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Literarische Ausstellungen von 1949 bis 1985 : Bundesrepublik Deutschland - Deutsche Demokratische Republik ; Diskussion, Dokumentation, Bibliographie

معرفی کتاب «Literarische Ausstellungen von 1949 bis 1985 : Bundesrepublik Deutschland - Deutsche Demokratische Republik ; Diskussion, Dokumentation, Bibliographie» نوشتهٔ Ebeling, Susanne (editor)، منتشرشده توسط نشر De Gruyter Saur در سال 2012. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Literaturausstellungen sind verhältnismäßig jung. Während das Zur-Schau-Stellen von Büchern bzw. Schriftrollen seit der römischen Antike Brauch war, sei es, weil die geschmückten Bände Zimelien oder Kultgegenstände waren, sei es, weil in der öffentlichen Saal-Bibliothek Aufbewahrung und Schau-Stellung eins waren, gibt es Literaturausstellungen erst seit der Mitte des 19.Jahrhunderts. Für die Frühgeschichte der Buchausstellung läßt sich eine dichte Folge von Beispielen: aus dem alten Rom, den Klosterbibliotheken des frühen Mittelalters, den Fürstenbibliotheken der Renaissance, den Stadt-und Universitätsbibliotheken des 16. und 17Jahrhunderts, finden. Diese Linie führt -nach der Trennung von Magazinund Leseraum -direkt bis zu den ersten, ausschließlich zum Vorzeigen eingerichteten Vitrinen-und Dauerausstellungen in der ersten Hälfte des 19 Jahrhunderts. Dagegen gibt es nur wenige Vorläufer von Literaturausstellungen. Anzuführen sind aus der Antike nur einige Bildnis-Sammlungen wie die "Viri Illustris" des Verres 2 und deren Nachahmungen 3 . Diese bilden jedoch bestenfalls eine Vor-, aber keine Frühgeschichte der Literaturausstellung, da sie nur das Bildnis der Dichter (und anderer Berühmtheiten), nicht aber die Werke zur Schau stellten. Neben Bibliotheken werden literarische Ausstellungen vor allem in literarischen Archiven, Museen und Memorialstätten ausgerichtet, die ihre Entstehung im 19 Jahrhundert vornehmlich der Popularisierung historischen Denkens, der Suche nach Ansätzen für nationale Identität , der gestiegenen Bedeutung der Wissenschaften 5 und nicht zuletzt Goethes Testament 6 verdanken. So gehört die Geschichte der literarischen Gedenkstätten und Archive auch zur Geschichte literarischer Ausstellungen. Die Buchausstellung ist als "eine museale Darstellung [...], die sich bemüht, [...] die Schrift und das Buch, den Beschreibstoff und die Schreibmittel, die manuellen und maschinellen Techniken der Herstellung in ihrer schier unübersehbaren Mannigfaltigkeit anschaulich zu machen" , vor allem ein Hilfsmittel für Buchwissenschaft und Buchgewerbe, das "die historischen, die philologischen, die ästhetischen Ergebnisse der Forschung und die in technisch-gewerblicher Hinsicht erzielten Fortschritte [...] durch Anschauung deutlich macht." Obwohl die Buchausstellung daher einen Gegenstand in eigener Tradition im Auge hat, ist die Kluft zwischen ihr und der Literaturausstellung doch geringer, als es zunächst scheint. So fallen bei literatur-soziologischen Themen wie 'Das billige Buch' oder 'Geschichte einzelner Verlags-und Druckorte', aber auch bei genuin buchgeschichtlichen Themen wie 'Der Musen-Almanach' oder 'Der Kalender' die Geschichte des Buchdrucks mit der Geschichte der Literatur zusammen. Und selbst ein scheinbar rein bibliophiles Gebiet wie 'Die schönsten Bücher aus ...', 87 88 Schriften in lesbare Umschrift zu verwenden. Vor allem gilt es, Fragen, Hypothesen zur ausgestellten Literatur dem Besucher vorzulegen, statt wie so oft Fakten und Dokumente zu reproduzieren. So gibt der Titel 'Hier schreibt Berlin' in der Marbacher Ständigen Ausstellung 'Das 20. Jahrhundert' der 15. Vitrine eine Zielsetzung, die diesen Abschnitt der Literaturgeschichte nur dokumentarisch belegt und (ein wenig) beschreibt, ihn aber nicht interpretiert (vgl. Bild unten). Das Titelzitat verweist nur darauf, daß hier Autoren aus Berlin aufgereiht werden. Durch einen anderen Titel (der etwa das Beieinander von Elite-Kunst und populärer