معرفی کتاب «Koranforschung – eine politische Philologie?: Bibel, Koran Und Islamentstehung Im Spiegel Spätantiker Textpolitik Und Moderner Philologie (Litterae Et Theologia, 4) (German Edition)» نوشتهٔ Angelika Neuwirth در سال 2014. این کتاب در فرمت pdf، زبان آلمانی ارائه شده است.
In this book, renowned Islamic scholar Angelika Neuwirth presents key features of her course on The Koran as a Text of Late Antiquity. The work transcends polarizing analyses and well-intentioned but superficial attempts to show commonalities, presenting instead the unique elements of the Koran while showing how it emerges from a common cultural space. Her analysis is an exemplary combination of philological precision and cultural sensitivity." \*\* About the Author Angelika Neuwirth, Free University Berlin. Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . V Koranforschung – eine politische Philologie? Bibel, Koran und Islamentstehung im Spiegel spätantiker Textpolitik und moderner Philologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 . Moderne Koranphilologie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 . Die gemeinsame biblische Tradition: Eine Herausforderung der westlichen Forschung . . . . . . . . . . . . . . 1 . „Schrift-Enteignung“: Ein Präzedenzfall mit Wiederholung? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11 . Der Koran vor der Etablierung der Schrift-Autorität . . . . . . 22 . Koranische Vorstellungen von der Herkunft der Verkündigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 . „Koranischer Pesher“: Schriftauslegung zum Erweis der eschatologisch aufgeladenen Realität . . . . . . . . . . . . 29 . Eschatologische Glossierung der Bildersprache von Psalmen und Evangelien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34 . Die neue Autorität der Schrift . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 . Schrift im paganen/synkretistischen Umfeld des Koran . . 43 . Die koranische Entdeckung der göttlichen Schrift als Träger höchster Autorität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51 . Mekka und das Gespräch mit der (christlichen) Bibel: Von der „wohlbewahrten Tafel“ zur Schrift . . . . . . . . . . . . . . 56 . Die Einschwörung auf das Konzept „Schrift“, kitāb . . . . 56 . Schrift, untrennbar von Liturgie: al-Fātih. a . . . . . . . . . 59 . Parabeln in neuer Funktion . . . . . . . . . . . . . . . . . 62 . Erzählungen als Fortschreibungen biblischer Geschichte . . 64 XX Inhalt . Das neue Gottesvolk auf dem Weg aus dem realen Mekka ins Gelobte Land . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 . Jerusalem als Sehnsuchtsziel der Exilanten . . . . . . . . . 66 . Eine sublime Typologie: Mose-Jesus-Muhammad – Jerusalem als Kristallisationspunkt . . . . . . . . . . . . . . . . 70 . Medina und das Gespräch mit der jüdischen Bibel: Neue religionspolitische Auslegungen biblischer Geschichten . . . . 71 . Die medinischen Juden und die in Rituale eingebettete jüdische Bibel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71 . Die medinischen Juden im Bild der Israeliten: Eine Mose- Erzählung und die Entdeckung des Gotteszorns . . . . . . . Die medinischen Juden und ihre christlichen Rivalen: Das Marienleben und die Entdeckung von Ambiguität in der göttlichen Schrift (Q ) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Die Konstruktion einer neuen Identität: Erstes islamisches nation building . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91 . Die Inversion des Exils: Von Jerusalem zurück nach Mekka . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91 . Von Mose zu Abraham: Genealogische oder transzendente Bindung? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Abraham als „Gerechter aus den Völkern“: Prototyp des „Propheten aus den Völkern“ . . . . . . . . . . . . . . . . . 105 . Resümee . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 108 Stellenregister Bibel und Koran . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113 Abbildungsnachweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 117
Der Koran ist noch immer nicht Teil des europäischen Wissenskanons, obwohl er tief in der biblischen Tradition verwurzelt ist. Er gilt weithin noch als exklusiv islamischer Text. Die kritische Bewertung seiner Beziehung zur Bibel und damit zur europäischen Tradition setzt seine Einbettung in die ‒ auch für das spätere Europa formative – spätantike Kultur voraus, in die er sich theologisch innovativ einbrachte. Die großen Fragen der Zeit wurden nicht nur von Rabbinen und Kirchenvätern, sondern auch von der koranischen Gemeinde debattiert. Ihre besonderen Antworten verdienen daher als Beiträge zu einer neuen, sich intensiv in die laufenden Religionsdebatten einbringenden Theologie Beachtung. Die sich dabei abzeichnende Fokussierung des gesprochenen Wortes als der maßgeblichen Manifestation Gottes in der Welt kann nicht außerhalb des besonderen kulturellen Umfelds gesehen werden, in dem lokale Dichtung der arabischen Hochsprache bereits eine besondere Aura verliehen hatte. Der neue Blick auf den Koran erfordert jedoch gleichzeitig eine kritische Neureflektion unserer modernen – nie ganz unpolitischen – Philologien. Der Blick muss frei werden für die Textpolitik des Koran, die den Prozess der Islamentstehung am ehesten erkennbar macht.
Vorwort -- 1. Moderne Koranphilologie -- 2. Der Koran Vor Der Etablierung Der Schrift-autorität -- 3. Die Neue Autorität Der Schrift -- 4. Mekka Und Das Gespräch Mit Der (christlichen) Bibel: Von Der 'wohlbewahrten Tafel' Zur Schrift -- 5. Das Neue Gottesvolk Auf Dem Weg Aus Dem Realen Mekka Ins Gelobte Land -- 6. Medina Und Das Gespräch Mit Der Jüdischen Bibel: Neue Religionspolitische Auslegungen Biblischer Geschichten -- 7. Die Konstruktion Einer Neuen Identität: Erstes Islamisches Nation Building -- 8. Resümee -- Stellenregister Bibel Und Koran -- Abbildungsnachweis. Angelika Neuwirth. Includes Bibliographical References And Index.