معرفی کتاب «Literatur als Lebensgeschichte : Biographisches Erzählen von der Moderne bis zur Gegenwart» نوشتهٔ Peter Braun (editor); Bernd Stiegler (editor)، منتشرشده توسط نشر Bielefeld University Press. ein Imprint von Roswitha Gost u. Karin Werner - transcript Verlag در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Kann die katastrophische Welt des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart noch in Lebensgeschichten erzählt werden? Die Literatur hat hierauf mit neuen Formen und scharfen Reflexionen geantwortet. Sie hat das »emphatische Ich« der humanistischen Tradition dekonstruiert, zerstückelt, verräumlicht oder mehrfach belichtet. Auch haben Metabiographien und Dokufiktionen zu einem performativen Verständnis von Lebensgeschichten geführt. Die Beiträge in diesem Band eröffnen einen Querschnitt durch die europäische Literatur des 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Sie legen die Verschiebungen offen, die das für unser Selbstverständnis so zentrale Muster der Lebensgeschichte in diesem Zeitraum erfahren hat. Mit Beiträgen u.a. von Alexander Honold, Dorothee Kimmich, Jürgen Link, Ansgar Nünning und Helga Schwalm. Geschichte und Theorie der Biographie,Kulturtheorie,Narratologie,Literatur der Moderne und Postmoderne,Performativität,Literatur,Allgemeine Literaturwissenschaft,Germanistik,Anglistik,Romanistik,Literaturwissenschaft,Cultural Theory,Literature,General Literature Studies,German Literature,British Studies,Romance Studies,Literary Studies Inhalt Die Lebensgeschichte als kulturelles Muster. Zur Einführung I. URSZENEN BIOGRAPHISCHEN ERZÄHLENS Lebensgeschichte, Topographie & biographische Spuren Zur postmodernen Romantik in Richard Holmes’ Footsteps. Adventures of a Romantic Biographer Goethe geht spazieren. Hanns-Josef Ortheils Faustinas Küsse, Martin Walsers Ein liebender Mann und ein mögliches Paradigma biographischen Erzählens Una vida de cine. Zur narrativen Wieder-Holung des Lebens in Miguel Delibes’ Roman Cinco horas con Mario Lebensgeschichten entwerfen. Projekt und Biographie im Werk Jean-Paul Sartres II. DER BIOGRAPHISCHE ERZÄHLER Das Leben eines Massenmörders. La mort est mon métier von Robert Merle Metamorphosen einer Biographie. Bemerkungen zu Feridun Zaimoglus Leyla Wie kollektiv kann eine biographische Geschichte sein? Facetten des autonarrativen »Wir« III. RÄUMLICHES ERZÄHLEN Bildwechsel. Walter Benjamins Berliner Kindheit um neunzehnhundert als Versuch einer Ausbildung neuer Bilder geschichtlicher Erfahrung Zerfahrene Lebenslinien. Über die Fragmentierung des Biographischen in Uwe Johnsons Mutmassungen über Jakob »Ceci n’est pas un monument«. Orte und Nicht-Orte in W ou le Souvenir d’enfance von Georges Perec »Se forger une légende«. Biographisches Erzählen und Mythos bei Maxence Fermine IV. ROLLENSPIELE: REZEPTIONSÄSTHETISCHE DYNAMIKEN ZWISCHEN TEXT UND LESER Der ›Eigensinn‹ biographischen Erzählens. Das Beispiel Enzensberger Das Leben im Kopf. Überlegungen zu einer rezeptionsorientierten Narratologie der Biographik Biographeme im deutschsprachigen Gegenwartsroman (Herta Müller, Monika Maron, Uwe Timm) V. PERFORMING BIOGRAPHY: POLYBIOGRAPHIEN, METABIOGRAPHIEN UND DOKUFIKTIONEN Narrative und selbstreflexive Strategien (post-)moderner fiktionaler Metabiographien. Bausteine für eine Narratologie und Funktionsgeschichte »Was bedeuten solche Ähnlichkeiten, Überschneidungen und Korrespondenzen?«. W.G. Sebalds polybiographisches Erzählen Biographische Dokufiktion in der spanischen Literatur der Gegenwart. Las esquinas del aire von Juan Manuel de Prada und Soldados de Salamina von Javier Cercas Abbildungsverzeichnis Autorinnen und Autoren
Kann die katastrophische Welt des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart noch in Lebensgeschichten erzählt werden? Die Literatur hat hierauf mit neuen Formen und scharfen Reflexionen geantwortet. Sie hat das »emphatische Ich« der humanistischen Tradition dekonstruiert, zerstückelt, verräumlicht oder mehrfach belichtet. Auch haben Metabiographien und Dokufiktionen zu einem performativen Verständnis von Lebensgeschichten geführt.Die Beiträge in diesem Band eröffnen einen Querschnitt durch die europäische Literatur des 20. und frühen 21. Jahrhunderts. Sie legen die Verschiebungen offen, die das für unser Selbstverständnis so zentrale Muster der Lebensgeschichte in diesem Zeitraum erfahren hat.
Biographical note: Peter Braun lehrt Literatur- und Medienwissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und leitet das dortige Schreibzentrum. Einer seiner Schwerpunkte ist das dokumentarische Erzählen in Literatur und Film. Bernd Stiegler ist Professor für Literatur mit Schwerpunkt 20. Jahrhundert im medialen Kontext an der Universität Konstanz. Sein besonderes Interesse gilt der Geschichte und Theorie der Fotografie Besprochen in:www.lehrerbibliothek.de, 7 (2012), Dieter BachTriangulum, 19 (2013), Knut LinselGERMANISTIK, 55/1-2 (2014) Review text: Besprochen in: www.lehrerbibliothek.de, 7 (2012), Dieter Bach