Kunst hervorhebt) würden hingegen Fragen an die Exponate gestellt werden. Aus Dokumenten würden Erkenntnisträger. So deutet das Biberkopf-Filmprospekt 90 unter dem Signal 'Hier schreibt Berlin' gesehen, nur vage auf die enge Beziehung zwischen Roman und Film. Wäre es im Zusammenhang mit der Frage nach dem damals möglichen friedlichen (?) Nebeneinander von Kunst und Kommerz zu sehen, würde es eher zum Nachdenken anregen. "Für sich" in die Vitrine gelegt, deutet es diesen Gedanken nur von ferne an. Wie überhaupt die meisten Stücke dieser Vitrine mehr Bedeutung gewännen, stellte man das interpretatorische Ziel deutlicher heraus. Auch durch Weglassen von Exponaten durch den Verzicht, alles und jedes "abdecken zu wollen", ließen sich interpretierende Akzente setzen. So könnte, um noch einmal die Vitrine 'Hier schreibt Berlin' zu bemühen, auf das Heft 7 der 'Süddeutschen Monatshefte' aus dem Jahre 1931 leicht verzichtet werden. Die Autoren, die der Umschlag nennt, sagen wenig im Zusammenhang dieses Abschnitts; und das, was der Katalog zu Ε. B. Kolbenheyers Beitrag in diesem Heft schreibt, teilt sich dem Betrachter nicht mit. ebenfalls Ausstellungserfahrungen in Weimar, Hannover (Stadtbibliothek) und Marbach a. N. gesammelt. Die Vorarbeiten an diesem Band, besonders die zur Dokumentation, gehen zurück auf eine Tagung, die das Institut für Ästhetische Erziehung und Kulturpädagogik 1987 an der Universität Hildesheim durchführte, um Schwerpunkte der Arbeit in den Fächern des Studiengangs vorzustellen. Ich habe daher allen Studierenden, die in den vergangenen vier Jahren meine Seminare und Übungen zum Thema Literaturausstellung mitgetragen haben, zu danken. Mit Namen nennen möchte ich Inhaltsverzeichnis Einleitung: Die Literaturausstellung zwischen Zimelienschau und didaktischer Dokumentation: Problemaufriß – Literaturbericht I Zum Begriff der Literaturausstellung Literaturausstellungen. Möglichkeiten und Grenzen Spezifische Probleme des Literaturmuseums als Anreger Literatur und museale Präsentation II Institutionen von literarischen Ausstellungen. Ausstellungen in Geschichtsmuseen, Bibliotheken und Literaturmuseen Die Veranschaulichung der Geschichte Subjektive Heimat – objektive Musealität Ausstellungen als bibliothekarische Aufgabe Ausstellungen von Hand- und Druckschriften in öffentlichen wissenschaftlichen Bibliotheken. Ein geschichtlicher Überblick von den Anfängen bis 1945 Konzeption und Gestaltung biographischer Museen in zeitnaher Sicht LiteraturaussteUungen in Literaturmuseen III Literaturausstellungen: national - international Literarisches Erbe im Museum Ausstellungspraxis in der Bundesrepublik Deutschland - Auswertung einer Umfrage Literaturausstellungen im internationalen Vergleich IV Zur Präsentation und Rezeption literarischer Ausstellungen Literaturausstellungen im Visier Ausstellungs-Ansichten Inszenierungsstile von Literaturausstellungen Probleme der visuellen Gestaltung in Literaturmuseen Ausstellungskritik im Literaturmuseum? Literaturmuseum und Publikum V Literaturausstellungen in der Bundesrepublik Deutschland und in der Deutschen Demokratischen Republik 1949–1985. Ein Verzeichnis VI Auswahlbibliographie zu Ausstellungen in kulturhistorischen Museen, Archiven und Bibliotheken Register Drucknachweise Bildnachweise

Die Frühe Neuzeit hat in den Geschichts- und Kulturwissenschaften ein eigenes Profil gewonnen. Die Buchreihe Frühe Neuzeit dient der Grundlagenforschung in Gestalt von Editionen, Monographien und Sammelbänden. Sie strebt nicht die großräumige Überschau an, die vorschnelle Synthese oder prätentiöse Konstruktion, sondern nimmt den Umweg über die Arbeit am Detail und die Erkundung verschütteter Traditionszusammenhänge. Ein besonderer Akzent liegt auf Untersuchungen, welche die Grenzen der Fachdisziplin überschreiten.

Susanne Ebeling, Hans-otto Hügel, Ralf Lubnow (hrsg.). Includes Bibliographical References (p. [413]-445) And Index.
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