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Kunst im Kreuzfeuer : documenta, Weimarer Republik, Pariser Salons : Moderne Kunst im Visier von Extremisten und Populisten

معرفی کتاب «Kunst im Kreuzfeuer : documenta, Weimarer Republik, Pariser Salons : Moderne Kunst im Visier von Extremisten und Populisten» نوشتهٔ Christian Saehrendt، منتشرشده توسط نشر BWV Berliner Wissenschafts-Verlag. in Franz Steiner Verlag GmbH در سال 2020. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

In Krisenzeiten werden regelmäßig Sündenböcke gesucht und Verschwörungstheorien bemüht, um komplexe Transformationsprozesse und unerwartete Ereignisse zu verstehen. Neben Minderheiten, Migranten und Eliten zählten auch immer wieder Kunst und Künstler zu Blitzableitern eines mitunter bewusst geschürten "Volkszorns". In den 1920er und 1930er Jahren wurden die Ressentiments gegen moderne Kunst besonders giftig, wobei Antisemitismus eine Schlüsselrolle spielte. Nicht nur das Spekulative des Kunstmarktes, der zum Symbol eines irrealen und heißlaufenden Kapitalismus schlechthin wurde, stand im Mittelpunkt der Kulturkritik jener Zeit, sondern auch die Isolation der Künstler vom "Volk". Künstler wurden von Links- und Rechtsextremisten als Egoisten und abgehobene Individualisten, sogar als "Feinde des Volkes" geschmäht. Christian Saehrendt untersucht die Rolle von Gegenwartskunst in der Agenda populistischer, fundamentalistischer und extremistischer Bewegungen. Diese versuchen stets Ängste, Emotionen und Ressentiments in der Bevölkerung aufzugreifen, zu verstärken und für sich zu nutzen. Ihr Geschäftsmodell ist die gesellschaftliche Spaltung. Funktioniert diese Taktik auch auf dem Gebiet der Gegenwartskunst? Wer sind die heutigen "Feinde der Kunst"? Inhaltsverzeichnis Einleitung Kapitel I Salonfähig und Skandalös Das System der Salons und der moderne Kunstmarkt Ein städtisches Massenpublikum entdeckt die Kunst Exponierte Künstler Auffallen um jeden Preis: Dandys und Bohemiens Der Skandal als Erfolgsmethode Glanz und Elend der Salonkunst Kulturpessimistische Kunstkritik: Der Markt als Feind Französische und deutsche Kunstrezeption im Fahrwasser des Nationalismus Kampfbegriff „Deutsche Kunst“ Antisemitismus und Kulturkritik Kapitel II Feinde der Kunst versus „Feinde des Volkes“ Kritik von links: Moderne Kunst als „Dekadenzerscheinung eines bankrotten Systems“ Die ausgebootete Avantgarde Kunst als Luxus: Museen unter Rechtfertigungsdruck in der sozialen Krise Die Verdammung des Kunstmarktes in den 1920er Jahren Rechtsextremistische Diffamierungen moderner Kunst Kampagnen gegen Museumsdirektoren Die internationale Dimension der Diffamierung moderner Kunst Moderne Kunst im Kreuzfeuer des Kalten Krieges Kapitel III Die documenta: „Staatsaufgabe“ oder „Zirkus der Scharlatane“? documenta – langfristige Erfolgsfaktoren eines Ausstellungsformates Die provozierende Macht des Kurators – documenta-Leiter als Reizfiguren Die ersten drei documenta-Ausstellungen Die documenta im Unruhejahr 1968 Die modernisierte documenta 1972 Blick in die Besucherbücher der documenta 5 Die documenta 6 im Kontext der politisierten 1970er Jahre Ein etabliertes westdeutsches Kulturereignis: documenta 7 bis 9 Kapitel IV Treffpunkt der globalen Bourgeoisie Der Diskurs als Spektakel: documenta 10 bis 14 Die documenta GmbH am Rande der Insolvenz Die documenta 14 hinterlässt ein „Merkel-Monument“ Kapitel V Linke Akademiker, „expeditive Performer“ & reiche Sammler documenta, Biennale, Blockbusterausstellungen: Ein Massenpublikum für die Gegenwartskunst? Die häufigsten Ressentiments gegenüber zeitgenössischer Kunst Vandalismus – stummer Protest der Ausgeschlossenen? Vandalismus als Methode von Terroristen und Avantgardisten Manifestiert sich in Bejahung und Ablehnung der Gegenwartskunst eine gesellschaftliche Spaltung? Kapitel VI Die Freiheit der Kunst und ihre Feinde Kulturkampf von Rechts Rechte Kunst = schlechte Kunst? Religiös motivierte Attacken auf Kunst und Künstler Linke Kunst und rechte Empörung – Zutaten für allseits gewinnbringende Skandale Die alte Linke und die neue Kunst Identitätslinke Aktivisten gegen die Freiheit der Kunst Welche Rolle spielt die Kunst in der „identitätslinken Läuterungsagenda“? Ausblick: Die Feinde der Kunst im 21. Jahrhundert. Das Zusammenwirken von identitätslinker Läuterungsagenda und legalistischem Islamismus Verzeichnisse Quellen und Archivbestände Literatur bis 1945 Literatur ab 1945 Publikationsverzeichnis des Autors Abbildungsverzeichnis Künstlerregister In Krisenzeiten werden regelmässig Sündenböcke gesucht und Verschwörungstheorien bemüht, um komplexe Transformationsprozesse und unerwartete Ereignisse zu verstehen. Neben Minderheiten, Migranten und Eliten zählten auch immer wieder Kunst und Künstler zu Blitzableitern eines mitunter bewusst geschürten "Volkszorns". In den 1920er und 1930er Jahren wurden die Ressentiments gegen moderne Kunst besonders giftig, wobei Antisemitismus eine Schlüsselrolle spielte. Nicht nur das Spekulative des Kunstmarktes, der zum Symbol eines irrealen und heisslaufenden Kapitalismus schlechthin wurde, stand im Mittelpunkt der Kulturkritik jener Zeit, sondern auch die Isolation der Künstler vom "Volk". Künstler wurden von Links- und Rechtsextremisten als Egoisten und abgehobene Individualisten, sogar als "Feinde des Volkes" geschmäht. Christian Saehrendt untersucht die Rolle von Gegenwartskunst in der Agenda populistischer, fundamentalistischer und extremistischer Bewegungen. Diese versuchen stets Ängste, Emotionen und Ressentiments in der Bevölkerung aufzugreifen, zu verstärken und für sich zu nutzen. Ihr Geschäftsmodell ist die gesellschaftliche Spaltung. Funktioniert diese Taktik auch auf dem Gebiet der Gegenwartskunst? Wer sind die heutigen "Feinde der Kunst"?
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