معرفی کتاب «Literatur des Desasters von Annual : Das Um-Schreiben der kolonialen Erzählung im spanisch-marokkanischen Rifkrieg. Texte zwischen 1921 und 1932» نوشتهٔ Stephanie Fleischmann، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
In Folge des Desasters von Annual 1921, der »schmählichen« Niederlage der Spanier im Kolonialkrieg in Marokko, entsteht in Spanien eine Welle an Erzähltexten, die die Geschehnisse im Rif rechtfertigen oder verurteilen sowie ihre kulturelle, soziale und politische Bedeutung auszuloten versuchen. Ausgehend von postkolonialen Theorien, die zugleich mittels Ereignistheorien einer kritischen Revision unterzogen werden, nimmt Stephanie Fleischmanns kulturwissenschaftliche Analyse dieser Texte einen historischen Moment in den Blick, in dem die koloniale Erzählung in ein Zeugnis existentieller Fremdheitserfahrungen umschlägt. Spanien,Marokko,Kolonialismus,Krieg,Literatur,Rifkrieg,Postkolonialismus,Spanische Literatur,Cultural Studies,Romanistik,Literaturwissenschaft,Literature,Postcolonialism,Spanish Literature,Romance Studies,Literary Studies Inhalt Einleitung 1. Theoretische und historische Rahmung 1.1 Symbolische Strukturen: Postkoloniale Theoriegrundlagen 1.1.1 Orientalismus als hegemonialer Diskurs und seine Grenzen 1.1.2 Homi K. Bhabha und die allgemeine Ambivalenz kolonialer Diskurse 1.2 Über die Realität und Medialität des Ereignisses 1.2.1 Das Ereignis ‚Annual‘ auf dem literarischen Feld 1.2.2 Das Ereignis in der Erzählung: Über Konflikt und Umschreibung 1.3 Historische Rahmung 1.3.1 Diskursgeschichte: Der africanismo, das symbolische Gerüst der ‚Marokko-Mission‘ 1.3.2 Ereignisgeschichte: Der Rif-Krieg und die spanische Niederlage bei Annual 1921 2. Das koloniale Desaster und die vergüenza: Nachahmung und Verschiebung in der Marokko-Kriegsliteratur 2.1 Das Scheitern des Epischen 2.1.1 Kolonialismus als Illusionstheater 2.1.2 Abd-el-Krims Mimikry 2.2 Ernesto Giménez Caballeros Notas marruecas de un soldado (1923): Das koloniale Stigma und seine nationalistische Kompensation 2.2.1 Der gespaltene Ort der Artikulation der vergüenza colonial 2.2.2 Notas marruecas und die koloniale Imitationsstruktur 2.2.3 Die forcierte Rückkehr zur nationalen Authentizität und das Problem der Schließung 2.3 Narzissmus, Schuld und Paranoia: Víctor Ruiz Albéniz’¡Kelb Rumi! (1922) 2.3.1 Die Rhetorik der Erhabenheit und ihre psychopathologische Rahmung 2.3.2 Szenerien der Vermischung 2.3.3 Umschreibung der cautiverio-Erzählung: Das double-bind und die abschließende Ironie der Mimikry 3. Die Vergeschlechtlichung des kolonialen Desasters: Männliche Verbarrikadierungen und Dammbrüche an der Kontaktlinie 3.1 Afrikanistische Männlichkeit und die geschlechtlichen Implikationen des Desasters 3.1.1 Die Afrika-Mission vor dem Hintergrund männlicher‚ Degeneration‘ und der Auflösung der Geschlechterdifferenz 3.1.2 Das männliche Regenerationsprojekt und sein Scheitern in Enrique de Meneses’ La cruz de Monte Arruit (1922) 3.2 Gregorio Corrochanos ¡Mektub! (1926): Das Desaster als selbsterfüllende Prophezeiung eines weiblichen Verrats 3.2.1 Grenzauflösung: Die penetración pacífica im Bann von Fetisch und Phobie 3.2.2 Grenzrestauration: Die Entwicklung zum politischen ‚Hardliner‘ und die Stütze der ‚weißen‘ Jüdin 3.2.3 Dammbruch und Entmännlichung: Das koloniale Desaster als Dolchstoß der Frau 3.3 José Díaz Fernández’ El blocao (1928): Sexuelle Frustration und Triebeinbrüche im militärischen Außenposten 