معرفی کتاب «Literary and religious communication in the Middle Ages and Early Modern Age: DFG-Symposion 2006» نوشتهٔ Strohschneider, Peter (editor)، منتشرشده توسط نشر Saur در سال 2009. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Main description: In the Middle Ages and far into the Early Modern Age, "Literature" as understood by literary scholars principally functions and is characterised with reference to and in distinction from religious communication and practice. These complex relations, which change over time, are illuminated here with studies from German Medieval and Early Modern Studies and from English Studies, History, Art History, Romance Studies, Sociology, History of Theology and Church History which contribute to establishing the present-day position of cultural and literary studies Frontmatter Inhalt Vorbericht Einleitung Sündhaftigkeit als Generator von Individualität. Zu den Transformationen legendarischen Erzählens in der Historia von D. Johann Fausten und den Faustbüchern des 16. und 17. Jahrhunderts mitewürker gotes. Zur Performativität der Umdeutung in den deutschen Schriften Meister Eckharts Ungrund. Der Prozess der Theogonie in den Schriften Jakob Böhmes Wolframs Willehalm: Poetische Verfahren als Reflexion des Heidenkriegs Symbolkonkurrenzen und kommunikative Leerstellen. Wolframs Parzival: Ein Prototyp auf der Suche nach seinem Standort Zur Enthierarchisierung von ,religiösem‘ und ,literarischem‘ Diskurs in der italienischen Renaissance Bella menzogna. Mittelalterliche allegorische Dichtung und die Struktur der Fiktion (Dante, Convivio – Thomas Mann, Der Zauberberg – Aristoteles, Poetik) Bericht über die Diskussion der Ersten Sektion Einleitung Predigt als ,intellektuelles Ritual‘ Eine Grundform religiöser Kommunikation kulturwissenschaftlich betrachtet A maioribus tradita. Zur Kommunikation von Mythos und Ritus im mittelalterlichen Messkommentar Hybriden des Heils. Reliquie und Text des Grauen Rocks um 1512 Der Codex als Text. Über geistlich-weltliche Überlieferungssymbiosen um 1200 Kunst der Vergegenwärtigung und gefährliche Präsenz. Zum Verhältnis von religiösen und weltlichen Lesekonzepten Kommunion und Kommunikation. Eucharistische Verhandlungen in der Literatur des Mittelalters Bericht über die Diskussionen der Zweiten Sektion Einleitung Heiligenviten als stabilisierende Gedächtnisspeicher in Zeiten religiösen Wandels Religiöse Kommunikation und höfische Identität. Zum ethischen Diskurs in der Literatur um Herzog Albrecht III. von Österreich und Erzbischof Pilgrim II. von Salzburg (1365 – 1396) Verborgene Heiligkeit. Legendarisches Erzählen in der Alexiuslegende Hybride Epistemik. Episches Einander-Erkennen im Spannungsfeld höfischer und religiöser Identitätskonstruktionen: Die gute Frau, Mai und Beaflor, Wilhelm von Wenden Autorität und meisterschaft. Zur Fundierung geistlicher Rede in der deutschen Spruchdichtung des 13. Jahrhunderts Transgression und Transzendenz. Der Skandal der fabliaux dévots aus der Vie des Pères Schwankende Formen. Zur Beobachtung religiöser Kommunikation in mittelalterlichen Schwänken Bericht über die Diskussionen der Dritten Sektion Einleitung Marienklagen im Passionsspiel als Grenzfall religiöser Kommunikation Chaucers Pardoner – die Geburt der Literatur aus dem Geist der Orthodoxie Siegbringende Marienbilder. Formen und Funktionen bildhafter Kommunikation in militärischen Konflikten des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit Figuren der Evidenz. Bild, Medium und allegorische Kodierung im Trecento Die Sprache als Weg in die Transzendenz: Baltasar Graciáns Comulgatorio Die Phänomenologie rhetorischer Effekte und die Kontrolle religiöser Kommunikation Emphasis, überswanc, underscheit. Zur literarischen Produktivität spätmittelalterlicher Irrtumslisten (Eckhart und Seuse) Bericht über die Diskussion der Vierten Sektion Tafelteil Backmatter
Die Beiträge des DFG-Symposions 2006 fragen nach den Möglichkeitsbedingungen dessen, was die Literaturwissenschaft als mittelalterliche und frühneuzeitliche „Literatur“ kennt: Diese konstituiert sich überwiegend in Bezug auf religiöse Rede und Praxis sowie in Unterscheidung von ihr. Dabei spielen semantische wie wissensgeschichtliche, kommunikationspragmatische wie medienanthropologische Bezugsebenen gleichermaßen eine Rolle.
Tiefgreifende Wandlungen im Verhältnis der vormodernen epistemischen und institutionellen Ordnungen des Literarischen und des Religiösen treten in den Einzeluntersuchungen aus der Germanistischen Mediävistik und Frühneuzeitforschung sowie aus Anglistik, Geschichte, Kunstgeschichte, Romanistik, Soziologie, Theologie- und Kirchengeschichte je exemplarisch in den Blick. Nicht zuletzt werden solche Wandlungen am „Anderen der Kommunikation“ beobachtet: an jenen Über-Sprüngen in die Transzendenz oder an Präsenzeffekten des Repräsentationellen, deren Erschließung zugleich Rücksicht auf die Geltungsansprüche und Sozialdimensionen von literarischer und religiöser Kommunikation voraussetzt. Insofern geht es stets auch um eine aktuelle Standortbestimmung der Kultur- und Literaturwissenschaften.
Die Beiträge des DFG-Symposions 2006 fragen nach den Möglichkeitsbedingungen dessen, was die Literaturwissenschaft als mittelalterliche und frühneuzeitliche „Literatur" kennt: Diese konstituiert sich überwiegend in Bezug auf religiöse Rede und Praxis sowie in Unterscheidung von ihr. Dabei spielen semantische wie wissensgeschichtliche, kommunikationspragmatische wie medienanthropologische Bezugsebenen gleichermaßen eine Rolle. Tiefgreifende Wandlungen im Verhältnis der vormodernen epistemischen und institutionellen Ordnungen des Literarischen und des Religiösen treten in den Einzeluntersuchungen aus der Germanistischen Mediävistik und Frühneuzeitforschung sowie aus Anglistik, Geschichte, Kunstgeschichte, Romanistik, Soziologie, Theologie- und Kirchengeschichte je exemplarisch in den Blick. Nicht zuletzt werden solche Wandlungen am „Anderen der Kommunikation" beobachtet: an jenen Über-Sprüngen in die Transzendenz oder an Präsenzeffekten des Repräsentationellen, deren Erschließung zugleich Rücksicht auf die Geltungsansprüche und Sozialdimensionen von literarischer und religiöser Kommunikation voraussetzt. Insofern geht es stets auch um eine aktuelle Standortbestimmung der Kultur- und Literaturwissenschaften.