war die Propagandaminister Joseph Goebbels unterstehende Reichskulturkammer, der alles Individuelle und jede Form privatrechtlicher Selbstorganisation suspekt erschien. Ihre bürokratische Bestandsaufnahme nach dem "Anschluss" ist die Basis unseres flächendeckenden Versuchs, jeder Kanonisierung (Bevorzugung der "bedeutendsten" DichterInnen und Institutionen, Ausgrenzung von sogenannter Trivialliteratur, Kinder-und Jugendliteratur, populärwissenschaftlicher Werke, Propagandaliteratur, esoterischer, okkulter und religiöser Schriften, von sogenannter Volksliteratur etc.)sei sie zeitgenössisch oder post festum vorgenommen worden -entgegenzutreten. Solche Dichte der synchronen Informationen ermöglicht es, an die Stelle qualitativer Kriterien formale zu setzen. Unter diesen Voraussetzungen streben unsere systematischen Recherchen über die Phase 1938-1945 eine möglichst umfassende Beschreibung der Institutionen des literarischen Systems und der Integration der AutorInnen an. Zu diesem Zweck wurden -außer Druckschriften -im Bereich der Personenakten vornehmlich die Bestände des Bundesarchivs Berlin/Abteilung Deutsches Reich (Berlin Document Center) und die sogenannten Gau-CC BY 4.0
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