Krieg als Medienereignis: Grundlagen und Perspektiven der Krisenkommunikation (German Edition)
معرفی کتاب «Krieg als Medienereignis: Grundlagen und Perspektiven der Krisenkommunikation (German Edition)» نوشتهٔ Martin Löffelholz (auth.), Martin Löffelholz (eds.)، منتشرشده توسط نشر Westdeutscher Verlag; VS Verlag für Sozialwissenschaften در سال 1993. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
"Warum schreiben die Journalisten nichts über Liberia, sondern immer nur über Somalia, wo es doch hier kaum besser geht?", fragte der Mitarbeiter einer Hilfsorganisation in Liberia kürzlich einen deutschen Journalisten. Seine Antwort: "Weil es keine ähnlich schockierenden Fernsehbilder sterbender Kinder aus Liberia gibt. Wahrscheinlich ist auch die Auf merksamkeit für Somalia nur vorübergehend, bis ein neues Modethema die Fernsehschirme erobert. " Dieses Gespräch über die Aufmerksamkeitsregeln der Mediengesell schaft wird in ähnlicher Form wohl in allen Kriegen, die medial unsicht bar und damit "folgenlos" bleiben, geführt: von Menschen, für die ein Krieg, der keine Mode (im Fernsehen) macht, dennoch sichtbar und fol genreich bleibt. Auf der anderen Seite werden kritische Fragen nach der Kriegsordnung der Medien gerade auch durch Kriege provoziert, denen mediale Aufmerksamkeit in besonderer Weise zuteil wurde: vorn ersten "Pressekrieg" (Krim-Krieg 1853-1856) über den ersten "Wohnzimmer krieg" (Vietnam 1964-1973) bis zum ersten "Krieg in Echtzeit" (Golf Krieg 1991), bei dem der US-Verteidigungsminister den Vollzug seiner Befehle im heimischen Fernsehsender 'live' verfolgen konnte. In diesem Reader über die Grundlagen und Perspektiven der Krisen kommunikation geht es vor allem um Kriege, die von Medien beobachtet und damit beobachtbar gemacht werden. Implizit rücken damit freilich auch die unsichtbaren Kriege ins Blickfeld. Denn Thematisierung und Nichtthematisierung von Krisen, Konflikten und Kriegen beruhen glei chermaßen auf bestimmten Strukturen und Funktionen des publizistischen Systems, in dem Journalisten, Publikum und Public Relations die Karten immer wieder neu und dennoch nach bestimmten Regeln mischen. Front Matter....Pages 1-10 Front Matter....Pages N1-N1 Krisenkommunikation....Pages 11-32 Front Matter....Pages N2-N2 ‚Massen‘medien und ‚Massen‘-krieg....Pages 33-48 Beschleunigung, Fiktionalisierung, Entertainisierung....Pages 49-64 Zwischen Zensur und Verantwortung....Pages 65-80 Ist Aktualität noch aktuell?....Pages 81-96 Die militarisierte Männlicheit....Pages 97-108 Tyrannen, Aggressoren, Psychopathen....Pages 109-126 Den Medien vertrauen?....Pages 127-144 Front Matter....Pages N5-N5 „Die wichtigste Story des Jahres“....Pages 145-148 „Ohne Zensur hätte der Krieg drei Tage gedauert“....Pages 149-152 „Den Gegner irreführen, wo man kann“....Pages 153-160 „Schieres Bauerntheater“....Pages 161-164 „Früher als die Zensur beginnt die Schere im Kopf“....Pages 165-169 „Wir haben unseren eigenen Krieg ausgefochten“....Pages 171-175 Front Matter....Pages N5-N5 Krisenkommunikation morgen....Pages 177-210 Helden in Cyberspace....Pages 211-228 Gibt es einen Dritten Weg?....Pages 229-244 Back Matter....Pages 245-276 Ohne Kommunikation Kein Krieg: Kommunikation Macht Kriege Führbar, Kommunikation Kann Kriege Aber Auch Beenden. In Der Informationsgesellschaft Erhält Diese Ambivalente Beziehung Eine Besondere Qualität: Denn Moderne Kriege Sind Zunehmend Mediatisierte Kriege. Die Wachsende Bedeutung Der Medien In Nationalen, Internationalen Und Globalen Krisen Bildet Den Ausgangspunkt Für Die 18 Originalbeiträge Des Bandes. In Historischer Und Konfliktübergreifender Perspektive Werden Grundlegende Aspekte Von Krisenkommunikation Analysiert: Nach Welchen Regeln Werden Welche Kriege Zu Medienereignissen? Welche Rolle Spielen Zensur Und Politisch-militärische Public Relations? Sind Die Medienangebote Im Und über Krieg Glaubwürdig, Problematisch, Veränderbar? Welche Alternativen Gibt Es Für Die Nächsten (medien-)krisen? Ergänzt Werden Die Analysen Durch Gespräche Mit Journalisten Und Eine Umfassende Bibliographie. Ohne Kommunikation kein Krieg: Kommunikation macht Kriege fuhrbar, Kommunikation kann Kriege aber auch beenden. In historischer und konfliktubergreifender Perspektive werden grundlegende Aspekte von Krisenkommunikation analysiert: Nach welchen Regeln werden welche Kriege zu Medienereignissen? [1] Grundlage und Perspektiven der Krisenkommunikation v. 2. Krisenkommunikation im 21. Jahrhundert.
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