Literatur in Österreich 1938-1945: Handbuch eines literarischen Systems. Band 5: Literarisches System in Österreich . Förderung und Zensur – Literarische Vereine – Anthologien
معرفی کتاب «Literatur in Österreich 1938-1945: Handbuch eines literarischen Systems. Band 5: Literarisches System in Österreich . Förderung und Zensur – Literarische Vereine – Anthologien» نوشتهٔ Uwe Baur; Böhlau Verlag GmbH & Co. KG، منتشرشده توسط نشر Vandenhoeck & Ruprecht در سال 1938. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
den Empfehlungslisten aktiv, der KdK organisierte die Kommunikation mit der Österreichischen Landesleitung der NSDAP und dem Österreichischen Pressedienst in München über Deckadressen in Marburg/Maribor. 9 Nach Amann 10 war seine zentrale Aufgabe, eine Österreichische Kulturkorrespondenz zu schaffen, welche die deutsche Presse mit Informationen über die Schriftsteller Österreichs versorgt, diese klassifiziert und zur "Denunzierung und Verdrängung der gehassten Konkurrenz" beiträgt. Ziel war die Bildung einer Kampffront "artbewusster" Künstler. Bereits 1933 begann auch in Österreich der Konkurrenzkampf zwischen den kulturpolitischen Anhängern von Alfred Rosenberg und jenen von Joseph Goebbels trotz vieler personeller Überlappungen: Franz Löser initiierte nach dem Verbot der NSDAP ab September von Salzburg aus eine österreichische Dependance des von Goebbels initiierten →Reichsverbands deutscher Schriftsteller (RDS), der binnen kurzer Zeit alle großen Schriftstellervereinigungen Deutschlands aufgesogen hatte 11 und mit dem Reichskulturkammer-Gesetz vom 22.9.1933 in den Status einer Zwangsorganisation der RSK-Berlin erhoben wurde. Wegen der -allerdings unberechtigten -Sorge, dass österreichischen Schriftstellern ohne Mitgliedschaft der deutsche Markt versperrt werden könnte, wurde der kurzlebige, nicht konstituierte österreichische Ableger (bis Okt. 1934) binnen kurzem zu einem der Mitgliederstärksten literarischen "Vereine" in Österreich (450), der Aufnahmefilter -arische Abstammung und Ablegung eines "Hitler-Eids" 12 -bedingt, dass sich die Liste der Mitglieder als Willenskundgebung, in den Kanon der völkischen Schriftsteller Österreichs aufgenommen zu werden, liest. Auf der Basis umfassender Quellen (Archivalien, Druckschriften) versucht dieser Band erstmals, im Sinne von Grundlagenforschung eine wertneutrale, flächendeckende Bestandsaufnahme der Österreich betreffenden Objektbereiche Zensur/Förderung, literarische Vereine und Anthologien in der Form eines Handbuchs zu bieten. Sie sind zentrale Faktoren für die Kontextualisierung literarischer Produktion in diesem kurzen, aber von den politischen Rahmenbedingungen des Faschismus bestimmten Zeitraum. ihre detaillierte Beschreibung schafft die Grundlage für die z.T. heftig umstrittene Beurteilung der Inklusion von AutorInnen in den Nationalsozialismus. Der methodische Ansatz des Handbuches ermöglicht es, weit über das von der Germanistik bevorzugte, als Hoch-Literatur Begriffene hinaus ein Gesamtspektrum literarischen Handelns in einem begrenzten Raum und Zeitabschnitt zu beschreiben und in seinen institutionellen Vernetzungen zu begreifen
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