Lernentwicklungsgespräche und Partizipation : Rekonstruktionen zur Gesprächspraxis zwischen Lehrpersonen, Grundschülern und Eltern
معرفی کتاب «Lernentwicklungsgespräche und Partizipation : Rekonstruktionen zur Gesprächspraxis zwischen Lehrpersonen, Grundschülern und Eltern» نوشتهٔ Marina Bonanati (auth.)، منتشرشده توسط نشر Springer Spektrum. in Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH در سال 2018. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Im Mittelpunkt dieser Studie stehen Gesprächsanalysen natürlicher sprachlicher Interaktionen zwischen Lehrpersonen, Grundschülern und Grundschülerinnen sowie deren Sorgeberechtigten – sogenannte „Lernentwicklungsgespräche“. Die Autorin entwirft ein interaktionistisches Verständnis von Partizipation. Mit dieser Perspektive gelingt es, soziale Ordnungen in Lernentwicklungsgesprächen in Bezug auf die Partizipation der Teilnehmenden zu rekonstruieren. Ihre Bedeutung erhält die Studie u. a. im Kontext des (grund)schulpädagogischen Diskurses um die Individualisierung von Unterricht. Mit einer Positionierung der Schüler und Schülerinnen als eigenverantwortlich, selbstständig Lernende hängt die Zuweisung von Verantwortung für die eigene Lernentwicklung zusammen. In Lernentwicklungsgesprächen drückt sich dies u. a. in der Aufforderung an die Schüler und Schülerinnen aus, sich selbst einzuschätzen sowie Lernvereinbarungen zu treffen. Inhaltsverzeichnis 8 Einleitung 12 Teil I – Kontext und Praxis schulischer Lernentwicklungsgesprä-che 19 1 Schulische Lernentwicklungsgespräche 19 1.1 Strukturelle Verankerung 19 1.2 Ansprüche an die Durchführung 24 2 Individualisierung und Schülerselbsteinschätzung 30 2.1 Programmatik der Individualisierung schulischen Lernens 31 2.2 Selbst(zu)ständigkeit und Selbsteinschätzung 41 2.3 Praxis individualisierten Lernens und der Schülerselbstein-schätzung 47 2.4 Zusammenfassung: Individualisierung und Schülerselbstein-schätzung 59 3 Partizipation in der Schule 60 3.1 Annäherung aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive 61 3.2 Partizipation und Lernen 67 3.3 Ambivalenz und Eigensinn schulischer Partizipationspraxis 76 3.4 Zusammenfassung: Partizipation in der Schule 85 4 Lehrer/in-Schüler/in-Eltern-Interaktion – Gesprächsanalyti-sche Erkenntnisse 87 4.1 Forschungsüberblick 88 4.2 Partizipation in Lehrer/in-Schüler/in-Eltern-Gesprächen 95 4.3 Lernen als Gegenstand schulischer Gespräche 101 4.4 Zusammenfassung der gesprächsanalytischen Erkenntnisse 106 Teil II - Methodologische und methodische Überlegungen 108 5 Forschungsperspektive 108 5.1 Soziale Ordnungen schulischer Praxis 109 5.1.1 Interpretation sozialer Praxis 109 5.1.2 Ethnomethodologische Grundannahmen 111 5.2 Analyse schulischer Gespräche 115 5.2.1 Anliegen der Gesprächsanalyse 116 5.2.2 Grundannahmen und Maximen für die Analyse von Gesprächen 119 5.3 Erkenntnispotenzial der sequenziellen Gesprächsanalyse 124 5.3.1 Potenziale und Grenzen der Gesprächsanalyse für (grund-)schulpädagogische Forschung 124 5.3.2 Forschungsperspektive und Erkenntnisinteresse dieser Studie 129 6 Forschungsfeld und gesprächsanalytische Verfahren 132 6.1 Forschungsfeld 132 6.1.1 Die Schulen und ihre Strukturen der Leistungsrückmeldung108 133 6.1.2 Akteure im Feld 136 6.2 Datenerhebung und -aufbereitung 138 6.2.1 Erhebung 138 6.2.2 Transkription 140 