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Kulturelle Einflussangst : Inszenierungen der Grenze in der Reiseliteratur des 19. Jahrhunderts

معرفی کتاب «Kulturelle Einflussangst : Inszenierungen der Grenze in der Reiseliteratur des 19. Jahrhunderts» نوشتهٔ Michael C. Frank، منتشرشده توسط نشر Transcript Verlag Roswitha Gost در سال 2006. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.

Neben verschiedenen Repräsentationen des Anderen Europas hat die koloniale Reiseliteratur auch das Fremdbild des enteuropäisierten Europäers hervorgebracht. Dieser Typus gibt Aufschluss über ein bisher noch kaum erfasstes Phänomen, das als kulturelle Einflussangst beschrieben werden kann. Insbesondere im 19. Jahrhundert lässt sich eine intensive Auseinandersetzung mit den möglichen Folgen von Akkulturation, 'Rassenmischung' und Klimaeinflüssen für weiße Reisende und Kolonisten in den Tropen beobachten. Literarische Texte inszenieren den kolonialen Raum als ein Feld interkultureller Begegnungen, das von einer klaren Grenze durchzogen ist - die zu überschreiten tabu bleibt. Reiseliteratur,Kolonialismus,Diskurstheorie,Polynesien,Schwarzafrika,Herman Melville,Rider Haggard,Joseph Conrad,Literatur,Kultur,Allgemeine Literaturwissenschaft,Interkulturalität,Anglistik,Postkolonialismus,Literaturwissenschaft,Literature,Culture,General Literature Studies,Interculturalism,British Studies,Postcolonialism,Literary Studies Einleitung I. Grenzziehungen I.1 Zur Konstruktion kollektiver Identität I.1.1 Die Schaffung von Einheit durch das Vergessen der Vielheit: Ernest Renan über die Nation I.1.2 Die Entdeckung Europas in der Kontrasterfahrung I.2 Arbeit an der Grenze I.2.1 Kulturelle Grenzziehung nach Michel Foucault und Edward Said I.2.2 Grenzarbeit: Diskontinuität in der Kontinuität I.3 Raum- und Zeitgrenzen: Die doppelte Distanzierung des Anderen I.3.1 Imaginative Geographie I.3.2 Die Verweigerung der Gleichzeitigkeit I.4 Zum historischen Wandel der europäischen Grenzkonstruktionen II. Grenzüberschreitungen II.1 Kulturelles Grenzgängertum in der Geschichte der europäischen überseeischen Expansion II.1.1 Das Fremdbild des ›indianisierten‹ Weißen II.1.2 Gonzalo Guerrero und Alvar Nuñez Cabeza de Vaca II.1.3 Kulturelles Grenzgehen: Ein Phänomen und seine Namen II.2 Verlangen und Abwehr II.2.1 Edmund Spenser, A View of the State of Ireland II.2.2 Edward Long, The History of Jamaica II.2.3 Robert James Fletcher, Isles of Illusion II.3 Akkulturation als Tabu II.3.1 Sigmund Freud: »Das Tabu und die Ambivalenz der Gefühlsregungen« II.3.2 »Frontière et ambiguïté«: Julia Kristevas Theorie des Abjekts II.3.3 Das Akkulturationstabu III. Kultureller Einfluss: Herman Melville, Typee (1846) III.1 Grenzgänger im Südpazifik: Runaways und beachcombers III.1.1 Ein tätowierter Franzose: Die Geschichte des beachcombing III.1.2 Herman Melville als runaway III.2 Andere Orte, andere Zeiten: Die Heterotopie der Südseeinsel III.2.1 »An immeasurable distance«: Die andere Zeit Polynesiens III.2.2 ›Heterotopie‹ nach Michel Foucault III.2.3 Jean-Jacques Rousseau: Sauvages und société naissante III.2.4 Erotische Paradiese: Bougainville und Melville III.3 Tommo und die Taipis: Die Grenzen der Akkulturation III.3.1 »When at Rome do as the Romans do«: Tommo als Tourist III.3.2 »The blemish of tattooing«: Die Praktik des Tätowierens auf den Marquesas-Inseln III.3.3 Das Gesicht verlieren: Die Tätowierung im Westen III.3.4. Paradise Lost, oder: Die zerstörte Heterotopie IV. Rassischer Einfluss: H. Rider Haggard, King Solomon’s Mines (1885) IV.1 Afrika, Antithese zur Zivilisation IV.1.1 Von Polynesien nach Afrika IV.1.2 Hegels geschichtsloser Kontinent IV.2 »The barbarian who comes after«: Das Verschwinden der Weißen aus Schwarzafrika IV.2.1 Die weiße Vorgeschichte Schwarzafrikas IV.2.2 Wie die Weißen zu Schwarzen wurden IV.3 Degeneration durch Rassenmischung: Die Theorie Arthur de Gobineaus IV.4 »Can the sun mate with the darkness?« Das Tabu der Rassenmischung in King Solomon’s Mines IV.4.1 Die Penetration Afrikas IV.4.2 Die Erotik des Kontakts IV.4.3 »White men wed only with white women«: Miscegenation als Tabu V. Der Einfluss der Tropen: Joseph Conrad, Heart of Darkness (1899) V.1 »A great gulf fixed?«: Die Entdeckung der Ähnlichkeit V.2. Der Einfluss der Tropen V.2.1 Heart of Darkness in der Forschung V.2.2 »The mental changes of individuals, on the spot«: Ein alternativer Lektüreansatz V.2.3 Der Einfluss des Klimas: Rassendifferenz, Krankheit und Neurasthenie V.2.4 Strategien zur Abwehr von Klimaeinflüssen V.2.5 Tropenkoller V.3 Ein Herz von Finsternis im Herz der Finsternis, oder: Was die Wildnis aus Kurtz gemacht hat V.3.1 Kurtz, ein Gesandter des Lichts V.3.2 Der Mythos vom dunklen Kontinent V.3.3 Herz der/von Finsternis V.3.4 Der Bann der Wildnis V.4 Der innere Wilde und das Unbehagen in der Kultur V.4.1 »Die Bestie im Menschen«: Cesare Lombroso und Max Nordau V.4.2 »Your own innate strength«: Joseph Conrad und Sigmund Freud V.5 Die Verlagerung der Grenze Schlussbetrachtungen Bibliographie Danksagung Neben verschiedenen Repräsentationen des Anderen Europas hat die koloniale Reiseliteratur auch das Fremdbild des enteuropäisierten Europäers hervorgebracht. Dieser Typus gibt Aufschluss über ein bisher noch kaum erfasstes Phänomen, das als kulturelle Einflussangst beschrieben werden kann. Insbesondere im 19. Jahrhundert lässt sich eine intensive Auseinandersetzung mit den möglichen Folgen von Akkulturation, 'Rassenmischung' und Klimaeinflüssen für weiße Reisende und Kolonisten in den Tropen beobachten. Literarische Texte inszenieren den kolonialen Raum als ein Feld interkultureller Begegnungen, das von einer klaren Grenze durchzogen ist - die zu überschreiten tabu bleibt.-- Provided by publisher Michael C. Frank. Thesis (doctoral) - Universität, Konstanz, 2005. Includes Bibliographical References (p. 213-228)
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