معرفی کتاب «Kriminologie in der Zivilgesellschaft : Wissenschaftsdiskurse und die britische Öffentlichkeit, 1830 - 1945» نوشتهٔ Sabine Freitag (editor); German Historical Institute London (editor)، منتشرشده توسط نشر OLDENBOURG WISSENSCHAFTSVERLAG در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
Why do people become criminals? What causes delinquent behavior? Such questions occupy experts as well as the general public – and there is more reciprocal exchange of ideas between them than one might at first imagine. Sabine Freitag examines both the sites of knowledge production and the spaces in civil society where expert hypotheses are debated. Vorwort 1. Einleitung 1.1. Fragestellung und Erkenntnisinteresse 1.2. Zum Forschungsstand: Wissen und Macht 1.3. Die Protagonisten der Diskurse: zur Quellenlage 1.4. Zum Ansatz der Studie: Wissenschaft und Zivilgesellschaft 1.5. Zum Aufbau der Studie 2. Statistik, empirische Sozialforschung und Sozialreform (1830–1895) 2.1. „Improvement by numbers“: Statistische Gesellschaften in England 2.2. Statistische Forschung und Kriminalität 2.3. Statistische Gesellschaften und staatliche Verwaltungen 2.4. Der teilnehmende Beobachter: Henry Mayhew und die Anfänge der empirischen Sozialforschung in England 2.5 Innovative Sozialpolitik durch professionelle Expertise: Die National Association for the Promotion of Social Sciences 2.6. Vertrauen in die wissenschaftliche Methode: Charles Booths Life and Labour of the People in London 2.7. Bilanz und Ausblick: Philanthropische Kriminologie – alte Impulse und neue Methoden 3. Medizinisch-psychiatrische Diskurse (1850–1900) 3.1. Morels Theorie der Degeneration 3.2. Die Gründung der Medico-Psychological Association 3.3. George Wilson und Bruce Thomson: „Crime is hereditary“ 3.4. Henry Maudsley: Moralisches Irresein 3.5. David Nicolson: Der geistesschwache Straftäter 3.6. „Criminals are not lunatics“: Die Strategien der psychiatrischen\Profession 3.7. Die Erfindung der Präventivpsychiatrie 3.8. Der Gladstone Report (1895) und die Sicherungsverwahrung 3.9. Bilanz und Ausblick: Psychiatrische Deutungshoheit und der Alltag im Gefängnis 3.10. Exkurs: Internationale Diskussionen und nationale Debatten: England und die internationale Kongresskultur zu Strafrecht und Gefängnisreform 4. Eugenik und die Frage nach Anlage und Umwelt (1860–1930) 4.1. Gentleman scientist: Francis Galton und das Geheimnis der Vererbung 4.2. Politik und Methode: composite photography 4.3. Daktyloskopie 4.4. Differentielle Fertilität und Vererbung 4.5. Die Eugenics Education Society 4.6. Eugenik und Kriminalität 4.7. Zur wissenschaftlichen Kritik eines sozialpolitischen Programms 4.8. Bilanz und Ausblick: Regeneration versus Degeneration 5. Biometrie, Mendelsche Gesetze und die Frage nach dem Status von Experten: Charles Gorings The English Convict (1900–1935) 5.1. Die Intention der Studie 5.2. Zur Entstehungsgeschichte der Studie 5.3. Evolution by Jumps: Die Kontroverse zwischen Biometrikern und Mendelianern 5.4. „Cher Maître“: Charles Goring und Karl Pearson 5.5. Charles Goring – The English Convict (1913) 5.6. „More Lombrosian than Lombroso“: Gorings Befürworter 5.7. „Data for speculations“: Gorings Kritiker 5.8. Die Prison Commission und die Sterilisation von Straftätern 5.9. Bilanz und Ausblick: Experten, Expertise und der Staat 6. Die Neue Psychologie (1890–1945) 6.1 Die Vermessung der Intelligenz 6.2 Anthropologie als Sozialpsychologie: Modelle geglückter Anpassung 6.3. Das überforderte Ich: shell shock 6.4. Jugenddelinquenz und Bewährungsstrafe 6.5. William Healy – The Individual Delinquent (1915) 6.6. Die British Psychological Society 6.7. Cyril Burt – The Young Delinquent (1925) 6.8. Die Neue Psychologie und Kriminalität: Theorien, Modelle, Konzepte 6.9. Psychoanalyse und Kriminalität: der Minoritätsdiskurs 6.10. Interdisziplinäre Zusammenarbeit 6.11. Das Institute for the Scientific Treatment of Delinquency (ISTD) 6.12. Child-Guidance-Kliniken 6.13. Zur Anschlussfähigkeit psychologischer Kriminalitätskonzepte 6.14. John Bowlby – Forty-four Juvenile Thieves (1944) 6.15. Bilanz und Ausblick: Wandel und Lernfähigkeit von Psychiatrie und Psychologie 7. Adjusting to democracy: Wissenschaft und Zivilgesellschaft 7.1. „The rounded rational citizen“: der politische Diskurs 7.2. „The man in the street“: der wissenschaftliche Diskurs 7.3. Bilanz und Ausblick: „The handmaid, not the mistress of society“. Zu den Aushandlungsprozessen zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft 8. Quellen- und Literaturverzeichnis 8.1. Ungedruckte Quellen 8.2. Gedruckte Quellen 8.3. Zeitgenössische Literatur 8.4. Literatur 9. Register 9.1. Sachregister 9.2. Ortsregister 9.3. Namensregister Abkürzungsverzeichnis Abstract
Warum werden Menschen kriminell? Welche Ursachen lassen sich für delinquentes Verhalten finden? Solche Fragen beschäftigen Experten genauso wie die breitere Öffentlichkeit – und beide stehen in größerem Ideen-Austausch, als man zunächst meinen könnte. Sabine Freitag nähert sich Orten der Wissensproduktion über die Ursachen von Kriminalität ebenso wie zivilgesellschaftlichen Räumen, in denen die Thesen der Experten diskutiert wurden. Über die gesellschaftliche Annahme oder Ablehnung bestimmter wissenschaftlicher Deutungsangebote entschied nicht zuletzt ihre Kompatibilität mit vorherrschenden Werten, Normen und Selbstbildern. Nur auf dieser Grundlage konnte sich beispielsweise der angestrebte Strafzweck säkularisieren und verwissenschaftlichen: weg von einer moralischen Besserung der sündigen Seele hin zur nüchterneren Absicht, sozialverträgliche, kompetente Bürger herzustellen.
Warum werden Menschen kriminell? Welche Ursachen lassen sich feÌ#x80;ur delinquentes Verhalten finden? Solche Fragen bescheÌ#x80;aftigen Experten genauso wie die breitere eÌ#x80;Offentlichkeit - und beide stehen in greÌ#x80;oÇerem Ideen-Austausch, als man zuneÌ#x80;achst meinen keÌ#x80;onnte. Sabine Freitag neÌ#x80;ahert sich Orten der Wissensproduktion eÌ#x80;uber die Ursachen von KriminaliteÌ#x80;at ebenso wie zivilgesellschaftlichen ReÌ#x80;aumen, in denen die Thesen der Experten diskutiert wurden