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Literarische Diversität : Abweichungen, Lizenzen und Spielräume in der deutschen Poesie und Poetik der Barockzeit

معرفی کتاب «Literarische Diversität : Abweichungen, Lizenzen und Spielräume in der deutschen Poesie und Poetik der Barockzeit» نوشتهٔ Wesche, Jörg، منتشرشده توسط نشر Max Niemeyer Verlag در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

The study points up the specific diversity of German baroque literature. Alongside a general overview of this characteristic, it also provides an analysis of specific forms of latitude available in the genres epigram and sonnet. Further, it indicates different kinds of license afforded by baroque poetologies despite their otherwise highly restrictive nature. Processes of literary diversification encouraged certain freedoms in the practice of literature over and against the poetological limitations imposed. To what extent did this contribute to the decline of the baroque poetological paradigm around 1730? Einführung I Literarische Diversität 1 Grundriss des Diversitätskonzepts 1.1 ›Gebändigte Vielfalt‹ poetischer Wälder bei Martin Opitz 1.2 ›Simplicissimus‹ als Chimäre hybrider Vielfalt und die ›Variations-Kunst des Baldanders‹ 1.3 Zwischenergebnisse 2 Grundlegung zur Kategorie des poetischen Spielraums 2.1 Forschungsstand 2.2 Zur historischen Begrifflichkeit (imitatio, ingenium, aptum, licentia poetica) 2.3 Spielarten als poetische Abweichungen in Grenzen: Integrationsmodell auf der Basis der Abweichungspoetik Harald Frickes 2.4 Semantische Übergänge zwischen poetischen Spielräumen und literarischem Spiel II Gattungsinterne Diversität 1 Spielräume des Epigramms und Sonetts 1.1 Methoden der Spielraumanalyse 1.2 Poetische Spielräume in den Dimensionen des Textes: Ausdehnungs-, Relations- und Strukturaspekt 1.3 Die Gattung als ›Spiel-Raum‹: zur Variabilität des Sonetts 1.4 Präzisierung von Diversitätsmechanismen als Unterformen der Variation III Spielräume der Poetik 1 Untersuchungskorpus und Typologie der Poetik-Spielräume 1.1 Poetiken als Fachtexte 1.2 Poetikenproduktion von Opitz bis Gottsched 1.3 Spielraumtypen der Poetik, Vagheit und Normierungslücken 2 Poetische Produktivität und Persistenz einer Normierungslücke der Poetik: Spielarten der Reyengestaltung im schlesischen Trauerspiel 2.1 Forschungsstand 2.2 Die metrische Vielfalt der Reyenspielarten im frühen schlesischen Trauerspiel 2.3 Der Chor in den Poetiken: Spielraumerweiterung zwischen Scaliger und ›Breslauer Anleitung‹ 2.4 Kulturkonkurrenz als Spielraummotiv: Feldbesetzung durch Festigung muttersprachlicher Kulturmuster 3 Das Handwerk des Poetikschreibens: zur Machart barocker Dichtungslehren (Regel- und Exempelspielräume) 3.1 Poetik der »Dichtgesezgebung«: der restriktive Regelmodus bei Opitz und den ›Opitzianern‹ 3.2 Literarische Diversifizierung und die Folgen für die Poetik 4 Inhaltliche Folgen literarischer Diversifizierung 4.1 Aufwertung des ingenium (Thomasius, Johann Ernst Weise) 4.2 Poetologische Präsenz des ›Spiel‹-Begriffs (Johann Ernst Weise, Ludwig, Dunckelberg) 5 Zusammenfassung 5.1 Poesie und Poetik: Freiräume zwischen Regel-, Norm-, Exempel- oder Spielraumpoetik? 5.2 Schluss und Ausblick Literaturverzeichnis Poetikenverzeichnis Andere Quellen Forschungsliteratur

Die deutsche Barockliteratur gilt weithin als regelkonform und schematisch. Statt dessen nimmt die Untersuchung ihre spezifische Vielfalt in den Blick. In drei Teilstudien werden Bedingungen, Formen und Auswirkungen der literarischen Diversifikation im 17. und frühen 18. Jahrhundert bestimmt. Der erste Teil bietet einen Grundriß literarischer Vielfalt. Die Modellbildung stützt sich v.a. auf die analytische Abweichungspoetik und Denkweisen der Biodiversitätsforschung. Zur historischen Fundierung dienen begriffsgeschichtliche Rekonstruktionen (z.B. zu "Mannigfaltigkeit", "Spielraum" oder "poetische Lizenz") und Analysen literarischer Texte, welche literarische Vielfalt konzeptualisieren (z.B. Grimmelshausens »Continuatio«). Der zweite Teil erprobt das Instrumentarium am Beispiel der poetischen Spielräume von Epigramm und Sonett. Der dritte Teil konzentriert sich auf Lizenzen, die barocke Anweisungspoetiken auf der Ebene der Regeln und Exempla oder als Normierungslücken eröffnen (u.a. bei der Disposition oder Chorgestaltung im Trauerspiel). Hierbei wird die Eigendynamik der Dichtungspraxis deutlich, die sich mit zunehmender Diversifikation von präskriptiven Vorgaben löst. Literarische Vielfalt befördert die Öffnung des poetischen Systems und bietet somit ein neues Erklärungsmodell für den Untergang des barocken Poetikparadigmas um 1730.

