Lehrbuch der malerischen Perspektive mit Einschluß der Schattenkonstruktionen: Zum Gebrauche bei Vorlesungen und zum Selbststudium (German Edition)
معرفی کتاب «Lehrbuch der malerischen Perspektive mit Einschluß der Schattenkonstruktionen: Zum Gebrauche bei Vorlesungen und zum Selbststudium (German Edition)» نوشتهٔ Dr. Guido Hauck (auth.)، منتشرشده توسط نشر Springer-Verlag Berlin Heidelberg در سال 1910. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Heilige Brücken gibt es, die uns Menschen mit den Dahingegangenen verbinden. Wir dürfen frei von Schmerz des Glückes rein genießen, aufs neue uns vereint zu sehen mit dem, was einstens unserem Leben reichen Inhalt bot. Zu Bauherren jener Brücken können wir selbst werden. Gelingt es uns in heißem Ringen, in die Gedankenwelt der uns Entrissenen einzudringen, -uns selber ganz vergessend, aus ihrem Geist heraus zu denken und zu wirken -, so ist die Brücke wohl gefügt, und keine Schranke mehr steht zwischen uns und ihnen.An einer solchen Brücke habe ich versucht zu bauen während der Zeit der verantwortungsvollen Arbeit, die ich, um einem Wunsche meines lieben Vaters zu entsprechen, mit der Herausgabe des vorliegenden Werkes auf mich genommen habe.Die Kunst mit ihren vielfachen Problemen zog meinen Vater immer wieder und wieder in ihren Bannkreis. Er machte den tiefgehenden Versuch, die Gedankenwelt des schaffenden Künstlers zu durchforschen. Davon legt unter anderem die kleine Schrift "Arnold Böcklins Gefilde der Seligen und Goethes Faust" Zeugnis ab. Als Böcklin im Jahre 1886 den Verfasser aufsuchte, gab der Künstler seinem Danke für die Deutung des Bildes und seiner Freude darüber warmen Ausdruck. Auf der anderen Seite studierte und prüfte der Mathematiker die Schöpfungen der großen bildenden Meister, "um darin die Prinzipien, die der divinatorische Instinkt des künstlerischen Genius bewußt oder unbewußt befolgte, zu erkennen und in Gesetze zu formulieren", damit diese wiederum für den strebenden Künstler fruchtbar IV Vorwort.würden. Über das Verhältnis zwischen Künstler und Geometer äußert sich mein Vater in seiner Schrift "Die subjektive Perspektive und die horizontalen Kurvaturen des dorischen Stils" folgendermaßen: "Nicht Gesetze vorschreiben, sondern vorsch lagen lassen soll sich der Künstler vom Geometer. Er soll die kräftige Unterstützung, die ihm der Geometer willig anbietet, nicht von der Hand weisen, sondern sie dankbar annehmen und benützen zu seinem eigenen Vorteil."In diesem Sinne möge das vorliegende Lehrbuch aufgenommen werden. Es entstand in den letzten vier Jahren vor dem Tode des Verfassers (t 1905) als Frucht seiner langjährigen, ihm sehr lieben Tätigkeit am Seminar für das staatliche Zeichenlehrerinnenexamen des Vereins der Künstlerinnen und Kunstfreundinnen zu Berlin, unter dem Direktorium von Fräulein Margarete Hoenerbach. Da mir die Ehre zuteil wurde, sein Erbe im Unterricht am Seminar anzutreten, so war es für mich auch eine Ehrenpflicht, das Werk, an dem er mit der größten Liebe und Hingebung gearbeitet hatte, in seinem Sinne zu Ende zu führen. Er hatte die Absicht, es zu einem abgeschlossenen Ganzen auszubauen, das die vollständige Lehre der Perspektive enthält.Das Buch behandelt die "malerische Perspektive" im Gegensatze zur sogenannten "Architekten-Perspektive". Demgemäß stützen sich die Konstruktions-Methoden auch nicht folgerecht auf einen vorliegenden Grund-undAufriß, sondern es sind räumliche Gebilde, die, durch Skizzen und Abmessungen gegeben, direkt in Perspektive gesetzt werden in den betreffenden Bildrahmen hinein. Obwohl das Buch hauptsächlich die Bedürfnisse des Künstlers