6.2.3 Gesprächsdaten 142 6.3 Analyseverfahren und Forschungsprozess 143 6.3.1 Annäherung und Makroanalyse 144 6.3.2 Detaillierte Sequenzanalysen am Einzelfall 145 6.3.3 Fallvergleichende Analysen 149 6.3.4 Struktur der Ergebnisdarstellung 150 7 Partizipation aus interaktionistischer Perspektive 154 7.1 Beteiligung im Gespräch 156 7.1.1 Beteiligungsrollen 156 7.1.2 Verantwortlichkeiten der Produzenten 159 7.1.3 Status der Rezipienten 164 7.2 Partizipation als interaktiv hervorgebrachte Ordnung 169 7.2.1 Die Bedeutung des gemeinsamen Herstellungsprozesses 169 7.2.2 Adressatenzuschnitt 172 7.2.3 Selbst- und Fremdpositionierung 175 7.2.4 Rederechte und -zwänge 177 7.2.5 Themenentwicklung 178 7.2.6 Steuerungshandeln 180 7.3 Heuristische Fragen 182 Teil III: Analyseergebnisse 184 8 Makrostrukturelle Beschreibung von Lernentwicklungsge-sprächen 186 8.1 Die soziale Situation ‚Lernentwicklungsgespräch’ 186 8.2 Zentrale Gesprächsaufgaben 190 9 Sequenzanalytische Rekonstruktionen von Lernentwick-lungsgesprächen 198 9.1 Überleitungssequenzen 198 9.1.1 Detaillierte Sequenzanalyse 199 9.1.2 Etablierung von Beteiligungsstrukturen 214 9.1.2.1 Die Lehrerin als Gesprächsverantwortliche 214 9.1.2.2 Die Schüler/innen im Fokus der Aufmerksamkeit 220 9.1.3 Lernentwicklung als Thema? 223 9.1.3.1 Entwicklung 224 9.1.3.2 Mehrperspektivität 226 9.1.4 Abweichende Fälle 231 9.1.5 Zusammenfassung: Etablierung von Beteiligungsstrukturen und Themen in Überleitungssequenzen 234 9.2 Schülerselbsteinschätzung 239 9.2.1 Detaillierte Sequenzanalysen 241 9.2.1.1 Faris Selbsteinschätzung am 02.02.2012 241 9.2.1.2 Faris Selbsteinschätzung am 15.08.2012 251 9.2.1.3 Faris Selbsteinschätzung am 05.02.2013 261 9.2.2 Steuerung der Schülerselbsteinschätzung 268 9.2.2.1 Positive Selbsteinschätzung initiieren 269 9.2.2.2 Selbsteinschätzung steuern 271 9.2.2.3 Darstellungen abschließen 283 9.2.3 Themen der Schülerselbsteinschätzung 288 9.2.3.1 Entwicklungen bezüglich spezifischer Lerninhalte 290 9.2.3.2 Verhalten in der Lerngruppe 294 9.2.3.3 Anforderungen an den Arbeitsprozess 297 9.2.3.4 Bewertungen des Unterrichts 301 9.2.4 Zusammenfassung: Steuerungspraktiken und Themen der Schü-lerselbsteinschätzung 304 9.3 Lernen ‚planen’ 307 9.3.1 Formulieren 308 9.3.2 Terminieren 320 9.3.3 Dokumentieren 338 9.3.3.1 Das Protokoll als Vertrag 339 9.3.3.2 Doppelte Protokollführung 350 9.3.3.3 Vergleichende Zusammenfassung 364 9.3.4 Zusammenfassung: Lernen ‚planen’ 366 9.4 Entscheidungsmöglichkeiten von Schüler/inne/n 368 9.4.1 Individuelle Lernvorhaben vereinbaren 369 9.4.1.1 Passung zwischen Interesse, Lernentwicklung und Lernmaterial 369 9.4.1.2 Interessenorientierung als geteilte Verantwortung von Schule und Familie 375 9.4.1.3 Interessensbekundung zur Korrektur einer Fremdpositionie-rung 383 9.4.2 Entscheidungen im Rahmen von Wahlmöglichkeiten aushandeln 386 9.4.3 Zusammenfassung: Entscheidungsmöglichkeiten von Schü-ler/inne/n 401 Teil IV: Schlussfolgerungen 405 10 Erträge der Arbeit 405 10.1 Partizipative Ordnungen in Lernentwicklungsgesprächen 406 10.1.1 Partizipation als Norm 406 10.1.2 Partizipation als interaktiv hervorgebrachte soziale Ordnung 407 10.1.2.1 Interaktionistisches Verständnis von Partizipation 407 10.2 Makrostrukturelle Beschreibung 409 10.3 Überleitungssequenzen in Lernentwicklungsgesprächen: Beteiligungsstrukturen und Gesprächsthemen etablieren 411 10.3.1 Überleitung in die Kernphase 411 10.3.2 Etablierung von Beteiligungsstrukturen 412 10.3.3 Etablierung von Gesprächsthemen 415 10.4 Schülerselbsteinschätzung: Einübung in Formen der Selbst-konstruktion 416 10.4.1 Einübung in Selbsteinschätzung 416 10.4.2 Zwang zur Verantwortungsübernahme durch Schülerselbstein-schätzung 417 10.4.3 Entwicklung und normkonformes Verhalten inszenieren 419 10.5 Lernen ‚planen’: Aushandlung von Verantwortlichkeiten 427 10.5.1 Formulieren, Terminieren und Dokumentieren 427 10.5.2 Lernplanung’ zwischen Transparenz und Verantwortungszuwei-sung 432 10.5.3 Lernen als formalisierter Prozess 433 10.6 Entscheidungsmöglichkeiten von Schüler/inne/n: Zwischen Öffnungen und Schließungen 435 10.6.1 Vereinbarungen und Entscheidungen treffen 435 10.6.2 Entscheidungen im Spannungsfeld von Öffnungen und Schlie-ßungen 438 10.6.3 Individuelle Lernvorhaben? 441 Literaturverzeichnis 443 Anhang 473 I. Verzeichnis der Transkriptbeispiele 473 II. Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen 475 II. Forschungsfragen 477 Im Mittelpunkt dieser Studie stehen Gesprächsanalysen natürlicher sprachlicher Interaktionen zwischen Lehrpersonen, Grundschülern und Grundschülerinnen sowie deren Sorgeberechtigten - sogenannte "Lernentwicklungsgespräche". Die Autorin entwirft ein interaktionistisches Verständnis von Partizipation. Mit dieser Perspektive gelingt es, soziale Ordnungen in Lernentwicklungsgesprächen in Bezug auf die Partizipation der Teilnehmenden zu rekonstruieren. Ihre Bedeutung erhält die Studie u. a. im Kontext des (grund)schulpädagogischen Diskurses um die Individualisierung von Unterricht. Mit einer Positionierung der Schüler und Schülerinnen als eigenverantwortlich, selbstständig Lernende hängt die Zuweisung von Verantwortung für die eigene Lernentwicklung zusammen. In Lernentwicklungsgesprächen drückt sich dies u. a. in der Aufforderung an die Schüler und Schülerinnen aus, sich selbst einzuschätzen sowie Lernvereinbarungen zu treffen. Der Inhalt Schulische Lernentwicklungsgespräche Individualisierung und Schülerselbsteinschätzung Partizipation in der Schule Gesprächsanalytische Verfahren Partizipation aus interaktionistischer Perspektive Sequenzielle Rekonstruktionen von Lernentwicklungsgesprächen Die Zielgruppen Dozierende und Studierende der (Grund)Schulpädagogik sowie der Erziehungswissenschaften Lehrpersonen Die Autorin Marina Bonanati forscht hauptsächlich im Bereich der (gesprächsanalytischen) Rekonstruktion schulischer Interaktionen Front Matter....Pages I-XIX Kontext und Praxis schulischer Lernentwicklungsgespräche....Pages 9-19 Individualisierung und Schülerselbsteinschätzung....Pages 21-50 Partizipation in der Schule....Pages 51-77 Lehrer/in-Schüler/in-Eltern-Interaktion – Gesprächsanalytische Erkenntnisse....Pages 79-99 Methodologische und methodische Überlegungen....Pages 101-124 Forschungsfeld und gesprächsanalytische Verfahren....Pages 125-146 Partizipation aus interaktionistischer Perspektive....Pages 147-178 Makrostrukturelle Beschreibung von Lernentwicklungsgesprächen....Pages 179-190 Sequenzanalytische Rekonstruktionen von Lernentwicklungsgesprächen....Pages 191-397 Schlussfolgerungen....Pages 399-436 Back Matter....Pages 437-473
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