Die deutsche Barockliteratur gilt weithin als regelkonform und schematisch. Statt dessen nimmt die Untersuchung ihre spezifische Vielfalt in den Blick. In drei Teilstudien werden Bedingungen, Formen und Auswirkungen der literarischen Diversifikation im 17. und fr�uhen 18. Jahrhundert bestimmt. Der erste Teil bietet einen Grundri� literarischer Vielfalt. Die Modellbildung st�utzt sich v.a. auf die analytische Abweichungspoetik und Denkweisen der Biodiversit�atsforschung. Zur historischen Fundierung dienen begriffsgeschichtliche Rekonstruktionen (z.B. zu "Mannigfaltigkeit", "Spielraum" oder "poetische Lizenz") und Analysen literarischer Texte, welche literarische Vielfalt konzeptualisieren (z.B. Grimmelshausens �Continuatio�). Der zweite Teil erprobt das Instrumentarium am Beispiel der poetischen Spielr�aume von Epigramm und Sonett. Der dritte Teil konzentriert sich auf Lizenzen, die barocke Anweisungspoetiken auf der Ebene der Regeln und Exempla oder als Normierungsl�ucken er�offnen (u.a. bei der Disposition oder Chorgestaltung im Trauerspiel). Hierbei wird die Eigendynamik der Dichtungspraxis deutlich, die sich mit zunehmender Diversifikation von pr�askriptiven Vorgaben l�ost. Literarische Vielfalt bef�ordert die �Offnung des poetischen Systems und bietet somit ein neues Erkl�arungsmodell f�ur den Untergang des barocken Poetikparadigmas um 1730 Die deutsche Barockliteratur gilt weithin als regelkonform und schematisch. Statt dessen nimmt die Untersuchung ihre spezifische Vielfalt in den Blick. In drei Teilstudien werden Bedingungen, Formen und Auswirkungen der literarischen Diversifikation im 17. und frühen 18. Jahrhundert bestimmt. Der erste Teil bietet einen Grundriß literarischer Vielfalt. Die Modellbildung stützt sich v.a. auf die analytische Abweichungspoetik und Denkweisen der Biodiversitätsforschung. Zur historischen Fundierung dienen begriffsgeschichtliche Rekonstruktionen (z.B. zu "Mannigfaltigkeit", "Spielraum" oder "poetische Lizenz") und Analysen literarischer Texte, welche literarische Vielfalt konzeptualisieren (z.B. Grimmelshausens »Continuatio«). Der zweite Teil erprobt das Instrumentarium am Beispiel der poetischen Spielräume von Epigramm und Sonett. Der dritte Teil konzentriert sich auf Lizenzen, die barocke Anweisungspoetiken auf der Ebene der Regeln und Exempla oder als Normierungslücken eröffnen (u.a. bei der Disposition oder Chorgestaltung im Trauerspiel). Hierbei wird die Eigendynamik der Dichtungspraxis deutlich, die sich mit zunehmender Diversifikation von präskriptiven Vorgaben löst. Literarische Vielfalt befördert die Öffnung des poetischen Systems und bietet somit ein neues Erklärungsmodell für den Untergang des barocken Poetikparadigmas um 1730 Die Studie akzentuiert die spezifische Vielfalt der deutschen Barockliteratur. Sie bietet neben einem Grundriß literarischer Diversität die exemplarische Analyse gattungsinterner Spielräume von Epigramm und Sonett. Zudem erschließt sie Lizenzen, die Barockpoetiken trotz ihrer hohen Restriktivität eröffnen. Prozesse literarischer Diversifikation befördern die Unabhängigkeit der Dichtungspraxis gegenüber poetologischen Vorgaben. Inwiefern trägt dies zum Untergang des barocken Poetikparadigmas um 1730 bei? The series Studien zur deutschen Literatur (Studies in German Literature) presents outstanding analyses of German-speaking literature from the early modern period to the present day. It particularly embraces comparative, cultural and historical-epistemological questions and serves as a tradition-steeped forum for innovative literary research. Jörg Wesche. Based On The Author's Thesis (doctoral)--universität Göttingen. Includes Bibliographical References (p. 305-325).
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