3.3.1 Die Blockade und die schmerzende Wunde sexueller Niederlagen 3.3.2 Interludium: „Magdalena roja“ und der Verrat an der ‚Heimatfront‘ 3.3.3 „Liebeskonvoi“: Das Tierische und Barbarische als Wiederkehr des militärisch Verdrängten 4. Grenzerfahrung, Subalternität und Trauma: Der Marokko-Krieg und die DissemiNation 4.1 Entsendung: Marginalität und Erlösung in der Narration der Legion 4.2 Heimsuchung: Fermín Galáns La Barbarie Organizada (1926/1931) 4.2.1 Fermín Galán, der Aufstand von Jaca und die Politisierung der Kolonialkriegserfahrung 4.2.2 Gesellschaftlicher ‚Abschaum‘ mit zivilisatorischer Mission 4.2.3 Heimaturlaub: Kulturelle Selbstethnologie und Sektion des Zentrums 4.3 Erzählung ohne Heimkehr: Über sprachliche Ohnmacht und traumatische Subjektivität 4.3.1 Dringlichkeitserzählungen 4.3.2 Stammeln, Schweigen und erzählerische Entfremdungserlebnisse 4.3.3 Stimme und Verstummen in Ramón Senders Imán (1930) 4.4 Ankunft: Politische Ermächtigung und Gedächtnisstiftung in Eliseo Vidals ¡¡¡Los muertos de Annual ya son vengados!!! (1932) 4.4.1 Wenn die Geschichte die Erzählung überrascht 4.4.2 Erzählen als Rache: Die narrative Integration der Toten von Annual 4.4.3 Von der Sprachkrise zur republikanischen Triumphrhetorik 5. Vom orientalischen Chronotop zur Raum-Zeit des Absurden 5.1 Außenposten der Zivilisation und Inseln der Barbarei: Raum und Zeit im sistema de posiciones 5.1.1 Raumangst: Die unlesbare Landschaft und die Erfahrung der „Exteriorität“ 5.1.2 José Díaz Fernández’ blocao: Chronotop der Entfremdung 5.1.3 Die komische Dimension des blocao in Wenceslao Fernández Flórez’ Aventuras del Caballero Rogelio de Amaral (1933) 5.2 Ramón Senders Imán (1930): Annual, Chronotop des Absurden 5.2.1 Verlust von Heimat im Dominoeffekt oder Viances Lauf auf dem Rand der Struktur 5.2.2 Unheimliche Landschaftsbilder und die Heimat als „punctum“ 5.2.3 Erosion der Zeichenwelten: Annual und das Rutschen des Sinns 5.2.4 ‚Organsprache‘: Über die physische und groteske Dimension des ‚Un-Falls‘ 5.2.5 Die koloniale Differenz im absurden Kriegsraum und der „Kollaps in das Objekt“ Epilog Literaturverzeichnis This book presents the meticulous case studies of three individual houses from different eras, which serve to depict the social, political, and cultural effects that domestic architecture and interior design had on the upper class, the city of Boston, and a national American identity. It takes the reader on a journey to 18th and 19th century Boston and provides insight into the lives of these prominent men and women as seen through the perspective of their homes. It is a novel examination of the cultural significance of domestic architecture and interior design and, because of its story-telling character and extensive attention to detail, it is fascinating for curious readers and cultural historians alike.
In Folge des Desasters von Annual 1921, der »schmählichen« Niederlage der Spanier im Kolonialkrieg in Marokko, entsteht in Spanien eine Welle an Erzähltexten, die die Geschehnisse im Rif rechtfertigen oder verurteilen sowie ihre kulturelle, soziale und politische Bedeutung auszuloten versuchen.Ausgehend von postkolonialen Theorien, die zugleich mittels Ereignistheorien einer kritischen Revision unterzogen werden, nimmt Stephanie Fleischmanns kulturwissenschaftliche Analyse dieser Texte einen historischen Moment in den Blick, in dem die koloniale Erzählung in ein Zeugnis existentieller Fremdheitserfahrungen umschlägt.