berücksichtigt, ist es doch nicht für diesen allein bestimmt; vielmehr wird es auch dem Architekten eine Fülle von Anregung und auf die meisten Fragen im Unterricht eine Antwort geben. Dem Mathematiker, der sich leicht und schnell in die Methode der Perspektive einarbeiten will, wird es ein willkommenes Lehrbuch sein. Es eignet sich insofern nicht nur für ihn, der den Unterricht in der darstellenden Geometrie an einer höheren Lehranstalt zu erteilen hat, sondern auch für den Zeichenlehrer, den die sechs Übungsbeü'lpiele "Tafel I--VI" anregen mögen, neue Vorbilder für seine Schüler zu schaffen oder diese zu eigenen perspekti "ischen Dan;tellungen anzuleiten. Vorwort. V An dem von meinem Vater hinterlassenen Entwurfe habe ich kaum etwas geändert. Einiges mußte umgestellt und abgerundet werden. Vieles wurde hinzugefügt. So sind die Paragraphen 24, 25, 34, 36, 56 und 57 gänzlich neu hinzugekommen. Der Paragraph 25 enthält in gedrängter Kürze einige wichtige den Schriften des Verfassers entnommene Worte und Gedanken. Um allen Lesern gerecht zu werden, auch denen, die mit den geometrischen Grundbegriffen nicht vertraut sind, habe ich diese in den Vorbemerkungen kurz zusammengestellt, wie dies bereits von meinem Vater beabsichtigt war. Die Figuren zu dem Werke wurden von mir sämtlich neu angefertigt. Ich war dabei auf das eifrigste bestrebt, in ihnen die im Texte gemachten Ausführungen klar und anschaulich zur Darstellung zu bringen.Es sei mir an dieser Stelle noch vergönnt, der Verlagsbuchhandlung J ulius Springer für ihr stets freundliches Bemühen um das Gelingen des Werkes meinen aufrichtigen Dank auszusprechen. Möchte das Buch sich Freunde unter Künstlern, Architekten und Lehrern, überhaupt in allen sich für Perspektive interessierenden Kreisen, erwerben und so die Erinnerung an den Dahingegangenen festhalten, dessen höchstes Streben es war, der Menschheit sein Bestes zu geben, für sie zu wirken und zu leben. "Wir verstehen unter einer Abbildung nicht einen schablonenmäßigen Abklatsch, sondern eine freie Wiedergabe des Eindrucks, den das Auge und die Seele von dem Naturobjekt empfängt." Guido Hauek. Heilige Brücken gibt es, die uns Menschen mit den Dahin gegangenen verbinden. Wir dürfen frei von Schmerz des Glückes rein genießen, aufs neue uns vereint zu sehen mit dem, was einstens unserem Leben reichen Inhalt bot. Zu Bauherren jener Brücken können wir selbst werden. Gelingt es uns in heißem Ringen, in die Gedankenwelt der uns Entrissenen einzudringen, - uns selber ganz vergessend, aus ihrem Geist heraus zu denken und zu wirken -, so ist die Brücke wohl gefügt, und keine Schranke mehr steht zwischen uns und ihnen. An einer solchen Brücke habe ich versucht zu bauen während der Zeit der verantwortungsvollen Arbeit, die ich, um einem Wunsche meines lieben Vaters zu entsprechen, mit der Herausgabe des vorliegenden Werkes auf mich genommen habe Front Matter....Pages I-VIII Erforderliche Zeichenmaterialien....Pages 1-1 Grundbegriffe aus der ebenen Geometrie....Pages 2-15 Front Matter....Pages 17-17 Frontansicht....Pages 19-126 Schrägansicht....Pages 127-227 Die schiefe Ebene....Pages 228-263 Front Matter....Pages 265-265 Künstliche Beleuchtung....Pages 267-304 Sonnenbeleuchtung....Pages 305-337 Back Matter....Pages 338-340 Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfangen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen fur die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfugung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden mussen. Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.
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