Leben und Lernen hinter Stacheldraht: Die Evangelischen Lagergemeinden und Theologischen Schulen in England, Italien und Ägypten. Eine Dokumentation
معرفی کتاب «Leben und Lernen hinter Stacheldraht: Die Evangelischen Lagergemeinden und Theologischen Schulen in England, Italien und Ägypten. Eine Dokumentation» نوشتهٔ Weindel, Matthias، منتشرشده توسط نشر Vandenhoeck & Ruprecht; Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Company KG در سال 2001. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Vgl. zur Geschichte der Kriegsgefangenenhilfe der YMCA T. STRONG, Service, S. 545-588 sowie das unveröffendichte, in englischer Sprache verfaßte Manuskript von Andre Vulliet: A Record of YMCA Service among Prisoners, Internees and Displaced Persons during World War II. o. O. o. J., auf das Strong bei seinen Ausführungen wesendich zurückgreift Es befindet sich in der Bücherei des Weltbundes in Genf, die dem Bearbeiter eine Kopie zur Verfügung gestellt hat (LKA STUTTGART, D 54: YMCA). ## Einleitung Regierungen von Großbritannien, Deutschland und Frankreich in Verhandlungen und erhielt vom britischen Kriegsministerium, dem deutschen sowie dem französischen Außenministerium in den ersten Wochen nach Kriegsausbruch die schriftlichen Zusicherangen, ihre internationale Kriegsgefangenenhilfe durchführen zu dürfen. Aufgrund dieser Erlaubnis wurde in Absprache mit dem im Aufbau befindlichen Ökumenischen Rat der Kirchen'^, dem Christlichen Studentenweltbund und der Young Women's Christian Associations die YMCA mit der generellen Kriegsgefangenenbetreuung beauftragt, der die anderen Weltorganisationen im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützend zur Seite treten sollten. In Abstimmung mit dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) übernahm die Kriegsgefangenenhilfe der YMCA die drei Aufgaben: 1. Aus-und Weiterbildung, 2. Freizeitgestaltung und 3. kulturelle und geistige Betreuung der Kriegsgefangenen. Dem gegenüber blieb das Rote Kreuz gemäß der Genfer Konvention'^ für die medizinische und strukturelle Versorgung verantwortlich. Daß die Arbeit der Kriegsgefangenenhilfe nicht immer einfach war, zeigte sich bei den Bemühungen, die Universalität und Neutralität der Organisation mit der jeweiligen nationalen Autonomie der Gewahrsamsmacht und der Kriegsgefangenen zu verbinden. Dadurch wird nachvollziehbar, daß die Kriegsgefangenenhilfe der YMCA in England, Italien und Ägypten ganz unterschiedliche Ausprägungen erfuhr.Entscheidend für ihre guten Wirkungen bei den Kriegsgefangenen war die strikte Neutralität der War Prisoners' Aid auch gegenüber den Re-education-Maßnahmen. Man durfte nicht Mittel zum Zweck oder Handlanger der Re-education werden.'^ Dennoch ergänzten sich beide Bemühungen. " Der ORK in Genf rief die Ökumenische Kommission für die Pastoration der Kriegsgefangenen ins Leben. Sie hatte sicii die pastorale Betreuung der Kriegsgefangenen zur Aufgabe gemacht, welche praktisch darin bestand, die Kriegsgefangenenlager zu besuchen und die Strukturen für Lagergemeinden zu fördern und seelsorgerlich zu unterstützen. Häufig bestand ihre Hilfe in der Vermittlung von theologischer Literatur, die dann vor Ort von der YMCA verteilt wurde. Deshalb kam es mitimter bei den Kriegsgefangenen zu dem Eindruck, alle Literatur sei von der YMCA gekommen. Von der Ökumenischen Kommission für die Pastoration der Kriegsgefangenen hörten gerade in Großbritannien, aber auch in Ägypten die Kriegsgefangenen erst sehr spät Das lag unter anderem darin begründet, daß sie mehr im Hintergrund agierte als öffendich Akzente setzte; vgl. den Bericht des Dekans der deutschen lutherischen Gemeinden in Großbritannien Dr. Julius Rieger, den er auf der Konferenz der evangelischen Lagerpfarrer in London am Freitag, dem 2.4.1948 hielt (Referat von Dekan Dr. Julius Rieger bei der Konferenz der evangelischen Lagerpfarrer in London. London März/April 1948. In: EZA BERLIN, 2/475). Dem gegenüber war die Hilfe der YMCA jedem Kriegsgefangenen offensichtlich. English summary: German prisoners of war received theological education in camps in Great Britain, Italy, and Egypt. This volume contains documents regarding the camps: correspondence with German and international church officials, reports, papers, etc. German description: Wer weia schon, was wir in den Kriegsgefangenenlagern wirklich gemacht haben? Wir haben da nicht nur unsere Zeit abgesessen, sondern gelebt und richtig studiert. Die Dokumentation vermittelt Einblicke in ein Stuck fast vergessener kirchlicher Zeitgeschichte: Sie veranschaulicht, wie deutsche Kriegsgefangene nach 1945 in den britischen Lagern gelebt und an drei Lagerhochschulen fur Evangelische Theologie in England (Norton Camp), Italien (Rimini) und Agypten (Suezkanal-Zone) gelernt haben. Das Leben und das Lernen war fur diese Gefangenen die Moglichkeit zu uberleben, mit etwaigen Bruchen in ihrer Lebensgeschichte fertig zu werden und sich neu zu orientieren. Mithilfe einer Einleitung und 69 abgedruckten Quellen dokumentiert der Band die tatkraftige Unterstutzung der christlichen Laienorganisation der YMCA (Young Men's Christian Associations) als Organisation der internationalen Okumene, die konkrete Trennungen in der Gemeinschaft zu uberwinden half. Aspekte der britischen Re-education kommen ebenso in den Blick wie das Verhalten der Landeskirchen in Deutschland. Dokumente aus privaten wie offentlichen Archiven in Deutschland und der Schweiz sind erstmals zusammengetragen und veroffentlicht Bearbeitet Von Matthias Weindel Mit Einem Geleitwort Von Gerhard Schäfer. Includes Bibliographical References (p. [383]-389) And Index.
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