Kulturaustausch : Baltisches Echo auf Gelehrte in der Schweiz und in Deutschland. Freundesgabe für Arvo Tering
معرفی کتاب «Kulturaustausch : Baltisches Echo auf Gelehrte in der Schweiz und in Deutschland. Freundesgabe für Arvo Tering» نوشتهٔ Marti, Hanspeter (editor)، منتشرشده توسط نشر Böhlau; Bohlau Verlag GmbH u. Co. KG در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
In Padua hatte Kentmann im 1545 gegründeten botanischen Garten Pflanzen gezeichnet. Auch in mehreren Gärten in Rom und Venedig fertigte er Pflanzenzeichnungen an. So entstand der handschriftliche Codex Kentmanus, der heute in der Anna Amalia Bibliothek in Weimar liegt. Er enthält in zwei Centuriae gruppierte, meistens aus Padua stammende Zeichnungen und einen mit Observationes betitelten, vermutlich später verfassten begleitenden Text. 47 Aus dem Briefwechsel Konrad Gessners mit Johannes Kentmann geht hervor, dass Gessner diesen Kodex von Kentmann entlieh, kopieren ließ und im März 1555 dem Verfasser zurücksandte. 48 Die im Beitrag von Sachiko Kusukawa (2009) angeführten wenigen Illustrationen aus dem Codex Kentmanus zeigen eine frappante Ähnlichkeit mit den entsprechenden Zeichnungen im Tartuer/ Dorpater Kentmann-Band und bestätigen die vorläufige Vermutung, dass es sich im Letzteren um Kopien aus dem Codex Kentmanus handeln kann. Verständlich wurden dadurch die bisher unentschlüsselten Hinweise von alter Hand auf den meisten Zeichnungen: Es wird nämlich auf dem oberen Rand einer Kopiezeichnung auf die entsprechende Seitennummer in der ersten oder zweiten Centuria des Codex Kentmanus hingewiesen. Zum Beispiel findet sich 46 Johannes Kentmann zählte zu Gessners wichtigsten Gewährsleuten bei seinem Vogelbuch. -Springer, Kinzelbach: Das Vogelbuch (Anm. 2), S. 417. In seiner Anthologie ‚De omni rerum fossilium genere, gemmis, lapidibus, metallis, et huiusmodi, libri aliquot, plerique nunc primum editi' (Zürich 1565) veröffentlichte Gessner den Katalog, der Kentmanns umfangreiche Sammlung von Gesteinen und Mineralien aufführt, sowie dessen medizinische Abhandlung über die Steine, die im menschlichen Körper entstehen. Anhand ausgewählter Beispiele werden gelehrte Beziehungen zwischen der Schweiz, Deutschland und dem Baltikum vom 17. bis zum 19. Jahrhundert thematisiert und teilweise mit kommentierten Quelleneditionen oder Quellenauszügen veranschaulicht. Schon im 17. Jahrhundert interessierte man sich im Baltikum für die Buchproduktion der kulturellen Zentren Europas, was an Gerichtsakten sowie an der Thomasius- und Spenerrezeption deutlich wird. Weitere Aufsätze beschäftigen sich mit dem Wirken Herders in Riga und der Reise des Astronomen Bernoulli ins Baltikum, dem botanischen Nachlass Konrad Gessners in der Universitätsbibliothek Dorpat und dem Briefwechsel des estnischen Anatomen und Embryologen Karl Ernst von Baer mit zwei Schweizern ***Angaben zur beteiligten Person Marti: Hanspeter Marti: *1947 in Glarus/Schweiz, Studium der Germanistik, Mediävistik und der französischen Sprachwissenschaft in Basel, Genf und Montpellier. 1982 Promotion in Basel. Seit 1986 in verschiedenen vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung unterstützten Projekten beschäftigt. 1999 Ehrengabe der Martin Bodmer-Stiftung für einen Gottfried Keller-Preis für die Tätigkeit an der privaten Arbeitsstelle für kulturwissenschaftliche Forschungen. Spezialgebiete: Gelehrtenliteratur der Frühen Neuzeit, Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte ***Angaben zur beteiligten Person Marti-Weissenbach: Geboren in Zürich. Studium der Germanistik, der Lateinischen Philologie und der Alten Geschichte in Basel und Zürich. Seit 1991 als Historikerin mit Schwerpunkt Schweizer Geschichte für die Arbeitsstelle für kulturwissenschaftliche Forschungen in Engi/Glarus (Schweiz) tätig. Erhielt 1999 zusammen mit Hanspeter Marti eine Ehrengabe der Martin Bodmer-Stiftung für einen Gottfried Keller Preis
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